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Archiv für Juli, 2006

[Wegmarken] Numeri 27 – Leiterschaft bei Mose

10. Juli 2006

Die Töchter Zelofhads, deren Vater verstorben ist und die keinen Bruder haben, erbitten das Erbland ihres Vaters. Mose sucht Gott und der Herr bestimmt, daß wenn ein Mann keinen Sohn hat, dessen Erbland an seine Verwandte übergeht – im Fall Zelofhads also an seine Töchter. Im Anschluß ruft Gott Mose auf den Berg, damit er sich das Land ansehen kann, das er nicht betreten darf. Mose bittet Gott, dem Volk einen Führer zu geben, der vor ihnen hergeht. Gott gebietet ihm, Josua, in dem der Geist Gottes ist, zu nehmen, ihm die Hände aufzulegen, etwas von Moses Autorität zu übertragen, damit ihm das Volk gehorcht. Später soll Eleasar dann die Wahl Josuas durch das Los bestätigen.

Dieses Kapitel zeigt Mose nochmals als guten Leiter seines Volkes. Die Entscheidung über das Erbland trifft er nicht selbst, sondern frägt Gott. Und er sorgt sich um seine Nachfolge, will einen von Gott bestätigten Führer sehen, an den er das Werk übergeben kann. Wichtig in diesem Fall: Der Leiter ist ein Mann des Geistes Gottes, und seine Autorität ist öffentlich anerkannt.

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[Wegmarken] Numeri 26 – Times & Seasons: Eine neue Generation

7. Juli 2006

Nun werden in der Ebene Moabs gegenüber Jericho nochmals alle Israeliten über 20 Jahre gezählt. Es sind 601.730. Diesen wird das Land entsprechend der Größe ihrer Stämme zugeteilt. Dazu kommen 23.000 Leviten. Außer Josua und Kaleb ist von der letzten Zählung niemand mehr übrig, es handelt sich um eine komplett neue Generation. Sie wird in das verheißene Land einziehen. Was in der Zeit der Wüstenwanderung gelernt wurde, gilt es nun ins Leben umzusetzen.

Auch im Leben-mit-Gott gibt es offensichtlich verschiedene Zeiten, Entwicklungen und Bewegungen des Geistes Gottes. Werden wir alle mit erleben, oder uns dem Wirken Gottes entgegenstellen und in der Wüste verrotten? Josua und Kaleb haben es vorgemacht, laß uns hinterhergehen!

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[Wegmarken] Numeri 25 – Heiß, kalt oder lauwarm?

7. Juli 2006

Die Erzählung wendet sich wieder den Israeliten zu. Das Volk bleibt in Schittim und einige seiner Männer schlafen mit moabitischen Frauen, die sie dazu bringen, ihren Göttern zu opfern. (Das ganze geschieht auf den Rat Bileams hin, was in Kapitel 31 offengelegt werden wird.) Israel hängt sich an Baal-Peor. Gott befiehlt, die Ältesten Israels aufzuhängen, damit sein Zorn vom Volk abgewendet wird. Während Mose diese Weisung weitergibt und das ganze Volk weint, bringt Simri (ein israelitischer Mann) eine midianitische Frau in sein Zelt, um mit ihr zu schlafen. Eleasars Sohn Pinhas sieht dieses, ergreift einen Speer und ersticht Simri mitsamt der Midianiterin. Die aufgekommene Plage endet; dennoch sind 24.000 Israeliten gestorben. Gott lobt Pinhas für seinen Eifer, schließt einen speziellen Friedensbund mit ihm und schenkt ihm und seinen Nachkommen die Priesterschaft (Häh – Pinhas ist doch sowieso Enkel Aarons…). Außerdem gibt er den Auftrag, die Midianiter zu vernichten, die das Volk Israel so listig unterwandert hatten.

