Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

Archiv für September, 2006

[Wegmarken] Deuteronomium 30 (1) – Die Hoffnung stirbt zuletzt

30. September 2006

In den vorherigen Kapiteln wurden die Konsequenzen eines möglichen Abfalles Israels von Gott geschildert. Nun wendet sich Mose diesem Fall zu: Sollten die genannten Flüche auf Israel kommen, das Volk in Unglück und Exil gestürzt werden, dann gibt es dennoch immer noch Hoffnung. Sollte Israel im Exil zu Gott zurückkehren, sein Gebot halten und ihm gehorchen, dann wird Gott sich über sie erbarmen, sie in ihr Land zurückbringen und neu erblühen lassen. Gott wird ihr Herz beschneiden, damit sie ihn von ganzem Herzen lieben werden, die Flüche, welche Israel getroffen haben, werden auf ihre Feinde kommen, Israel wird Gott gehorchen und er wird sie wieder gedeihen lassen.

Was aussieht wie das Ende, ist nicht das Ende. Bei Gott ist immer noch Hoffnung, leuchtet immer noch eine zweite Chance. Nach der Hungersnot in Kanaan kam die Versorgung in Ägypten, nach der Knechtschaft der Auszug, nach der Wüstenzeit die Landnahme, nach dem Exil der Wiederaufbau. Wenn die Nacht am Dunkelsten ist, ist der Morgen nicht fern. Gute Nachricht für jeden von uns: Wenn wir uns in uns selbst verrannt haben, wenn alles in einer Sackgasse zu enden scheint, ist immer noch Hoffnung. Bedingung: Umkehr zu Gott. Ihm gehorchen. Sich seiner Herrschaft unterstellen. Das klingt hart. Ist aber das Beste, was uns passieren kann.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 29 – Den erkannten Willen Gottes tun

29. September 2006

Mit der Darlegung des Segens, unter den Israel bei Gehorsam gegenüber Gott kommen wird, und des Fluches, den möglicher Ungehorsam nach sich ziehen wird, in Kapitel 28 ist die Weisung Gottes („das Gesetz“) komplett. Mose ruft daraufhin das Volk ein neues Mal zusammen, erinnert sie an das, was Gott seit dem Auszug aus Ägypten an ihnen getan hat – Zeichen, Wunder, Siege in der Schlacht etc. – und ermahnt sie, der Weisung Gottes zu folgen und ihm zu gehorchen. Mose ruft Israel zu einer Erneuerung des Bundes mit Gott auf, warnt sie vor dem Abfall und schildert dessen mögliche schreckliche Konsequenzen, wie sie auch schon in den vorherigen Kapiteln deutlich wurden. Das Kapitel schließt mit dem Satz: „Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.“

  • Zur Erneuerung des Bundes mit Gott habe ich ja schon das eine oder andere geschrieben, dennoch will ich das nicht lassen. Heute erinnere ich mich an eine Aussage von C.S. Lewis, die ich bei Foster’s Das Fest der Hingabe gelesen habe und die ursprünglich aus Mere Christianity stammt, welches ich gerade lese, aber die Stelle noch nicht erreicht habe – Lewis schreibt jedenfalls, dass wir uns jeden Morgen als erstes neu die Frage stellen sollen, was unser „natürliches Selbst“ heute denn so gerne hätte, und was eigentlich der Wille Gottes sei. Also: Worauf habe ich heute Bock? und: Gott, was willst Du heute? Und dann geht es zur Entscheidung. Eine Herausforderung, ja. Aber eine lohnenswerte, meine ich. Bundeserneuerung in die Tat umgesetzt.
  • Mein zweiter Gedanke schließt sich hieran und nimmt den oben genannten letzten Vers des Kapitels auf. Nein, ich muß weder alles wissen noch verstehen, auch wenn ich mich nach mehr Erkenntnis sehne. Dieser Vers verdeutlicht: Manches bleibt uns verborgen. Und es hat uns in letzter Konsequenz auch nicht unbedingt immer zu interessieren. Viel wichtiger: „Was offenbart ist, das gilt uns, dass wir alle Worte dieses Gesetzes tun.“ Nein, ich muß mir nicht anderer Leute Köpfe zerbrechen und über jede nur erdenkliche Theorie diskutieren. Entscheidend ist nicht das Wissen, sondern die Praxis. Und wenn ich nur das umsetze, was Gott mir klar und deutlich als seinen Willen gezeigt hat, dann habe ich mehr als genug zu tun.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 27. September

