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Archiv für November, 2006

[Aus dem Leben] Stuttgart kommt!

13. November 2006

Es muß einfach auch an dieser Stelle einmal erwähnt werden, daß mir mein lieber VfB zur Zeit seeehr viel Freude bereitet. Die Meisterschaft ’92 ist mir noch in guter Erinnerung, auch wenn ich damals nur zarte zwölf Lenze zählte. Im selben Jahr das peinliche Aus im Landesmeisterpokal durch einen Wechselfehler des geschätzten Christoph Daum. Später dann Höhen und Tiefen. Schöne Zeiten mit dem magischen Dreieck Elber-Bobic-Balakov wurden mit dem Pokalsieg ’97 veredelt. Später dümpelten wir vor uns hin, mal fast abgestiegen, dann wieder Uefa-Cup. Die jungen Wilden sorgten für Aufsehen; der Gala-Abend, als in der ChampionsLeague ManU geputzt wurde, ist unvergessen. Verfehlte Transferpolitik und die Mißverständnisse Sammer und Trappatoni ließen schon das Schlimmste befürchten. Statt dessen bewegten sich letztes Jahr plötzlich die Nordlichter des HSV in Tabellenregionen, in denen sie aus schwäbischer Sicht nichts verloren hatten. Doch plötzlich ist alles anders: Die Neuverpflichtungen von Horst Heldt passen, Trainer Armin Veh hat eine absolut positive Ausstrahlung, läßt wunderbares Kurzpaßspiel zelebrieren, Timo Hildebrand hält wieder, Tor-Rero Mario Gomez trifft wie am Fließband und neue, aufstrebende Junge Wilde mischen die Liga auf. Heute, am 12.11.2006 haben wir wieder die Tabellenführung übernommen. Und nächste Woche geht es zu den Bayern – um es mit der alten Vereinshymne zu sagen: Stuttgart kommt!

Ach übrigens, mit ein bißchen Augenzwinkern der Gassenhauer vom letzten Heimspiel:
„Hamburg-Fans, Hamburg-Fans, nehmt Euch montags frei,
denn da kommt auf DSF die Bundesliga zwei!“

Tabelle

1 VfB Stuttgart
2 Werder Bremen
3 Schalke
4 Bayern München
5 Bielefeld
6 Hertha Berlin
7 Dortmund
8 VfL Wolfsburg

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[Wegmarken] Josua 1 (2) – Gottes Beistand und Zu-MUT-ung

12. November 2006

„Jeden Ort, auf den Du trittst, will ich Dir geben. Niemand soll Dir widerstehen Dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit Dir sein. Sei mutig und stark!“ So spricht Gott zu Jousa. Er traut ihm zu, das Volk zu führen. Vielleicht hat es Josua auch als Zumutung empfunden. Aber Gott spricht ihm Mut zu. Er gibt einen großen Auftrag, aber er versichert Josua auch seines Beistandes. Wozu Gott beruft, dazu bestärkt und befähigt er auch. Er verläßt uns niemals. Oft hat mich der Zuspruch Gottes genau dann erreicht, als ich ihn am bittersten nötig hatte. Das tut immer wieder gut. Faszinierend dabei, welche Kommunikationswege er benutzt…

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[Wegmarken] Josua 1 (1) – Weiter geht’s!

11. November 2006

Nach dem Tod Moses spricht Gott zu Josua: „Mein Diener Mose ist tot. Jetzt mach dich bereit, mit dem Volk über den Jordan zu gehen, hinein in das Land, das ich dir geben werde.“ Die alte Zeit ist vorüber, mit dem Tod Moses ist ihr Ende greifbar. Nun rückt Josua in den Fokus und wird von Gott in den Dienst genommen. Er ist nicht mehr der „Assistent“ Moses, wie meine Bibel übersetzt. Wichtig: Gott schreibt seine Geschichte nicht primär mit anderen, sondern mit Dir! Was ist es, was er Dir sagt? „Überquere den Jordan“ ist der Auftrag Josuas. Der breite Strom, der die Israeliten auf der Ebene Moabs jetzt noch vom verheißenen Kanaan trennt. Der letzte Schritt hinein ins Land. Was ist Dein Jordan? Was sind die Hindernisse, die so hoch und beinahe unüberwindbar erscheinen, die Dich von Gottes Traum für Dein Leben (oder auch nur für die nächste Zeit Deines Lebens) trennen? Was ist es, das uns zurückhält? Es ist an der Zeit, weiterzugehen. Israel eroberte das Land Stück für Stück. Oft führt uns Gott Stück für Stück. Offenbart den nächsten Schritt dann, wenn er dran ist. Warum nicht jetzt den nächsten Schritt gehen?

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[Aus dem Leben] Fisch auf’m Tisch & Glücksprinzip

11. November 2006

Habe gestern von einem freundlichen Nachbarn eine selbstgeangelte und -geräucherte Forelle bekommen. Feine Sache, das. Schmeckt gut und hellt den ganzen Tag noch ein kleines bißchen mehr auf.