Balak als Anführer der Midianiter und Moabiter sah im offenen Kampf gegen Israel keine Chance für sein Volk. Das Verfluchen durch Bileam hatte auch nicht geklappt. So nutzte er die letzte Möglichkeit: Israel von seinem Gott abtrünnig machen, diesem Gott, der so stark schien und sie zum Sieg über die Könige Og und Sihon geführt hattte. Beinahe wäre der Plan aufgegangen. Israel wurde jedenfalls empfindlich bestraft und die Ereignisse um Baal-Peor gehen als eine der umrühmlichsten Episoden in die Geschichte Israels ein (vgl. Num 31,16; Deut 4,3; Ps 106,28; Hos 9,10).

Der Feind benutzt die Strategie der Unterwanderung auch heute noch. Große und sichtbare Sünden oder Angriffe – das wäre zu einfach. Aber subtil, langsam, heimlich schleicht er sich ein in unsere Gedanken und Handlungen, korrumpiert unsere Maßstäbe, lädt zu Kompromissen ein; gerade in der Trägheit nach Erfolgen sind wir anfällig (vgl. Israel hier: Feinde besiegt, fast am Ziel angekommen, Dörfer und Städte erobert & vgl. David mit Bathseba: Israel befriedet, Expansionskriege laufen gut). Gott schätzt den, der sich klar zu ihm stellt. Die in Num 25 berichteten Ereignisse scheinen surreal, ein archaisches Gottesbild, grausamer Pinhas – ein Kapitel, das uns sauer aufstößt. Genau so sauer wie die Worte Jesu an die Gemeinde in Laodicea:

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. (Offb 3,15f)

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[Wegmarken] Numeri 24 – Gott, Israel, Geschichte

6. Juli 2006

Wieder sieht Bileam Israel unter sich in der Ebene und prophezeit. Er spricht Israel Gottes Segen zu, Fülle an Saat, Herrschaft über ihre Feinde. Gesegnet ist, wer Israel segnet, und verflucht ist, wer Israel verflucht. Wieder einmal ist Balak wütend. Blieam entgegnet, dass er eben nur das sagen könne, was Gott ihm zeige. Und Bileam weissagt die Zukunft: Stern und Zepter steigt aus Jakob auf, der den Sieg über Moab, Set und Edom haben wird. Einer aus Israel wird herrschen und die Städter umbringen, Amalek wird zerstört, Kain von Assur gefangen werden. Aber auch Assur und Eber werden untergehen. Nach dieser Prophetie kehrt Bileam nach Hause zurück, nicht ohne Balak einen verhängnisvollen Rat gegeben zu haben, wie wir später in Kapitel 31 erfahren werden.

Wow, dieses Kapitel stellt mir wieder deutlich vor Augen: Gott ist Herr über die Geschichte, in der Geschichte und durch die Geschichte. Sein Wille gilt, sein Plan erfüllt sich. Er hat sich entschieden für Israel, hat aus der Masse der Völker ein Volk erwählt, weil er es geliebt hat. Warum stößt das manchen so sauer auf? Warum würden viele gerne Israels Sonderstellung rückgängig machen? Es geht nicht, schau Dir Römer 9-11 an. Gott hat sich entschieden und er muß sich nicht rechtfertigen. An der Stellung zu Israel entscheidet sich Segen und Fluch. Das mag uns nicht gefallen, ist aber so. Der Herr der Geschichte zieht den Vorhang weg, offenbart, was sich zukünftig ereignen wird. Mich erinnert das an die Visionen Daniels. Bileam sieht das Reich Davids und erkennt in David wohl auch Jesus Christus, die Mitte und das Zentrum der Geschichte. Zu ihm will ich stehen, klar und eindeutig wie Bileam in diesem Kapitel sich zu Gott und Israel gestellt hat.