28. September 2006

Einen Tag verspätet kommen die Zeilen, die George MacDonald in seinem Diary Of An Old Soul zum 27.09. anbietet. Sie schließen direkt an das vorgestern Gepostete an. Nebenbei bemerkt dieses Büchlein zu jedem Tag des Jahres einen poetisch-philosophisch-gebetsmäßig formulierten Text in diesem Stil an. Lädt zum meditativen Nachdenken ein und erfreut mich jeden Tag aufs Neue. Hier also der gestrige Text:

On, eager, hungry, busy-seeing child,
Rise up, turn round, run in, run up the stair.
Far in a chamber from rude noise exiled,
Thy father sits, pondering how thou dost fare.
The mighty man will clasp thee to his breast:
Will kiss thee, stroke the tangles off thy hair,
And lap thee warm in fold on fold of lovely rest.

Erinnert mich an einen meiner liebsten Bibelverse – Zephanja 3,17:

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Aus dem Leben] Wake-Up Kino – Klick

28. September 2006

Hab mir heute das Vergnügen gegönnt, um 4:30 Uhr aufzustehen und mit lieben Menschen den Ufa-Palast (fragwürdiger Name, nebenbei) in Stuttgart zu besuchen, wo der Lokalsender big.fm (nicht verlinkt, da nicht mein Sender – Eins gehört gehört!) nach einigen Jahren Auszeit wieder mal „Wake-Up Kino“ veranstaltete. Soll heißen: Für faire drei Euro Eintritt (in der guten alten Zeit war’s noch kostenlos) gibt’s um 6:00 Uhr Kaffee, Croissants und Brezeln satt, dazu Adam Sandler’s Klick. Feine Sache das, wenn mir auch der mangelnde Schlaf ein bißchen den Tag verhagelt.

Zum Film: Nicht der Oberhammer, von den aktuellen Filmen ist Cars lustiger (wie auch schon Marlin bemerkt hat – unübertroffen: die deutsche Synchronstimme von Liugi, der Sprecher hat mich weggeblasen, bin halt doch ein kleiner Italiener…), wer „50 erste Dates“ und „30 über Nacht“ kennt, kann sich vorstellen, wie Klick funktioniert. Eine Universalfernbedienung soll das Leben des Architekten Michael Newman leichter machen; von der Lautstärke des bellenden Hundes bis zur Geschwindigkeit der um ihn herum geschehenden Vorgänge läßt sich alles kontrollieren. Ungeduldig wie er ist, überspringt Newman dabei für ihn langweilige Ereignisse wie das Auskurieren einer Krankheit, ein Abendessen mit seinen Eltern, Staus, das Warten auf die nächste Beförderung etc. Eines Tages macht sich die Fernbedienung selbständig und überspringt alle Ereignisse, die denjenigen Ähneln, die in der Vergangenheit übersprungen wurden. So werden mehrmals einige Jahre übersprungen und Newman’s Leben entwickelt sich in eine Richtung, die ihm gar nicht gefällt. Leider kann er nichts ändern und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Kurz vor seinem Tod schaut er reumütig zurück auf alle falsch getroffenen Entscheidungen… Ein netter kleiner Film, der wieder einmal dazu anregt, über eigene Werte und Prinzipien nachzudenken. Achja – und dann ist da noch etwas in mir, was sich diebisch freut, wenn David Hasselhoff geohrfeigt bzw. angefurzt wird 😉

Abgelegt unter Aus dem Leben | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 26. September

26. September 2006


I see a little child whose eager hands
Search the thick stream that drains the crowded street
For possible things hid in its current slow.
Near by, behind him, a great palace stands,
where kings might welcome nobles to their feet.
Soft sounds, sweet scents, fair sights there only go –
There the child’s father lives but the child does not know.