Heute habe ich mir dann Das Glücksprinzip angesehen. Dieser Film lag schon seit Monaten bei mir rum, nachdem ich vor einiger Zeit einige Ausschnitte gesehen hatte und auch in Shaping of Things to Come sowie einem Vortrag von Alan Hirsch drüber gestolpert war. Gekauft hatte ich ihn mir dann vor allem deshalb, weil ich auf Filme mit Kevin Spacey stehe. Ich hatte den Film immer wieder aufgeschoben, aber heute war er dann doch dran. Und hat sich gelohnt – es sind sogar ein paar Tränen geflossen… Jedenfalls wird die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, der die Welt besser machen will, indem er drei Menschen hilft, die sich selbst nicht helfen können. Die Sache muß schwierig sein bzw. ihn selbst Überwindung kosten und die Empfänger dürfen sie nicht vergelten bzw. zurückzahlen, sondern müssen sie weitergeben („Pay it forward!“ so der Originaltitel) an wiederum drei Menschen. So soll sich die Bewegung nach dem Schneeballprinzip vervielfältigen. Bringt mich ins Nachdenken: Warum eigentlich nicht? Anderen helfen – klar! Anderen dienen – normal für uns Jesusleute. Aber warum nicht bewußter Situationen wahrnehmen, in denen ich einen Unterschied machen kann, von denen ich mir keinen Gewinn erhoffen kann, in denen mich ein Eingreifen sehr wohl Überwindung kostet, aber anderen Menschen, die das absolut nicht erwarten, geholfen ist? Warum nicht denen sagen: „Gib’s nicht zurück – gib’s weiter!“? Ich werd das mal anzupacken versuchen. Bist Du dabei?

Nur am Rande: Das Prinzip ist alt. Menschen werden zu Nachfolgern Jesu, die wieder andere zu Nachfolgern Jesu machen, die wieder andere… „Gehet hin … und machet zu Jüngern alle Nationen“. Wie sollte das auch anders funktionieren?

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Exiles (2) – Jesus, der Exilant

8. November 2006

{Das ist der dritte Post zu Michael Frost’s Exiles: Living Missionally in a Post-Christian Culture. Die Vorgänger sind Einführung und (1) Selbsterwählte Exilanten.}

Sein zweites Kapitel „Jesus the Exile“ beginnt Frost mit der Feststellung, dass es Teil seiner Arbeit ist, die Bilder, welche sich manche Menschen von Jesus machen, zu korrigieren, da unsere hygienisch rein gezähmten Vorstellungen von Jesus seiner Ansicht nach nicht dem neuen Testament entstammen, sondern aus zwei Jahrtausenden romantischer christlicher Kunst und Kultur. Wenn wir aber Jesus zähmen, verringern wir auch unsere Hingabe an seine Mission, zu der er uns berufen hat.

Jede missionale christliche Aktivität – unsere gefährliche Kritik, unsere gefährlichen Verheißungen – muß aus unserer Beziehung zu Jesus kommen. Er war der ultimative Exilant. Er hielt nicht an seiner Gleichheit mit Gott fest, sondern demütigte sich und ließ sein irdisches „Exil“ zu. Und wie jeder rechtschaffene und treue Exilant betritt er das Leben in diesem Host-Imperium, ohne sich selbst ganz in dessen Gewalt zu begeben. Es ist der Geist Christi in jedem von uns, der einen missionalen Lebensstil erweckt. Und es sind die Taten und Lehren Jesu, die unsere primäre Vorstellung von Mission formen. Darum müssen wir die Evangelien fraglos ernstnehmen als diejenigen Texte, die den Standard für Leben, Mission und Jüngerschaft setzen. (29)

Bedauerlicherweise verabschiedete sich die alte Kirche jedoch schon bald von den Beschreibungen des irdischen Lebens Jesu in den Evangelien und wandte sich in den Bekenntnisformeln dann mehr seiner Natur, Person und seinem Wesen zu.

Wenn das Evangelium von einem echten Menschen handelt, der isst, trinkt, lehrt, gekreuzigt und begraben wird und aufersteht, dann liegt die Botschaft in der Aktion. Wenn wir Jesus als Licht vom Licht sehen, wahren Gott vom wahren Gott, dann verändert das unsere Spiritualität auf dramatische Weise. Jesus wird zu jemandem, der angebetet und untersucht wird, über den man nachsinnt. Die früheren Glaubensformeln zeigen jedoch einen Lebensstil, dem gefolgt werden kann. … Darum bestimmte Jesus ganz die ersten Missionare. Sein Lebensstil, seine Leidenschaft, seine Lehre wurde zum Handlungsmuster für die ersten Christen. Auf dieselbe Weise sollte er heute ganz diejenigen Exilanten bestimmen, die ihm in der Welt nach Christendom folgen wollen. … Wir dürfen den historischen Jesus niemals vom ersten Platz in unserem Denken und Handeln verdrängen. … Wenn Jesus nur wahres Licht von wahrem Licht ist, ätherisch und außerweltlich, dann sind wir bloß dazu berufen, ihn anzuhimmeln. Wenn er aber ein wahrer Mensch ist, einer der liebte und heilte, der diente und lehrte, der starb und wieder auferstand, dann wird er zu jemandem, dem wir nachfolgen können. (30.32)