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[Aus dem Leben] Auszug aus der Chronik des gestrigen Abends

6. Juli 2006

19:30 Anruf K., ob ich mit zu Burger King komme? Anwort ja, brauche aber 15 min.
20:15 Drive-In, Material geholt, Feldweg entlang gefahren, Parkbank gefunden, entspannt gegessen
20:20 Älterer Herr mit schwankendem Gang und Körperschwerpunkt 30cm hinter den Füßen umkreist ein Weizenfeld
20:25 Älterer Herr ist verschwunden, wir umkreisen das Weizenfeld, Älterer Herr taucht auf aus Weizenfeld, fällt zurück ins Weizenfeld, rappelt sich auf, wankt wieder los, ist total verschwitzt, erklärt auf meine Anfrage, alles sei in Ordnung, er könne heimlaufen, es seien nur 200m, wir brauchten ihn nicht zu fahren.
20:35 Fahren dem Herrn hinterher, sieht sehr schlecht aus, erklärt ein weiteres Mal, er laufe nach Hause
20:45 Wir rufen einen Krankenwagen, wird wohl 20min dauern
20:55 Älterer Herr erreicht mit meiner Unterstützung einen Steinblock, auf den er niederplumpst. Kann sich fast nicht bewegen, keine Koordination, 20 Sekunden später will er loslaufen, alles sei in Ordnung, dankt für unsere Mühe, fällt beinahe wieder um, ich führe ihn zum Auto, stützt sich an der Motorhaube, will wieder los
21:00 Polizei trifft ein, Älterer Herr will von Polizei nach Hause gefahren werden, gibt Namen, Adresse und Telefonnummer an, will sich ins Polizeiauto setzen, Polizisten hindern ihn daran, wollen ihr Auto nicht dreckig und schweißig werden lassen, Polizist A und Ich führen Älteren Herrn auf Wiese, läßt sich fallen, bleibt liegen
21:15 Alle 1,5 Minuten hat Älterer Herr versucht, aufzustehen, war stressig, jetzt trifft Krankenwagen ein, Älterer Herr hat außerordentlich starke Alkoholausdünstung, aber nach eigener Angabe seit 3 (später: 5) Tagen keinen Alkohol getrunken, es sei eben warm gewesen, er war spazieren und ihm sei dann schlecht geworden
21:25 Polizist B beschwert sich über sein vom Schweiß des Älteren Herrn durchnässtes Hemd, überredet Besatzung des Rettungswagens, Älteren Herrn nach Hause zu fahren, den Rettungswagen stinke ja schon im Gegensatz zu Polizeiauto, Sanitäter bestätigen hohen Blutdruck, Älterer Herr wolle sich aber nicht behandeln lassen und statt dessen nach Hause laufen, es seien nur 100m, der Polizist möge unterschreiben, dass der Patient behandlungsunwillig sei, Polizist B unterschreibt, Polizist A ruft Nummer des Älteren Herrn an, Anschluß nicht vergeben
21:35 Älterer Herr darf laufen, sieht schlecht aus, schwankt, wird voraussichtlich wieder stürzen, Rettungswagen fährt ab, Polizei erklärt, sie werde Älterem Herrn nachgehen, K. und ich besuchen die nahegelegene Tankstelle
21:40 Wir fahren in die Innenstadt von V/E, in Richtung, die Älterer Herr eingeschlagen hat, kein Älterer Herr, keine Polizei zu sehen, Skandal, strange, fahren durch Wohngebiete, mittlerweile dunkel da Gewitter im Anzug, treffen Passantin, fragen nach Straße die Älterer Herr angegeben hatte, schlagen diese Richtung ein
21:45 sehen unterwegs etwas entfernt Älteren Herrn schwanken, stellen Auto ab, gehen ihm in sicherer Entfernung hinterher, regen uns auf über Polizei, wollen sicherstellen, dass er nach Hause kommt