Quelle: George D. MacDonald, Diary Of An Old Soul.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 28 – Segen oder Fluch?

26. September 2006

Dieses Kapitel schließt nun wirklich die Predigt Moses ab. Die Weisung Gottes wurde dargelegt, das Volk zu ihrem Befolgen aufgerufen, praktische Aspekte erläutert und „Motivationshilfen“ gegeben. Nun folgt die Darlegung der Konsequenz des Handelns des Volkes. Zwei Wege stehen offen, Israel hat die Wahl zwischen Segen und Fluch:

  • Halten sie den Bund Gottes und leben sie nach seiner Weisung, so wird Gott sie über alle Nationen erheben und reich segnen – Fruchtbarkeit, überreiche Ernte, Schlachtenglück – Reichtum jeglicher Hinsicht steht ihnen bevor und jedermann wird erkennen, dass es sich hierbei um das Volk Gottes handelt.
  • Hält Israel den Bund Gottes nicht, gehorcht ihm nicht und lebt nicht nach seiner Weisung, dann werden sie unter den Fluch kommen – Hungersnöte, Unglück, Seuchen, Krankheit, Plagen, Niederlagen im Krieg, Hilflosigkeit, Zerstörung, Ausbeutung, Knechtschaft, Exil – sie werden keine Ruhe haben und in beständiger Angst leben, ein Zeichen des Schreckens für alle Nationen sein.

Meine Gedanken:

  • Jeder hiergenannte Aspekt von Segen und Fluch bezieht sich auf das Leben in dieser Welt – Gott hat Masse und Materie erschaffen und ein Interesse daran; das Leben-mit-Gott spielt sich auf Erden ab und nimmt das irdische Leben ernst – eine Fokussierung auf das Jenseits findet sich an dieser Stelle vergebens…
  • An dieser Stelle scheint die Aussage klar: Wer Gott folgt, wird gesegnet. An anderer Stelle wird dies in Frage (z.B. Hiob) bzw. die Gegenfrage gestellt („Warum geht es den Gottlosen so gut?“, z.B. Ps 73), im Neuen Testament wird dann Verfolgung und Bedrängnis als etwas für Nachfolger Christi Gewöhnliches angesehen – ein ziemlicher Schwenk innerhalb der Heiligen Schrift, sollte meinen, wer außer Acht läßt, dass es sich hierbei um Israel als ganze Nation handelt und nicht um das Glaubensprogramm eines Individuums. Darum: Teil des Bundes Gottes mit der Nation Israel, nicht 1:1 übertragbar auf Dich heute.

Ausführliche Gedanken hierzu finden sich in meinem Post über das Parallelkapitel Levitikus 26 – Leben im Segen? – Alter und neuer Bund.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 27 (3) – Zwölf Flüche

25. September 2006

Ebenfalls gleich nach dem Betreten des verheißenen Landes sollen die Leviten zwölf Flüche ausrufen, auf die das Volk mit Amen zu antworten hat. Verflucht sei…

  • wer heimlich ein Götzenbild aufstellt
  • wer Vater und Mutter verunehrt
  • wer einen Grenzstein versetzt
  • wer einen Blinden irreführt
  • wer Fremdling, Witwe oder Waise um dessen/deren Gerechtigkeit bringt
  • wer mit der Frau seines Vaters schläft
  • wer mit einem Tier schläft
  • wer mit seiner Schwester schläft
  • wer mit seiner Schwiegermutter schläft
  • wer heimlich jemanden niederschlägt
  • wer für das Vergießen unschuldigen Blutes Geld nimmt
  • wer den Worten des Gesetzes Gottes nicht gehorcht

So schließt also das letzte Vergehen die elf anderen in sich ein; auffallend hierbei: vier sexuelle Vergehungen nehmen den meisten Raum ein, die Schöpfungsordnung scheint Gott also wichtig zu sein… Wer das Gesetz hält, ist sowieso auf der sicheren Seite, Jesu Handelsmaxime: „Alles, was ihr wollt, dass Euch die Leute tun, so tut ihr ihnen auch!“ bleibt die beste Richtschnur.