An Jesus läßt sich ablesen, wie ein gewöhnlicher Mensch ein göttliches Leben leben kann. Die rechte Antwort auf das Evangelium und die Tatsache, daß es sich bei Jesus um den rettenden Messias Gottes handelt, verlangt von uns nicht nur, daß wir uns auf das verlassen, was Jesus für uns erwirkt hat, sondern auch, daß wir ihm persönlich untertan sind.

Wie Esther oder Daniel fand sich Jesus im Host-Imperium zurecht und blieb doch gleichzeitig in angemessener göttlicher Distanz. Dies zeigt sich vor allem in der Art und Weise, wie er aß und trank, und in welcher Gesellschaft er das tat. Frost untersucht das Mahl im Haus Simons (Luk 7), das Ährenraufen am Sabbat (Luk 6), das Essen bei Zachäus (Luk 19) und die Hochzeit zu Kana (Joh 2).

Jesus vergibt. Jesus erfüllt das Gesetz Moses. Jesus ermächtigt uns zu Buße und neuem Leben. Wie werden diese Lehrinhalte in den untersuchten Geschehnissen offenbart? Während des gemeinsamen Essens. Auf diese Weise lehren uns die Verfasser der Evangelien nicht nur theologische Wahrheiten über den Christus, sondern zeigen uns gleichzeitig einen Weg, diese Wahrheiten zu vermitteln. … Der Esstisch in Kana erinnert uns daran, daß sich Jesu genauso für unsere öffentliche Verlegenheit interessiert, wie für unsere infizierten Körper und unsere leeren Mägen. … Die alte Trennung zwischen Heiligem und Weltlichem wird erschüttert. Das alltägliche Wunder, einer zusammen feiernden, essenden, und trinkenden Gemeinschaft anzugehören, wird geheiligt. Hart arbeitende, unreligiöse „Sünder“ werden in den Kreis von Gottes Schutz und Fürsorge aufgenommen. (43.45)

Jesus kam auf die Welt, ins Exil, und war von gewöhnlichen Menschen umgeben. Viele von ihnen waren Außenseiter – Exilanten, wenn man so will. An den Tischen, an denen er aß, enthüllte sich sein messianischer Charakter. Am Kreuz wird Jesus zum ultimativen Exilanten, wenn er ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Indem er für uns stirbt, erkauft er unsere Erlösung und stellt sicher, daß auch obwohl wir uns im Exil von der uns umgebenden Welt fühlen, wir niemals von Gott und seiner bemerkenswerten unsterblichen Liebe abgeschnitten sein werden. Jesus erleidet um unser willen ein selbstauferlegtes Exil. Unser Glaube an ihn sorgt dafür, daß wir immer in der Gegenwart Gottes und seines eingeborenen Sohnes Jesus daheim sein werden. Wenn wir ein solches Zuhause gefunden haben, dann wird sich herausstellen, daß der Stachel des Exils in der Welt nach Christendom für uns betäubt wurde. Dann sind wir freier, dem Vorbild Jesu zu folgen, der für uns beispielhaft die große Macht vorlebt, sich mit den Verworfenen und den an den Rand gedrängten an einen Tisch zu setzen und ein gemeinsames Mahl einzunehmen. Darum geht es in missionalem Handeln – Gnade, Liebe, Gastfreundschaft, Freigebigkeit. Wenn Jesus in unseren Überlegungen das Zentrum ist, dann sind diese Elemente für heutige Exilanten nicht optional, sondern unvermeidlich. (49)

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[Wortakrobatik] 13 Jahre Schweigen

7. November 2006

Im Zuge meines Rückblick über den Pentateuch hier ein Gedicht, das ich 2006 beim Nachsinnen über Abraham geschrieben habe. Nachdem Gott einen Bund mit Abraham geschlossen und ihm einen Nachkommen versprochen hatte, Sara aber lange kinderlos blieb, zeugte Abraham mit Hagar den Ismael. Als Ismael dann 13 Jahre alt war, erschien Gott Abraham und eröffnete ihm, daß Sara ein Kind gebären würde. Abraham antwortete nur: „Ach dass Ismael möchte leben bleiben vor dir!“ (Gen 17,18). 13 Jahre lang hatte er geglaubt, Ismael wäre der Verheißungsträger und der Bund, den Gott mit Abraham geschlossen hatte, würde an Ismael weitergegeben. War aber nicht so. Abraham hatte sich getäuscht. Gottes Plan war ein anderer. Im Nachdenken über diese 13 Jahre, in denen die Beziehung Gott-Abraham wohl etwas still gewesen sein muß, habe ich folgende Zeilen verbrochen. Mal sehen, was Du darüber denkst…

