[Wegmarken] Deuteronomium 30 (1) – Die Hoffnung stirbt zuletzt
30. September 2006
In den vorherigen Kapiteln wurden die Konsequenzen eines möglichen Abfalles Israels von Gott geschildert. Nun wendet sich Mose diesem Fall zu: Sollten die genannten Flüche auf Israel kommen, das Volk in Unglück und Exil gestürzt werden, dann gibt es dennoch immer noch Hoffnung. Sollte Israel im Exil zu Gott zurückkehren, sein Gebot halten und ihm gehorchen, dann wird Gott sich über sie erbarmen, sie in ihr Land zurückbringen und neu erblühen lassen. Gott wird ihr Herz beschneiden, damit sie ihn von ganzem Herzen lieben werden, die Flüche, welche Israel getroffen haben, werden auf ihre Feinde kommen, Israel wird Gott gehorchen und er wird sie wieder gedeihen lassen.
Was aussieht wie das Ende, ist nicht das Ende. Bei Gott ist immer noch Hoffnung, leuchtet immer noch eine zweite Chance. Nach der Hungersnot in Kanaan kam die Versorgung in Ägypten, nach der Knechtschaft der Auszug, nach der Wüstenzeit die Landnahme, nach dem Exil der Wiederaufbau. Wenn die Nacht am Dunkelsten ist, ist der Morgen nicht fern. Gute Nachricht für jeden von uns: Wenn wir uns in uns selbst verrannt haben, wenn alles in einer Sackgasse zu enden scheint, ist immer noch Hoffnung. Bedingung: Umkehr zu Gott. Ihm gehorchen. Sich seiner Herrschaft unterstellen. Das klingt hart. Ist aber das Beste, was uns passieren kann.
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