Durch das Ausrufen dieser Flüche wird die Hingabe des Volkes an Gott nochmals unterstrichen wie auch die Konsequenzen eines eventuellen Abfalles verdeutlicht.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 27 (2) – Bundeserneuerung

24. September 2006

Mose und die Ältesten Israels betonen: Heute sind wir Gottes Volk geworden. Dabei handelt es sich um eine Erneuerung des Bundes, den Gott (einseitig) mit Abraham, Isaak und Jakob, später dann mit Israel am Sinai geschlossen und der von den Israeliten am Sinai und eben hier auf den Gefilden Moabs jeweils bestätigt worden war. Israel erneuert also seine Hingabe an Gott – kennst auch Du Zeichen der Erneuerung Deiner Beziehung zu Gott? Zwar gibt es Menschen, die sich beinahe jede Woche neu und jetzt richtig und eigentlich auch zum ersten Mal bekehren 😉 , das sollte aber nicht unbedingt die Regel sein… Dennoch ist es mir wichtig geworden, von Zeit zu Zeit meine Hingabe Gott gegenüber neu auszudrücken, z.B. am Jahreswechsel oder Geburtstag etc. Meine Entwicklung schreitet fort, mein Leben verändert sich und soll in seiner jeweils neuen Gestalt unter der Herrschaft Gottes stehen. Je nach Abendmahlsverständnis ließe sich auch jede Teilhabe am Tisch des Herrn als Neu-Infektion mit dem göttlichen Leben betrachen – das ist ein überaus willkommenes Virus…

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus meinem Kopf] Ein Herz für Bücher

24. September 2006

Was vor einer Weile auf englischsprachigen Blogs begann, hat nun auch unsere kleine Welt erreicht, [depone] hat mich getaggt, und so findest Du hier:

[1] Ein Buch, das mein Leben verändert hat:
Jesaja.

[2] Ein Buch, das ich mehr als einmal gelesen habe:
„Der Herr der Ringe“-Trilogie.

[3] Ein Buch, das ich auf einer einsamen Insel gern bei mir hätte:
Die Bibel (Luther 84)

[4] Ein Buch, das mich zum Lachen gebracht hat:
Garfield. Immer wieder neu.

[5] Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat:
Als Kind habe ich regelmäßig am Ende von „Robin Hood“ und „Winnetou III“ geweint, letztes Jahr in einem Anflug von Sentimentalität für ca. 1€ „Das fliegende Klassenzimmer“ bei boolooker erstanden und während des Lesens geweint.

[6] Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:
Kleopas & Anonymus: „Die Unterhaltung mit dem Herrn auf dem Weg nach Emmaus“

[7] Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:
Eigentlich hätte ich ja „Wir wollen nur Deine Seele“ nennen müssen, aber das hat toby schon getan. Ein anderes Buch zu nennen, das mir vorschwebt, brächte mich evtl. in Lebensgefahr. Also wähle ich Hitlers „Mein Kampf“.

[8] Ein Buch, das ich gerade lese:
Findest Du in meiner Sidebar, was ich aber als das wertvollste Buch gerade erlebe ist Steve Turner’s „The Man Called Cash“.

[9] Ein Buch, das ich schon immer mal lesen wollte:
Tja, das ist ne gute Frage, da fällt mir spontan eigentlich nur der K*ran ein. Oh, und Bonhoeffers „Ethik“-Fragmente.
[10] Ich lade diese fünf Blogger ein, mitzumachen:
Herzton, Mike, Bernd, Blacksheeprescue, Sam

Abgelegt unter Aus meinem Kopf | 1 Kommentar »

[Bedenkenswert] Leben-mit-Gott ist wie HeiligAbend

22. September 2006

Bin während eines Gesprächs mit Lea bei Live2Gether (auch schon ne Weile her…) zu folgenden Gedanken inspiriert worden, die ich Dir nicht vorenthalten will.