13 Jahre Schweigen
(über Abraham, der Ismael zeugte)

13 Jahre Schweigen
13 Jahre Stille
13 lange Jahre

Das Leben geht seinen Gang
Freude und Trauer
Arbeit und Mühsal
13 lange Jahre

Sorge und Schmerz bestimmen den Alltag
Hoffnung und Erwartung
Eigene Pläne
13 lange Jahre

Alles im Lot, so scheint es
Jedoch – wer sieht in eines Mannes Herz?
Hohles Heil vielleicht
Vages Gehen auf dünn anmutendem Eis

13 Jahre sind vergangen
Zum Manne fast der Säugling gewachsen
Das Kind der Magd der ersehnte Erbe?
Leibhaftige Erfüllung der Verheißung?
Gottes Wege sind das nicht!
Nach 13 Jahren wird die Stille durchbrochen
Nach 13 Jahren spricht der Herr ein neues Mal
Wiederholt die Verheißung
Erneuert das Versprechen
Bekräftigt sein Wort

Nein, er hat ihn nicht vergessen
Nein, er hat ihn nicht verlassen
Eigne Pläne lehnt er ab
Zu seinem Bunde aber steht er
Unverrückbar
Fest und sicher
Gilt sein Wort

Wenn der Weg auch fehl ging
Wenn die Zeit auch lang schien
Die Verheißung bleibt
13 Jahre eigne Pläne
13 Jahre eigne Wege
13 Jahre scheinbar recht
Diesmal trog der Schein

13 Jahr‘ im Kreis gegangen
13 Jahr‘ die Spur verfehlt

Gottes Pfade still verlassen
In sich selber sich verrannt
Äußerlich wohl ganz in Ordnung
Innerlich – was war da los?

Der Vater des Glaubens
Vom Herrn erwählt
Pate des Bundes und Träger der Verheißung
Wie hast Du, Abraham, den Weg verloren
Die vertraute Stimme nicht gehört?
Hat Dein Herz es nicht vernommen
Daß solch ein Pfad in’s Leere führt?

War das Rufen Deiner Eva
Lauter als der Herr in Dir?
Hörtest Du nicht auf sein Werben
Das Dich rief: „Zurück zu mir“?
Daraus, will ich, Herr, es lernen
Stets an Deiner Hand zu gehn
Will Dich nimmermehr verlassen
Dein Wort täglich mehr verstehn
Deine Spur niemals verfehlen
Und am Ende vor Dir stehn

Ruf mich, wenn ich von Dir weiche
Wenn der Weg mir recht erscheint
Wenn mein Denken und mein Handeln
Deine Herrlichkeit verneint

Dir nur will ich leben, atmen
Will ich dienen, nahe sein
Deinen Namen will ich ehren
Und ertragen alle Pein

Wer mich sieht, soll Dich nur sehen
Wer mich sieht, soll Dir begegnen
Zeit, die er mit mir verbringt
Soll von Dir her reich ihn segnen

Nicht mühsam tastend voranschreiten
Auf dünn anmutendem Eis
Sondern tanzend, springend
Getragen von Dir
Geborgen in Dir
Sicher an Deiner Hand
Den von Dir offenbarten Weg schreiten

Selbsibel bleiben für den Ton leisen Wehens
Dir Raum geben

Offen für Weisung
Bereit zur Korrektur

Mit Dir als einzigem Fixsten das Leben feiern
Die Welt bunt anmalen
Gemeinschaftlich pilgern
Auf der Reise nachhaus

by DoSi 2005

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[Aus dem Netz gezogen] Haso über Ted

7. November 2006

Vielleicht hast Du schon von Ted Haggard gehört, dessen Fall gerade in den Medien breitgetreten wird. Auf vielen Blogs, die ich schätze ist er schon bedacht worden. Ich will mich dazu nicht wirklich äußern, Dir aber diesen Post von Haso ans Herz legen, der alle Informationen enthält, die richtigen Fragen stellt und in seinem Kommentar den Nagel auf den Kopf trifft.