21:50 Älterer Herr wankt durch die Büsche eines Spielplatzes im Wohngebiet, läßt sich auf eine Bank fallen, ruht 3min aus, läuft weiter, geht über die Straße, fällt plötzlich rückwärts um wie Hohepriester Eli, knallt mit dem Hinterkopf auf den Asphalt, K. und ich rennen hin, stellen uns wieder vor, Älterer Herr gibt an, kein Problem zu haben, keine Schmerzen, er könne ohne Probleme heimlaufen, es seien ja nur noch 50m, auf Nachfrage erklärt er, den Kopf habe er sich nicht angeschlagen, als er den Kopf hebt, erkennen wir eine Platzwunde
21:55 Nach einigen Minuten der Ruhe helfen wir Älterem Herrn wieder auf, stützen ihn beiderseits und laufen so langsam nach Hause, Älterer Herr bedankt sich diverse Male für unsere Mühe und verabschiedet sich (könne alleine heimlaufen, er wohne ja gleich um die Ecke), wir lassen ihn nicht alleine gehen
22:00 Ankunft am Haus, ich klingle, Älterer Herr meint, es sei niemand daheim, obwohl er zur Polizei gesagt hatte, seine Frau sei da, nun erklärt er uns, sie sei verreist, verabschiedet sich, wir bleiben, schließt Tür auf, wir helfen ihm die Treppe hinab zum Aufzug, fahren nach oben, betreten die Wohnung, Älterer Herr kommt aufs Sofa, ich hole ihm ein Glas Sprudel aus der Küche, finde eine Flasche Schnaps im Kühlschrank, verstecke sie in der Küchenschublade, Älterer Herr sieht einigermaßen gut aus, wir reden ein wenig, verabschieden uns, gehen, sehen einen Zettel auf dem Tisch mit der Nachricht an seine Frau, er sei spazieren
22:15 Wir klingeln beim Nachbarn, Hund aus dem Weg, Frau in Nachthemd und Unterhose kommt heraus, wir schildern die Situation, sie kennt Älteren Herrn nicht, ist nur bei ihrer Mutter, Frau des Älteren Herrn sollte da sein, aber einen Stock tiefer da weiß jemand Bescheid und kennt älteren Herrn.
22:20 Wir klingeln zusammen mit Frau in Nachthemd und Unterhose einen Stock tiefer, andere Frau betritt die Szene, hört die Geschichte, bittet uns herein, Frau des Älteren Herrn sollte wirklich da sein, komisch, Frau im 2.Stock weiß Bescheid und hat Schlüssel, könnte evtl. nach Älterem Herrn sehen
22:25 Auf dem Weg Richtung 2.Stock fährt Aufzug vorbei, 2 Damen und ein Herr kommen heraus, 1 Dame nach Anfrage Frau des Älteren Herrn, hatte ihn gesucht, wir betreten die Wohnung, erzählen unsere Geschichte, sie waren wohl bei Polizei, im Krankenhaus, hatten alle Wege abgefahren, nichts gehört und gesehen, Frau des Älteren Herrn will einen Schnaps, ich erkläre ihr, dass sie den jetzt in der Küchenschublade findet, Frau des Älteren Herrn spricht mit Älterem Herrn, Älterer Herr meint seit 14 Tagen nichts mehr getrunken zu haben aber morgen (oder vielleicht übermorgen) zum Arzt zu gehen, Frau des Älterern Herrn verspricht uns, morgen den Arzt zu rufen, egal, was Älterer Herr sage, Freunde des Älteren Herrn bestätigen seine Sturheit, Frau des Älteren Herrn zittert noch immer, drückt uns zehn Euro in die Hand, wir verabschieden uns, messen nochmals den Puls, alles klar
22:40 Wir stehen auf der Straße, Wolkenbruch, laufen los, Wasser fließt und steht überall auf der Straße, rennen durchs Wohngebiet, Blitz und Donner sind eins, Einschlag kann keine 50m entfernt gewesen sein, was passiert eigentlich, wenn der Blitz einschlägt und alles unter (Regen-)Wasser steht? Wollens nicht wissen, beschleunigen
22:50 Triefend nass sitzen wir im Auto. Zeit für einen Zigarillo. Fahren nach Hause. Genießen die LightShow am Himmel…