Einige Menschen in meinem Umfeld durchleben in ihrer Beziehung zu Gott gerade eine Wüstenphase – Gott ist nicht mehr so zu spüren wie ehedem, der Alltag ist grau geworden, das Feuer ist weg. Da Krisen immer Chancen sind, will ich mit ihnen vom Übergang in eine neue Phase träumen. Und dabei das Leben-mit-Gott mit Weihnachten, speziell Heiligabend vergleichen.

Denke ich an meine Teenie-Zeit, dann war meine Gottesbeziehung stark erlebnisfixiert, „Gott spüren“ im Lobpreis, „Gott hören“ während der „Stillen Zeit“, ja vor allem „Zeit mit Gott verbringen“ – darauf kam es mir an, das war wichtig. Natürlich war Gott ja immer irgendwie „da“, irgendwie gegenwärtig, aber wenn ich „Zeit mit ihm verbrachte“, dann schien er irgendwie mehr „da“. Und der Gipfel waren Erlebnisse während Anbetungszeiten – Gottes Gegenwart körperlich spüren, das war während der Zeit des Toronto-Segens das Wichtigste für mich, die Bonbons, der Killer.

Nun drängt sich mir der Vergleich mit Heiligabend auf: Als Kind waren nur die Geschenke wichtig, der Rest war Nebensache. Ganz wichtig: Endlich auspacken! Und sich freuen! Familie, Essen, Lieder – naja, das gehörte eben dazu. Heute bietet sich ein anderes Bild. Heiligabend ist ein ganzes Erlebnis für mich geworden. Anlegen der „Festtagskleidung“, knirschender Schnee unter den Schuhen auf dem Weg zur Kirche, Lieder wie „Fröhlich soll mein Herze springen“, „Ich steh an Deiner Krippen hier“ oder „Tochter Zion“, das Hören auf die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2, meditatives Staunen über Gott als Kind in der Krippe, gemeinsames Singen von „Oh Du fröhliche“ bei gelöschtem Licht, leuchtendem Christbaum, Pauken und Trompeten, gegenseitige Segenswünsche nach dem Gottesdienst, Essen im Familienkreis, Entzünden der Kerzen am Christbaum, Singen, nächtlicher Spaziergang zum CVJM-Heim, Glühweintrinken mit der Schoßhocker-Crew – das ist Heiligabend für mich geworden. Und die Geschenke? Keine Ahnung, die werden meist erst am 2. Weihnachtstag geöffnet. Sie sind nebensächlich geworden. Der ganze Abend ist ein einziges, ganzes, rundes Erlebnis, alles ist Heiligabend.

So ist das Leben-mit-Gott. Plötzlich ist es ein einziges, ganzes, rundes Erlebnis geworden. Ist das ganze Leben von Gott durchweht, – ob jobben im Büro, DVD sehen, Bibel lesen, feiern, leiden, bewußtes Beten etc. – es ist Gottes sanfte Gegenwart, die alles erfüllt, die in allem steckt, die ihn überall finden läßt. Und die Erlebnisse, die Berührungen? Sie sind nebensächlich geworden, aber immer noch hochwillkommen.

Der Übergang von der Erlebnisphase zur Gottes-Gegenwart-überall-wahrnehm-Phase war nicht einfach. Hat sich aber gelohnt.

Abgelegt unter Bedenkenswert | 2 Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 27 (1) – Zeichen am Weg

22. September 2006

Beim Betreten des verheißenen Landes sollen die Israeliten auf zwölf Steinen die Worte des Gesetzes Gottes aufschreiben und diese zusammen mit einem Altar aus zwölf unbehauenen Steinen auf dem Berg Ebal aufstellen, Dankopfer darbringen und eine Feier halten. Dabei steht die Einnahme des Landes noch aus – viele Schlachten gegen die Kanaaniter sind noch zu schlagen -, aber das Etappenziel wird gefeiert, das neue Land wird Gott geweiht und unter der Anrufung Gottes betreten. Altar und Steintafeln dienen als Erinnerung und Mahnmal, auf dem Weg Gottes zu gehen. Wie betrittst Du ein neues Jahr/einen neuen Lebensabschnitt? Welche „Altäre“ oder „Steinmale“ stellst Du auf, um Dich an Gottes Gegenwart, Wirken und Deine Hingabe ihm gegenüber zu erinnern?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 26 (2) – Angekommen in verheißenem Land