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[Wegmarken] Fazit Pentateuch – Von Adam bis Josua

7. November 2006

Gott erschafft die Welt und stellt Adam und Eva als sein Bild in den Garten Eden, den sie bebauen und bewahren sollen. Dort begegnet er ihnen von Angesicht zu Angesicht. Im Urzustand also eine erfüllte Gemeinschaft der Menschen untereinander und mit Gott in Harmonie mit der Schöpfung. Verführt durch die Schlange übertreten Adam und Eva das Gebot Gottes, werden aus dem Garten verbannt und müssen die Konsequenzen tragen: Entfremdete Gemeinschaft, mühevolle Arbeit, Leiden und Tod. Weiterhin begegnet Gott einzelnen Menschen, aber die überwiegende Mehrheit lebt nach eigenem Gutdünken, so daß Gott die Flut schickt, welche allein die Familie des gerechten Noah überlebt. Gott verspricht, die Erde zu erhalten, doch wieder fällt die Mehrzahl der Menschen von ihm ab und geht ihren eigenen Weg. Nach der Sprachverwirrung infolge des Turmbaus zu Babel entwickeln einzelne Gruppen ihre eigene kulturelle Identität. Eine Familie greift Gott heraus: Mit Abraham und seinen Nachkommen schließt er einen Bund, verheißt, sie in ein eigenes Land zu bringen und zu einem gesegneten Volk zu machen, das zum Segen für alle Nationen werden soll. Über Isaak vererbt sich der Bund auf Jakob, dessen Familie unter seinem Sohn Joseph nach Ägypten zieht, sich dort vermehrt und in zwölf Stämme entwickelt. Unter einem neuen Pharao wird Israel unterdrückt und zum Sklavenvolk gemacht, bis Gott nach 400jähriger Gefangenschaft Mose erscheint, sich ihm offenbart und das Volk Israel mit starker Hand unter großen Wundern in die Freiheit führt. In der Wüste erhält Israel das Gesetz (die Weisung Gottes für ihr Leben, den Umgang miteinander und mit Gott), die Stiftshütte als Ort der Begegnung mit Gott, die Bundeslade als Zeichen seiner Gegenwart, das Opfersystem sowie Jahresfeste und Riten, welche die Identität des Volkes in Gott wie auch die Gemeinschaft untereinander und mit Gott beständig erneuern und vertiefen. Trotz wiederholter Rebellion führt Gott Israel durch Mose sicher durch die Wüste und erhält sie durch seine Versorgung. Nach 40 Extrajahren und einigen Schlachten kommen sie in der Jordanebene an, wo Mose dem Volk die Weisung Gottes nochmals wiederholt, den Bund Israels mit Gott erneuert und Josua als seinen Nachfolger einsetzt. Nach dem Tod Moses steht das Volk Gottes nun unter Führung Josuas vor dem Einzug ins Land Kanaan.

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[Aus dem Leben] Jenseits der Stille

6. November 2006

„Ein Film über das Leben, die Liebe und den Klang des Schnees“. Gestern Abend habe ich Jenseits der Stille gesehen. Eigentlich kein Geheimtip mehr, aber ich will es trotzdem erwähnen. Erzählt wird die Geschichte der kleinen Lara, die bei ihren gehörlosen Eltern aufwächst und eine glückliche Kindheit erlebt. Vater Martin fühlte sich immer ausgegrenzt, wenn seine Schwester Clarissa zur Klarinette griff und vorspielte. Eben diese Clarissa wird für Lara zum Vorbild, dem sie nacheifert und das Klarinettespielen anfängt. Ruhige Kameraführung, poetische Bilder und einfühlsame Musik untermalen den Weg Laras in eine Welt, in die ihre Eltern nicht folgen können. Erwachsenwerden, erste Liebe, große Gefühle und die alltägliche Dramatik gescheiterter Kommunikation sind die Themen dieses Films, der mich sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen hat.

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[Wegmarken] Fazit Deuteronomium

4. November 2006

Von Juli bis Oktober (dieser Post ist vorgeschrieben) hat mich das fünfte Buch Mose begleitet. Die Jordanebene im Gebiet Moabs gegenüber Jericho ist das Setting für die lange Ansprache Moses, welche den größten Teil des Dtn’s ausmacht. Er blickt zurück auf den Auszug aus Ägypten und die Wüstenwanderung, erinnert an die großen Taten Gottes sowie an die Liebe Gottes zu seinem Eigentumsvolk und schärft Israel ein, die Weisung (bessere Übersetzung als „das Gesetz“) Gottes zu befolgen. Gott wird sein Versprechen halten und Israel ins Land Kanaan führen. Als sein Eigentumsvolk soll Israel heilig leben, sich von den heidnischen Praktiken der anderen Nationen unterscheiden, Gottes Feste und Riten einhalten sowie Gott und dem Nächsten dienen. Letztlich steht Israel vor der Wahl zwischen Segen und Fluch. Halten sie die Weisung Gottes, so wird sein Segen auf ihnen sein und die sie umgebenden Völker werden voll Staunens sein. Mose kündigt aber bereits den kommenden Abfall Israels sowie das Exil als dessen Folge an, verweist auf ein kommendes Königtum sowie auch auf Jesus. Nach seiner Predigt übergibt Mose den Hirtenstab Israels an Josua, segnet die Stämme des Gottesvolkes und darf vom Berg Nebo aus einen Blick auf das verheißene Land werfen, bevor er dann stirbt.