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[Aus dem Netz gezogen] Huber rockt die EKD

6. Juli 2006

Eine historische Reformoffensive sieht ZDFonline den EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber anstoßen, vergleicht ihn mit Martin Luther und Jürgen Klinsmann. Mehr hier.

Update: Auch idea weiß Bescheid.

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[Das besondere Samenkorn] Num 23,19-21

5. Juli 2006

Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten? Siehe, zu segnen ist mir befohlen; er hat gesegnet und ich kann’s nicht wenden. Man sieht kein Unheil in Jakob und kein Verderben in Israel. Der HERR, sein Gott, ist bei ihm und es jauchzt dem König zu.

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[Wegmarken] Numeri 23 – Vergebliche Mühe des Feindes

5. Juli 2006

Bileam läßt nun sieben Altäre bauen und bringt sieben Widder dar. Danach tritt er auf die Seite, wo ihm Gott begegnet und eine Botschaft in seinen Mund legt, die Bileam vor Balak und den Großen Moabs ausspricht. Er kann Israel nicht verfluchen, weil Gott es nicht verflucht hat. Dieses Volk sei einzigartig. Balak zeigt sich „not amused“, aber der Seher betont ein weiteres Mal, daß er nur das tun kann, was Gott ihm zeigt. Daraufhin führt Balak Bileam an einen anderen Ort, von wo er einen anderen Teil des Volkes sehen kann. Vielleicht, so die Hoffnung Balaks, könne Bileam ja von dieser Stelle aus einen Fluch sprechen. Bileam wiederholt also seinen Opferritus und erhält ein weiteres Mal eine Botschaft von Gott. Dieser steht zu seinem Wort und wird erfüllen, was er verheißen hat. Er hat Israel gesegnet, dagegen kann Bileam nichts tun. Gott ist Israels starker König, der für sein Volk einsteht. Wieder ist Balak wütend, wieder führt er Bileam an einen anderen Ort.

Faszinierend, welch engen Draht der heidnische Seher zum Gott Israels hat. Gott spricht mit ihm, legt seine Wort in seinen Mund in einer Klarheit, wie ich sie mir oft auch wünsche. Christ Plays in Ten Thousand Places (Gerard Manley Hopkins) und oft genau dort, wo ich ihn nicht erwartet hatte. Motiviert mich, in allen Situationen, Orten, Umständen und Rahmenbedingungen die Melodie Gottes zu erkennen.
Beruhigend, dass Gott sich von Menschen unterscheidet. Sein Wort gilt. Was er zusagt, das hält er gewiß. An seinem Wort kann ich mich festhalten, dranhängen. Ihm vertraue ich. Da kann auch die Opposition (hier in Form Balaks) nicht gegen anstinken. Der Plan Gottes kommt zur Erfüllung.

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[Aus dem Leben] Back On Track

5. Juli 2006

Das Blogfasten ist beendet und mein WM-Urlaub zuendegegangen, passend zum Ausscheiden der deutschen Nationalelf. Wie schade. Aber Größe zeigt sich (hoffentlich) im Umgang mit der Niederlage. Und Italien war einfach besser. Leider leider haben sie sich ihre mit Abstand beste Leistung für uns aufgehoben. Aber da ich Italien und Portugal sehr mag, kann ich mit der Situation leben; nebenbei bemerkt werden unsere Klinsmänner im Kampf um die Bronzemedaille die Franzosen rasieren… Hach, schön wär’s!

Habe die Zeit sehr genossen, den Kopf frei bekommen, viiiiel Fußball gesehen (eigentlich jedes übertragene Spiel außer zwei Viertelfinals, darunter GER vs. ARG – schluchz!), zum Teil mit ganz anderen Menschen als sonst Zeit verbracht, gelesen und das private OpenAir-Kino-Erlebnis mit DVDs auf Großleinwand genossen. Sehr fein…

In den nächsten Tagen erscheinen an dieser Stelle in etwas schnellerer Abfolge als sonst die bislang nur offline verfaßten Wegmarken, dazu gibt’s ein Update der Linkliste (still und heimlich hat die Gemeinschaft der p-shuttle-Blogger Zuwachs bekommen) etc.

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