21. September 2006

Wenn im dritten Jahr nach der Einnahme des Landes Kanaan die Israeliten alle Zehnten an die rechtmäßigen Adressaten gebracht wurden und somit auch Leviten, Fremdlinge, Witwen und Waisen zu essen haben, sollen die Israeliten proklamieren, dass sie Gottes Gebote gehalten haben und nun um seinen Segen bitten. Damit soll dann der Prozeß der Landnahme abgeschlossen und demonstriert werden, dass die Israeliten alles getan haben, was von Gott vorgeschrieben war. Können wir ähnliche Riten entwickeln – etwa nach Beginn eines neuen Lebensabschnittes oder eines neuen Jahres?

Damit kommt Mose dann auch zum Schluß seiner Predigt und bekräftigt: Gott will Israels Gott sein, sein Volk soll mit ihm gehen und an ihm festhalten. Gilt auch heute noch…

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 26 (1) – Greifbarer Dank

20. September 2006

Mose biegt in seiner langen Predigt langsam auf die Zielgerade ein. Es folgen einige Anweisungen, wie die Israeliten vorzugehen haben, wenn sie in Kanaan angekommen sind, um sich und das Land Gott zu weihen. Zunächst sollen sie die Erstlingsfrüchte ihrer neuen Ernte zum von Gott erwählten Platz bringen, dem Priester geben und erklären, dass sie ins verheißene Land gekommen sind, weil Gott sie geführt und Großes an ihnen getan hat. Das Handeln Gottes von Abraham bis zur Landnahme soll kurz proklamiert werden. Eine Feier schließt sich an. Auf diese Weise wird der Dank des Volkes praktisch, das Darbringen der Erstlingsfrucht macht die Dankbarkeit plastisch, sie bekommt Hand und Fuß. An den Früchten wird erkannt und deutlich gemacht: Gott hat sein Versprechen gehalten, das er vor langer Zeit gegeben hat, er hat sein Volk sicher geführt, Zeichen und Wunder getan, aus dem unsteten Wanderer Abram hat er ein großes Volk gemacht, aus Sklaverei ist Freiheit geworden, aus Fremdlingschaft Heimat. Welch ein Bild auch für das, was Gott durch Christus an uns getan hat! Welche Ideen hast Du, Deinen Dank Gott gegenüber greifbar werden zu lassen, die Zeichen seiner Liebe zu feiern? Welche „Erstlingsfrucht“ kannst Du ihm schenken?

Gleichzeitig: Noch lagert das Volk auf den Gefilden Moabs. Jenseits des Jordans können sie das verheißene Land sehen, um das ihre Hoffnungen kreisen. Noch ist es von fremden und starken Nationen bevölkert, zum Teil Riesen. Und trotzdem wird schon über die Gott zu erweisende Dankbarkeit für die Eroberung des Landes und das Einbringen der Ernte nachgedacht – eigentlich Wahnsinn, aber das ist Glaube…