Ein Buch, das ich sehr mag. Ich liebe die Beschreibung der Majestät Gottes und das Loblied auf die Torah. Wieder und wieder zieht sich refrainartig durch die Predigt Moses: „Haltet die Weisung Gottes, sie ist ein Geschenk“. Wieder und wieder die Warnung: „Fallt nicht ab, wie Eure Elterngeneration in der Wüste beständig abgefallen ist“. Die Warnung war umsonst. Israel ist abgefallen. Wieder und wieder und wieder. Lies doch mal die Könige-Bücher. Es ist ein Elend. Und dann kam, was kommen mußte: Das babylonische Exil. Aber Gott hat sich wieder über sein Volk erbarmt. Er hat sie nach Hause zurückgeholt. Er hat in Jesus einen neuen Bund geschlossen. Mit uns. Mit mir. In diesem Bund gilt die einfache Folge Gehorsam=Segen nicht mehr, die das ganze Deuteronomium durchzieht. Unsere Schuld ist vergeben. Wie auch immer geartete Trübsal gehört zur Jesus-Nachfolge. Dennoch ist das fünfte Buch Mose heute nicht überflüssig. Im Gegenteil: Staune über Gott, meditiere immer wieder über die Aussagen über Gott, z.B. über diese hier. Und studiere die Gebote die Gott gibt. Fang an einzudringen in das, was die Idee Gottes HINTER einer speziellen Anweisung war. Erkenne das Herz Gottes, erspüre seinen Willen, wie er sich damals offenbart hat und bitte um die Erkenntnis seines Willens heute. Denke der Geschichte Israels hinterher, den ausgestreckten Armen Gottes und dem Abfall seines Volkes. Und freu Dich an Jesus! Er hat den Bund gehalten, er hat das Gesetz erfüllt, er ist für uns zum Fluch geworden, damit wir den Segen ererben. „Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen“! (Deut 33,27a)

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Exiles (1) – Selbsterwählte Exilanten

4. November 2006

{Das ist der zweite Post zu Michael Frost’s Exiles: Living Missionally in a Post-Christian Culture. Den ersten findest Du hier.}

Frost wendet sich an Exilanten, Christen, die „mit der nagenden Spannung leben, weder in der Welt, noch in der Kirche, wie sie sie gekannt haben, zuhause zu sein.“ (3) Zunächst beschreibt er das Ende des „Christendom“, also derjenigen Epoche seit Konstantin, in welcher das Christentum offzielle Staatsreligion war, die Kultur entscheidend prägte und Menschen von Geburt an als Christen angesehen wurden (hallo Kindertaufe!). (Leider läßt sich „Christendom“ nicht ohne weiteres verdeutschen – „Christentum“ hat eine andere Nuance; hat jemand einen Vorschlag?)

Das Nettoergebnis der ganzen „Christendom“-Eoche war, daß sich das Christentum von einer dynamischen, revolutionären sozialen und geistlichen Bewegung in eine statische religiöse Institution verwandelte, begleitet von Strukturen, Priesterschaft und Sakramenten. (5)

Das „Christendom“ liegt allerdings in den letzten Zügen, womit sich Stuart Murray in seinem feinen Buch Post-Christendom: Church and Mission in a strange new world auseinandersetzt, über das ich sicher auch noch posten werde. Murray definiert unsere Zeit als Post-Christendom; das ist diejenige

Kultur, welche anbricht, während einerseits das christliche Glaubensgebäude in einer Gesellschaft an Stimmigkeit verliert, die von der christlichen Erzählung geprägt wurde, und andererseits die Institutionen, welche den christlichen Überzeugungen Ausdruck verleihen sollen, an Einfluß verlieren. (Murray, 6; zitiert bei Frost, 6)

Frost sieht das Ende des „Christendom“ nicht wie viele als Krise für die Gemeinde (vgl. Klage über rückläufige Kirchensteuern in der EKD), sondern vielmehr als Chance, wieder zu einer „radikalen, subversiven, mitfühlenden Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu“ (8) zu werden. Nun bringt er Walter Brueggemann ins Spiel, von dem ich nur das 1978 erschienene The Prophetic Imagination gelesen habe, das mich sehr berührt und angesprochen hat. Brueggemann sieht viele Parallelen zwischen der Erfahrung heutiger Christen und der Erfahrung der jüdischen Exilanten in Babylon, von der das Alte Testament berichtet. Frost zitiert hauptsächlich Cadences of Home von 1997. Wie die jüdischen Exilanten klagt die Kirche heute über das, was sie verloren hat, und fühlt sich gedemütigt. Um der Selbstbezogenheit zu entkommen und bewußt als Alternative zu den herrschenden Mächten zu leben, sind laut Brueggemann vorsätzliche Übungen notwendig, die Frost so zusammenfasst:

Exilanten werden zu ihren gefährlichen Erinnerungen zurückgeführt, indem sie an die Verheißungen Jesu und seine Agenda für das menschliche Zusammenleben zurückdenken. Exilanten sind bereit, eine Reihe gefährlicher Verheißungen auszuleben, die auf das Reich Gottes hindeuten und in Konflikt zu den Werten des herrschenden Imperiums stehen. Exilanten werden die Torheit dieses Imperiums verspotten, indem sie eine gefährliche Kritik dieser Gesellschaft laut werden lassen, einer Gesellschaft, die von Gier, Lust, Selbstsucht und Ungleichheit zerfressen ist. Und schlußendlich werden Exilanten gefährliche Lieder singen, die von einer unerwarteten Neuheit des Lebens sprechen. … Wie die alten Propheten werden die Exilanten denen das Leben schwer machen, die diesem post-christlichen Imperium dienen. (10)

Frost gliedert sein Buch in diese (oben fett unterlegten) Kategorien Brueggemanns. Gefährliche Erinnerungen dienen den Exilanten als Leitfaden, um sich in ihrer Situation zurechtzufinden. Für Frost sind das die Evangelien. Sie sind gefährlich für das Imperium, weil Jesus auf eine Art und Weise gelebt hat, die Konsumdenken, Gier, Selbstzentriertheit und Gewalt keinen Raum läßt. Unsere Auseinandersetzung mit dem Leben Jesu lädt uns zu einem alternativen Wertesystem jenseits der postchristlichen Gesellschaft ein. Frost illustriert die Bedeutung gemeinsamer Erinnerungen anhand der Ausführungen von Stanley Hauerwas in A Community of Character über die Kaninchen in Richard Adams‘ Roman Unten am Fuß und kommt zu dem Fazit:

Die christliche Erfahrung wird nicht primär von unserer Liturgie, Lehre oder Ekklesiologie bestimmt, so wichtig diese auch sein mögen. Wir werden geformt von den gefährlichen Geschichten unseres großen Helden. (13)

Als gefährlichsten Aspekt macht Frost die Inkarnation Jesu aus, die uns weder den Rückzug in ein heiliges christliches Ghetto gestattet, noch es uns erlaubt, die Werte der säkularen Kultur anzunehmen:

Wie Christus sind wir berufen, göttlich zu sein, aber es wird von uns erwartet, das in der Gegenwart ganz anderer Menschen auszuleben. Es gibt keinen gefährlicheren Weg, als den, den Jesus gegangen ist. (15)

Eine gefährliche Verheißung gewinnt dort Gestalt, wo einige wenige anfangen, von einem Machtwechsel zu träumen – von Gier und Selbstgerechtigkeit zu Liebe und Gerechtigkeit:

Die christliche Bewegung muß die lebendige Verheißung an die Gesellschaft sein, daß es möglich ist, die Werte Christi tatsächlich auszuleben. Darin wird sie die radikale, unbequeme Alternative zum Ungleichgewicht der Mächte im Imperium. (16)

Das Ausleben dieser Verheißung in der liebenden, dienenden, vergebenden und barmherzigen Gemeinschaft wird zur gefährlichen Kritik am Imperium führen, indem dessen falsche Götter und Ideologie entlarvt werden, so wie dies im babylonischen Exil z.B. durch Daniel geschehen ist.

Den einleitenden Abschnitt über gefährliches Liedgut beginnt Frost mit der Feststellung, dass die zeitgenössischen Anbetungslieder zu brav und sentimental sind, um als Triebfeder einer Revolution dienen zu können. Im Gegensart dazu zitiert er Gott, der durch Jesaja spricht:

Ich schwieg wohl eine lange Zeit, war still und hielt an mich. Nun aber will ich schreien wie eine Gebärende, ich will laut rufen und schreien. (Jes 42,16) … Warum kann unser gemeinsames Singen nicht eine Welt heraufbeschwören, in der die Armen zu essen bekommen und die an den Rand Gedrängten am Tisch des Herrn willkommen sind? Warum können wir nicht über die Welt singen, von der Jesus auf diesem Berg geträumt hat? … Ich will ein neues Lied hören, ein revolutionäres Lied, das in mir größeren Glauben an die neue Welt hervorruft, die Gott in uns entstehen läßt. Genauso will ich ein gesprochenes Wort in der Gemeindeversammlung (eine Predigt im Gottesdienst) hören, das Gefahr, Energie, Möglichkeit und Offenheit für Neues ausdrückt. (23f)

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (6) – Das Zeugnis über Mose

3. November 2006

„Er kannte Gott von Angesicht zu Angesicht. … Niemand tat Zeichen und Wunder wie Mose. … Niemals danach stand in Israel ein Prophet wie Mose auf.“

Hast Du die Sehnsucht, in eine ebensolche Beziehung zum Allmächtigen hineinzuwachsen wie Mose? Bist Du bereit, alle Deine Bilder und Vorstellungen von Gott immer wieder in Frage stellen und gegebenenfalls zerbrechen zu lassen, um die Größe, Majestät, Barmherzigkeit, Liebe und Herrlichkeit Gottes tiefer zu erkennen – IHN, der weiter und unfaßbarer ist, als es Deine Gedanken ertragen, als es Dir lieb sein kann?