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 25 (2) – Verschiedenes

19. September 2006

  • Wer vor Gericht schuldig gesprochen wird, darf nicht mehr als 40 Hiebe bekommen, da er sonst erniedrigt bzw. gedemütigt wird (Hinweis: Da ein peinlich genaues Einhalten der Gesetze in Mode kam, pflegte man maximal 39 Hiebe zu verabreichen, um nicht etwa durch ein mögliches Verzählen das Gebot zu übertreten. Darum spricht Paulus davon, er habe mehrmals „40 Hiebe weniger einen“ bekommen, vgl. 2Kor 11,24)
  • Einem Ochsen soll während des Dreschens das Maul nicht verbunden werden. Auch das Arbeitstier soll den ihm zufallenden Anteil erhalten. Dieser Satz bildete später die Grundlage dafür, dass vollzeitlicher Einsatz in der christlichen Gemeinde den Apostel, Evangelisten, Ältesten, Lehrer etc. ernähren sollte (vgl. 1Kor 9,9 und 1Tim  5,18).
  • Einer Frau welche ihrem Mann in einem Gerangel dadurch beisteht, dass sie seinen Kontrahenten bei „seiner Scham“ ergreift, sollen die Hände abgehackt werden. Der Schutz des Lebens und der Würde des Mannes spricht aus dieser Weisung.
  • Ein jeder Israelit soll nur ein (Standard-)Maß und ein (Norm-)Gewicht haben. Diese Weisung garantiert ein ehrliches Wirtschaftsleben. Wie müßte das in unserer Zeit aussehen?
  • Gott hält Israel durch Mose an, nicht zu vergessen, was Amalek in der Wüste an ihnen getan hat, sondern sich an ihnen zu rächen: Sobald das Volk nach dem Einnehmen Kanaans Ruhe vor seinen Feinden haben wird, soll Amalek ausgetilgt werden. Manchmal gibt es eben keine Gnade…

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 25 (1) – Leviratsehe

18. September 2006

Da wir nun schon bei den Bestimmungen zur Ehe sind: Wenn ein Mann ohne Sohn stirbt, soll sein Bruder die Witwe heiraten. Der erste Sohn aus dieser Verbindung gilt als Erbe des Verstorbenen. Sinn der Sache: Sein Name lebt weiter in Israel, das Erbland bleibt im Familienbesitz und die schutzbedürftige Witwe ist ihrer Versorgung sicher. Will sich der Bruder des Verstorbenen seiner Verantwortung entziehen, muß er das öffentlich erklären und wird dadurch gedemütigt.

Hier muß der Nächstverwandte durchaus ein Opfer bringen. Soziales Engagement – Einstehen für die Schwachen, das Kümmern um die Bedürftigen –  hört nicht bei unterschriebenen Petitionen, regelmäßig überwiesenen Geldbeträgen etc. auf, sondern kann uns buchstäblich die eigene Lebensvision kosten. Sind wir bereit dazu?

Die Leviratsehe an anderen Stellen der Bibel: Boas heiratet Rut, indem er diese Bestimmung befolgt und der ihr näher Verwandte zurücktritt (Rut). Die Sadduzäer wollen Jesus hinter’s Licht führen und fragen ihn, mit wem eine Frau in der Auferstehung zusammen sein wird, wenn sie auf der Erde schon mit sieben Brüdern verheiratet war (Mt 22). 

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] 15 Jahre Jesus Freaks

17. September 2006

Eine gute Nachricht! Martin.D freut sich über 15 Jahre Jesus Freaks und berichtet von ihren Anfängen. Eine Bewegung, der ich nicht angehöre, mit der ich mich aber im Herzen verbunden fühle, mit der ich mich freue und leide, die Teil von Gottes Herzen ist, die mich inspiriert und hinterfrägt, motiviert, herausfordert und meinen Horizont erweitert. Herzlichen Glückwunsch, Jesus Freaks! Ich bin gespannt, wie es mit Euch weitergeht…

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | 1 Kommentar »

[Wegmarken] Deuteronomium 24 (3) – Schutz der Schwachen

17. September 2006

Es ist ein besonderes Merkmal des mosaischen Gesetzes, dass der Schutz der Schwachen immer wieder besonders betont wird. Dieses Kapitel verbietet:

  • das Nehmen von Mahlsteinen als Pfand
  • die eigenmächtige Auswahl dessen, was als Pfand genommen wird
  • den Mantel eines Armen als Pfand über Nacht zu behalten
  • einen Fremden oder eine Waise um ihr Recht zu betrügen
  • das Gewand einer Witwe als Pfand zu nehmen

Geboten wird:

  • das tägliche Auszahlen ihres Lohnes an Arme und Bedürftige
  • beim Einbringen der Ernte von Getreidefeld, Olivenbaum und Weinberg einen Rest für Bedürftige übrig zu lassen