Streckst Du Dich aus danach, die Herrlichkeit und das Wirken Gottes in Deinem Leben genauso zu erfahren wie Mose? Gibst Du Gott Raum, so an Dir und durch Dich zu handeln, wie ER das will (und Du oft nicht)?

Ein Prophet ist aufgestanden nach Mose – Jesus! In ihm wurde Gott Mensch, er hat die Herrlichkeit Gottes auf die Erde gebracht – oft überraschend anders als erwartet. Jesus ist herrlicher als Mose (Hebr 3,3). Was er sagt, das gilt (Apg 3,22). Bist Du bereit und gewillt, Dein Leben jeden Tag neu in den Dienst Jesu zu stellen, ihn tiefer kennenzulernen und seinen Willen umfassender zu tun?

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Exiles – Einführung

3. November 2006

Selten habe ich mich so sehr auf das Lesen eines Buches gefreut wie auf Exiles: Living Missionally in a Post-Christian Culture von Michael Frost, das nun Anlass und Gegenstand einer kleinen Serie werden wird. Mike ist CoAutor des formidablen The Shaping of Things to Come, das nicht nur für mich zu einem der wichtigsten Bücher der letzten Jahre geworden ist. Darüberhinaus hat mich ein MP3-Teaching von „Frosty“ sehr inspiriert; leider finde ich die URL nicht mehr und habe das Teil schon geköscht. Egal – als ich vor ein paar Monaten auf einem US-Blog ein Vorab-Review gelesen habe (auch da weiß ich die URL nicht mehr – Scot MckKnight hatte den in einer seiner Weekly Meanderings verlinkt) hab ich das gute Stück sofort vorbestellt. Nun steht es schon seit ein paar Wochen bei mir rum und lächelt mich an. Ich hatte nur das Inhaltsverzeichnis überflogen und ein bißchen drin rumgeblättert, als das Kribbeln anfing. Dieses „Oh, ich glaube das Buch paßt, da finde ich nicht nur einige meiner momentanen Fragen gestellt, sondern evtl. auch einige Antworten von jemandem der ein paar Schritte voraus ist und weitergedacht hat“-Kribbeln. Kennst Du das? Ich liebe dieses Kribbeln 8) Tja leider war in der Zwischenzeit manches andere zu lesen, so dass ich jetzt erst dazukomme, mir Exiles genauer anzuschauen. In der Zwischenzeit hat Jonny Baker ein kurzes Review geschrieben und auch TSK will im November nachziehen. Da will ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.

Frost betont im Vorwort, dass es ihm nicht darum geht, herkömmlichen Gemeinden eins überzuziehen. Ein kurzes Zitat zum Eingang:

„Offen gesagt geht es mir wie einer Menge Menschen, die sich im gefühlten Exil außerhalb – oder schlimmer noch: innerhalb – der traditionellen Gemeinden befinden. … Trotzdem ist es weder hilfreich noch wahrhaft angebracht für ein Teil des Leibes Christi, andere Teile als schadhaft zu bezeichnen und sich hinter eine Mauer der Selbstgerechtigkeit zurückzuziehen. Als ein Glied des Leibes Christi, der ich diesen Leib liebe, hege ich die Hoffnung, dass ich in diesem Buch mit der ganzen Kirche ins Gespräch kommen und zu ihrer Auferbauung beitragen werde.“ (S. IX)

Ein rechtes Motiv, das ich gerne teilen möchte.

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (5) – Das Zeugnis über Josua

2. November 2006

„Josua war voll des Geistes der Weisheit, weil Mose seine Hände auf ihn gelegt hatte; die Israeliten gehorchten ihm, wie es der Herr Mose geboten hatte.“

Wow, welch eine Aussage – voll des Geistes der Weisheit. Ist das auch das Zeugnis über uns? Wohnt der Geist der Weisheit Gottes auch in uns? Ist das für andere Menschen wahrnehmbar? Aber sind wir auch bereit, anderen die Hände aufzulegen, sie zu segnen für ihren Auftrag? Oder sehen wir sie als Konkurrenz an? Sind wir bereit und willens, anderen zu folgen, die Gott über uns gesetzt hat, auch wenn uns ein solcher Gedanke nicht schmecken mag?

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (4) – Die Kraft Moses

2. November 2006

„Mose war 120 Jahre alt, als er starb; sein Augenlicht war nicht getrübt und seine Kraft war nicht verfallen.“

Es gibt keinen Ruhestand im Dienst Gottes. Das Aufgabengebiet mag sich ändern, aber wenn Gott seine Hand auf unser Leben gelegt hat, dann gilt das bis zum Ende. Ich möchte mein Leben mit dieser Langzeitperspektive leben und nicht nur auf die Gegenwart sehen.

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