Schwache und Bedürftige stehen unter dem besonderen Schutz Gottes. (Dies immer wieder hervorzuheben ist das positive Anliegen der Befreiungstheologie.) Explizit erwähnt werden im AT immer wieder „Fremdlinge, Witwen und Waisen“. Dieses Kapitel plädiert für einen menschenwürdigen Umgang mit Bedürftigen, wie aus den aufgelisteten Vorschriften deutlich wird. Hier wird schon der Grundsatz Jesu deutlich: „Alles, was Ihr wollt, dass Euch die Leute tun sollen, das tut Ihr ihnen auch!“ Was bedeutet das für heute? Wer ist heute am Rande der Gesellschaft? Obdachlose? HIV-Positive? Außenseiter? Pädophile? Uncoole? Anders gekleidete? Und wie ist das mit der Weltgesellschaft? Mit den „Dritt-Welt-“ Ländern? Gott ist nicht immer automatisch auf der Seite der Schwachen nur um ihrer Schwachheit willen, aber er trägt uns auf, sie nicht nur im Blick zu behalten, sondern aktiv für sie da zu sein. Wie geschieht das? Was würdest Du Dir wünschen, wenn Du in Ihrer Situation wärst? Und – wenn Du in Ihrer Situation bist – was wünschst Du Dir von „den anderen“?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] Gott kann warten – wie lange noch?

14. September 2006

Wolfgang Simson formuliert das erste Kapitel des Propheten Haggai für heute um. Lies es!

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 24 (2) – Verschiedenes

13. September 2006

Wer geheiratet hat, braucht ein Jahr lang nicht mit in den Krieg zu ziehen. Stattdessen darf er sich an seiner Ehe freuen und der jungen Verbindung Zeit zum Wachsen geben. Abgesehen davon ist für den Sieg in der Schlacht sowieso nicht die Stärke der Armee Israels, sondern der Beistand Gottes entscheidend. Ein Prinzip, das gerne in die Details unseres Lebens hinuntergebrochen werden darf…

Wer einen anderen Israeliten entführt und gefangen hält oder als Sklaven verkauft, hat sein Leben verwirkt.

Kinder müssen nicht für das Verbrechen ihrer Eltern sterben und Eltern nicht für das Vergehen ihrer Kinder. Diese Aussage scheint sich wohl auf irdisch-menschliche Rechtssprechung zu beziehen, da Gott es sich vorbehalten hat, die Kinder von Sündern mehrere Generationen lang zu bestrafen und die Nachkommen von Gerechten über tausend Generationen zu segnen. Wie gut, dass durch den Neuen Bund im Tod Christi der Fluch von uns genommen ist!

Abgelegt unter Wegmarken | 2 Kommentare »

[Wegmarken] Deuteronomium 24 (1) – Ehe, Scheidung, Wiederheirat

12. September 2006

Wer etwas an seiner Frau entdeckt, das ihm mißfällt, kann sich von ihr trennen, indem er ihr einen Scheidebrief schreibt. Heiratet diese Frau einen anderen Mann und dieser scheidet sich ebenfalls von ihr oder stirbt, kann sich ihr erster Mann nicht mehr mit ihr verheiraten, wenn sie schon mit ihrem zweiten Mann geschlafen hat. Das wäre vor Gott ein Greuel und brächte Schuld auf das Land. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil der Geschlechtsverkehr mit dem zweiten Mann bereits ein Brechen der Ehe bedeutet (vgl. Mt 19,9)? Jedenfalls spricht Jesus ganz anders über Scheidung als Mose (vgl. Mt 19,1-12): Scheidung ist nur gestattet aufgrund von Ehebruch, nicht mehr nur deswegen, weil der Mann an seiner Frau etwas auszusetzen hatte. Manche Rabbinen nannten als hinreichenden Grund für eine Scheidung ein verbranntes Essen oder das Sehen einer schöneren Frau. Diesem Unsinn hat Jesus ein Ende bereitet.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »