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Archiv für Juli, 2006

[Aus dem Leben] Live2Gether

24. Juli 2006

Eine Woche werde ich auf der Friedenshöhe in Flacht verbringen, mit lieben Menschen aus der p-shuttle-Gemeinschaft rumhängen und mich hauptsächlich mit Bethge’s monumentaler Bonhoeffer-Biographie beschäftigen. Freue mich auf die Zeit, wird sehr entspannend werden, bevor dann eine Woche später mit dem Freakstock das nächste Highlight ansteht. Schöne Tage sind das! Da ich bei Live2Gether wohl kein Internet haben werde, wird dieser Blog eine Woche lang still sein.

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[Wegmarken] Deuteronomium 5 – Leben-mit-Gott damals und heute

24. Juli 2006

Mose erinnert das Volk an den Bund, den Gott mit ihnen geschlossen hat und wiederholt die Zehn Gebote: Kein Gott außer Gott; kein Götzendienst; Gottes Namen nicht mißbrauchen; Halten des Sabbats als Erinnerung an die Sklaverei in Ägypten; Ehren der Eltern; Verbot von Mord, Ehebruch, Diebstahl, Falschaussage und Begehren des Eigentums des Nächsten.
Vieles wurde über diese Zehn Gebote schon geschrieben; ich will sie nicht auslegen – wichtiger ist: Wir wollen sie leben, sie befolgen, da sie die Basics des Lebens-mit-Gott ausmachen. Hier geht es um die Unterstellung unter die Herrschaft Gottes und das Wandeln in seinen Wegen. Darum sind diese Gebote immer wieder zu meditieren und auf die unterschiedlichsten Ebenen unseres Lebens anzuwenden.

Mose betont: Gott hat diese Worte aus Feuer und dunkler Wolke mit lauter Stimme gesprochen und sie auf Steintafeln geschrieben. Diese Erfahrung der Majestät Gottes war dem Volk zu heftig; sie baten Mose, als ihr Mittler vor Gott zu stehen, mit ihm zu reden und seine Worte an sie weiterzugeben, was Gott bewilligte. Jetzt, in der Jordanebene gegenüber Jericho, da sein Abschied immer näher rückt, schärft Mose dem Volk nochmals ein, die Weisung Gottes zu halten, damit sie lange leben in dem Land, das Gott ihnen geben wird.
Wie mit Israel hat Gott auch mit uns in Christus einen Bund geschlossen. Der Heilige Geist transformiert uns, um dem Bild Jesu immer gleichförmiger zu werden. Dazu gehört auch das Befolgen der Weisung Gottes. Christus ist unser Mittler, der Heilige Geist lebt in uns, der Vorhang  im Tempel ist zerrissen, die Gegenwart Gottes müssen wir nicht von ferne kennen oder sie scheuen. Matt Redman trifft es gut: „We rejoice with trembling in our hearts“. Krasse Freude und krasses Zittern in der Gegenwart Gottes. Damals wie heute teilt er uns seinen Willen mit. Heute im Gegensatz zu damals steht kein Mittler mehr zwischen uns und Gott. Heute im Gegensatz zu damals ist unsere Schuld abgewaschen und der Heilige Geist in uns verändert und unterstützt uns darin, im Weg Gottes zu leben.

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[Das besondere Samenkorn] Deuteronomium 4,5-9a.31-40

23. Juli 2006

Sieh, ich hab euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, dass ihr danach tun sollt im Lande, in das ihr kommen werdet, um es einzunehmen. So haltet sie nun und tut sie! Denn dadurch werdet ihr als weise und verständig gelten bei allen Völkern, dass, wenn sie alle diese Gebote hören, sie sagen müssen: Ei, was für weise und verständige Leute sind das, ein herrliches Volk! Denn wo ist so ein herrliches Volk, dem ein Gott so nahe ist wie uns der HERR, unser Gott, sooft wir ihn anrufen? Und wo ist so ein großes Volk, das so gerechte Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang.
[…]
Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben, wird auch den Bund nicht vergessen, den er deinen Vätern geschworen hat. Denn frage nach den früheren Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels zum andern, ob je so Großes geschehen oder desgleichen je gehört sei, dass ein Volk die Stimme Gottes aus dem Feuer hat reden hören, wie du sie gehört hast, und dennoch am Leben blieb? Oder ob je ein Gott versucht hat, hinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk herauszuholen durch Machtproben, durch Zeichen, durch Wunder, durch Krieg und durch seine mächtige Hand und durch seinen ausgereckten Arm und durch große Schrecken, wie das alles der HERR, euer Gott, für euch getan hat in Ägypten vor deinen Augen? Du aber hast’s gesehen, auf dass du wissest, dass der HERR allein Gott ist und sonst keiner. Vom Himmel hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zurechtzubringen; und auf Erden hat er dir gezeigt sein großes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehört. Weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen erwählt hat, hat er dich herausgeführt mit seinem Angesicht durch seine große Kraft aus Ägypten, damit er vor dir her Völker vertriebe, die größer und stärker sind als du, und dich hineinbrächte, um dir ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es jetzt ist. So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner, und sollst halten seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete; so wird’s dir und deinen Kindern nach dir wohlgehen und dein Leben lange währen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt für immer.

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[Wegmarken] Deuteronomium 4 – Folge der Weisung Gottes

23. Juli 2006

Mose fordert die Israeliten dazu auf, der Weisung Gottes zu gehorchen, um das Land einzunehmen. Nichts darf den Geboten Gottes hinzugefügt oder davon weggenommen werden.
Ein wichtiger Hinweis gerade für uns heute: Lies die ganze Bibel, frage Dich nach dem ganzen Ratschluß Gottes, vergleiche Schrift mit Schrift und laß Spannungen stehen, die Du momentan nicht auflösen kannst – aber greife Dir nie nur einen Teil isoliert heraus, um daraus eine Lehre zu machen, die dem Gesamtzeugnis der Schrift nicht standhält…

Wer Gott anhängt und seiner Weisung folgt, wird leben; das hat, so Mose, die unrühmliche Episode von Baal-Peor gezeigt. Im verheißenen Land angekommen soll Israel die Gebote Gottes halten, dann würden die sie umgebenden Nationen die Weisheit Israels, die Größe Gottes und die Qualität seiner Gebote erkennen. Darum sind sie einzuhalten und die eigenen Nachkommen in ihnen zu unterweisen. Am Berg Horeb (= Sinai) hat Gott seinem Volk seinen Willen mitgeteilt, eine Stimme hat aus dem Feuer gesprochen, sie haben keine Gestalt gesehen, weshalb sich Israel kein Bild von Gott machen und erst recht nicht die Himmelskörper anbeten soll, was Gott den Nationen zugewiesen hat. Israel dagegen hat er aus Ägypten herausgeführt, um es zu seinem besonderen Eigentumsvolk zu machen. Darum sollen sie seine Gebote befolgen. Tun sie das nicht, werden sie unter die Völker zerstreut werden, dort anderen Göttern dienen. Wenn sie aber Buße tun und Gott suchen, wird er sich von ihnen finden lassen und sich ihnen wieder zuwenden. Was Gott für Israel im Exodus getan hat und in der Landnahme tun wird, ist analogielos. Deshalb sollen sie ihm folgen, um für immer in Kanaan bleiben zu können.

Dieses Kapitel ist aufgrund seiner grandiosen Formulierungen ein Grund dafür, warum das Buch Deuteronmium in meiner Gunst so weit oben steht, erinnert es uns doch daran, wie herrlich die Weisung Gottes ist, die fälschlicherweise immer als Gesetz verstanden wird. Hier klingt vieles von dem an, was mich an orthodoxen Juden immer fasziniert und was uns Christen aus mehrheitlich evangelikal-charismatischer Tradition irgendwie verloren gegangen ist: Die Größe Gottes, die Einzigartigkeit dessen, dass er sich geoffenbart hat, die tiefe Dankbarkeit darüber, zu seinen Auserwählten zu gehören und die Ehrfurcht vor ihm, die eigentlich schlechthinniges Grundelement des Lebens-mit-Gott sein sollte. Folgt Israel der Weisung Gottes, wird es nicht nur erfülltes Leben darin finden, sondern auch für andere Völker zum Hinweisschild auf seinen Herrn werden – dasselbe meint Jesus, wenn er in der Bergpredigt davon spricht, dass wir Licht der Welt sein sollen und die Menschen aufgrund unserer guten Werke den Vater im Himmel preisen werden (vgl. Mt 5). Nichts Neues also, die alte Berufung des Gottesvolkes.
Ein interessanter Aspekt in einem Nebensatz: Die Anbetung der Gestirne hat Gott den Nicht-Juden zugewiesen. Interessant: Die Initiative geht von Gott aus. Dynamische Spannung zu Röm 1, wo Paulus den Abfall der Heiden von Gott kritisiert. Wer aufgrund dieser Aussage hier dafür plädiert, die anderen Religionen stehenzulassen, der möge sich bewußt sein: Die Zeiten der Unwissenheit sind vorbei (ApG 17,30), Jesus ist Gottes letztes Wort (Hebr 1,1f), an ihm kommt keiner vorbei, der selig werden will (ApG 4,12; Joh 14,6).
Gott der zweiten Chance: Mose sagt das Versagen Israels und das kommende Exil, aber auch die Gnade Gottes voraus. Er wird sich finden lassen. In welchem Dilemma Du auch steckst, egal, ob Du durch eigene Schuld hineingekommen bist oder nicht: Wenn Du Gott suchst, wird er sich von Dir finden lassen, er wird sich Dir wieder zuwenden, auch wenn Du Dich vielleicht von ihm abgewendet hast.

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[Wegmarken] Deuteronomium 3 – Gemeinsam unter Gottes Banner

22. Juli 2006

Mose erzählt vom Sieg über König Og von Baschan, davon, wie er Transjordanien unter Ruben, Gad und Halb-Manasse aufteilte und von der Vorbereitung dieser Stämme, die ihre Frauen und Kinder zurückließen und unter Waffen dem Rest des Volkes voranzogen. Er ermutigt Josua, darauf zu vertrauen, dass das, was Gott an Og und Sihon getan hat, er auch an den Kanaanitern tun wird. Gott ist es, der für Israel kämpft.
Diese Verse verdeutlichen den Gemeinschaftsgedanken im Leib Jesu: Zusammen gehören und füreinander einstehen. Unser Gelingen und Wohlgehen liegt in der Hand Gottes, der auf der Seite der Braut Jesu steht.

Mose wollte das Land selbst betreten, aber Gott verbot es ihm. Er durfte es nur vom Berg aussehen und sollte Josua für dessen Aufgabe stärken.
Verwirrend für manche, dass Mose es „verbockt“ hat, dass er einen Fehler machte, der dazu führte, dass Gott Moses Wunsch nicht erfüllte. Nicht alles, was Du „auf dem Herzen“ hast, ist Gottes Wille. Sicher war es hart für Mose, Josua für eine Aufgabe zuzurüsten, die er selbst gern ausgeführt hätte. Diese Geschichte lehrt, dass die Unterordnung unter Gottes Willen entscheidend ist – auch wenn er dem zu widersprechen scheint, was ich als „meine Berufung“ zu erkennen geglaubt habe.

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[Wegmarken] Deuteronomium 2 – Einblicke in den Plan Gottes

21. Juli 2006

Nach der Schlappe von Kadesch-Barnea beim Versuch, Kanaan einzunehmen, hielt sich Israel lange beim Gebirge Seir auf. Gott schickt sie weiter durch Edom und Teile Moabs, wo sie jeweils hindurchziehen und für Wasser und Nahrung bezahlen. Diese Nationen anzugreifen ist ihnen verboten – sie werden keinen Fußbreit ihres Landes erhalten, das Gott Moab und Edom zugeteilt hat. Mittlerweile sind seit den Ereignissen in Kadesch 38 Jahre vergangen und alle aus der alten Generation sind verstorben. Israel durchzieht das Wadi Zered und danach das Land, das Gott den Ammonitern gegeben hat, indem er die Feinde Ammons geschwächt hat. Dasselbe tat er für Edom und wird er in Kanaan für Israel tun. Auf alle Völker der Erde legt Gott Furcht und Schrecken vor Israel, und die Erfüllung der Verheißung zur Landnahme nimmt nun ihren Anfang in der Eroberung des Landes von König Sihon, das Gott den Israeliten gegeben hat.

Nachdenklick stimmt dieses Kapitel, es bewirkt Gottesfurcht. Es ist deutlich, wie Gott einen Plan verfolgt und verwirklicht, indem er sein Volk in der Wüste versorgt und zubereitet und sich in die Geschicke der Nationen einmischt. Wieder wiegen sich die Begriffe „Prädestination“ und „freier Wille“ in eng umschlungenem Tanz in meinem Kopf. Letztlich ist die Spannung zwischen der Souveränität Gotts und dem eigenverantwortlichen Wirken des Menschen nicht aufzulösen. Gut, dass ein persönliches, liebendes Gegenüber da am Werk ist. Gott vertrauen ist etwas anderes, als sich in sein Schicksal zu ergeben. Die alte Erkenntnis bleibt: Gott hat einen Plan und führt ihn aus. Und ich habe die Mission, dabei mitzuwirken. Wo und wie, das ergibt sich…

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[Wortakrobatik] Barth’scher Genuß

20. Juli 2006

Karl Barth in einem Brief an Dietrich Bonhoeffer:

Die Welt liegt im Argen, aber nicht wahr, wir wollen uns die Pfeife auf keinen Fall ausgehen lassen.

Da hat einer den Nagel auf den Kopf getroffen…

Quelle: Eberhard Bethge – Dietrich Bonhoeffer: Theologe, Christ, Zeitgenosse, S. 218.

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[Wegmarken] Deuteronomium 1 – Auftakt zur längsten Predigt der Bibel

19. Juli 2006

Wieder ein neues Buch. Und zwar eines, das ich sehr mag. In meiner Rangliste der liebsten AT-Schriften erringt Moses Fünfte hinter Jesaja und dem Hohenlied noch vor Daniel die Bronzemedaille. Dementsprechend freue ich mich drauf 😉

Am 01.11. des 40. Jahres nach dem Auszug aus Ägypten spricht Mose in der Jordanebene gegenüber Moab zum Volk Israel. Er spricht, was Gott ihm sagt – tun wir das auch? Rückblick und Ausblick bestimmen diese Predigt, das mit Gott Erlebte wird reflektiert, die Größe Gottes hervorgehoben, seine Weisung wiederholt und eine Anleitung für das Kommende gegeben. „Deuteronomium“ meint „zweites Gesetz“ auf Griechisch, und das ist der rote Faden des Buches: Die Wiederholung dessen, was Gott am Sinai geboten hat, nun in der konkreten Anwendung auf die kommende Zeit der Landnahme und das Leben in Kanaan. Wenn Du wie ich vielleicht vor einer größeren oder kleineren Umbruchsphase stehst, dann freue Dich mit mir!

Im ersten Kapitel wiederholt Mose die Anweisung Gottes, das Land Kanaan jetzt einzunehmen, das er Israel versprochen hat. Nachdem Gott seinem Volk diese Anordnung zum ersten Mal am Horeb gegeben hatte, setzte Mose die Leiter über 1000, 100, 50 und 10 ein, dazu zusätzliche Beamte und unterwies sie. Danach zogen sie los in Richtung Kanaan, sandten Spione aus, die das Land für gut befanden. Allerdings machten sie dem Volk Angst, obwohl Gott sie durch die Wildnis getragen hatte, und als Rauch- und Feuersäule vor ihnen gegenwärtig war und die Einnahme Kanaans versprochen hatte. Als Reaktion auf die Rebellion Israels setzte Gott fest, dass von dieser Generation nur Josua und Kaleb das Land betreten sollten, selbst Mose entzog er später die Erlaubnis. Das Volk zog dennoch in die Schlacht, obwohl Gott deutlich machte, nicht mit ihnen zu ziehen. Das Resultat war eine empfindliche Niederlage.

Was hat Gott Dir versprochen? Vertraust Du seinem Wort, oder läßt Du Dich von den Umständen davon abbringen? Es ist geboten, sich immer wieder dahingehend zu reflektieren.

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[Wegmarken] Fazit Numeri – Wüstenzeit

17. Juli 2006

36 Kapitel fassen fast unmerklich 40 Jahre Wüstenwanderung zusammen. Schnell liest sich das. Schnell wie Moses 40 Jahre Exil in Midian. Für Mose, Josua und Kaleb muß es eine lange Zeit gewesen sein. 40 Jahre darauf warten, daß sich die Verheißung erfüllt. Josua und Kaleb stehen vor Kleinkindern und es wird ihnen bewußt: Wir werden das verheißene Land erst einnehmen, wenn diese Kinder älter sind als wir heute. Bitter muß das sein. Aber in dieser Zeit reift ein Entschluß: Die nächste Generation muß es besser machen und sie wird es besser machen. 40 Jahre lang investieren sich die Führer des Volkes in das gerade zum Vorschein kommende Volk. 40 Jahre lang erzieht Gott Israel, bereitet sie zu für das Kommende. Das Volk wird geordnet und strukturiert, Aufgaben verteilt und Plätze zugewiesen. Die neue Generation erlebt, wie Gott sie durch die Wüste trägt. Wie er sie in den Kampf schickt, um ihre Kraft zu testen. Schritt für Schritt wachsen sie heran. Auch sie fallen. Auch sie rebellieren. Doch am Ende ist dieses Volk bereit zur Landnahme. Mögen wir Wüstenzeiten auch als Phasen der besonderen Begegnung mit und Zurüstung durch Gott erleben.

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[Wegmarken] Numeri 36 – Familienerbe

17. Juli 2006

Die Stammesführer Gileads bitten darum, daß Töchter, die keine Brüder haben und deshalb das Land ihres Vaters erben, keine stammesfremden Männer heiraten dürfen, da sonst das Erbland an einen anderen Stamm fällt. Gott bestätigt das durch Mose: Jeder Stamm behält sein Land. Die Töchter Zelofhads, um die sich dieser Präzedenzfall dreht, heiraten Männer aus der eigenen Sippe.

Aus diesem Kapitel klingt die Wertschätzung für Gottes Ordnung und Familie durch. Vielleicht ein passender Zeitpunkt, um sich mit der eigenen Familie zu beschäftigen. Vieles hat mich geprägt und dankbar gemacht. Über manches bin ich froh, vielleicht sogar stolz. Wie geht es Dir dabei?

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[Aus dem Netz gezogen] Abendpfeife

16. Juli 2006

Die Freude und meditative Kraft des Pfeiferauchens kannte schon Johann Sebastian Bach, wie Dan Kimbal weiß.

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[Wegmarken] Numeri 35 – Gott schafft Raum

16. Juli 2006

Auf beiden Seiten des Jordans werden jeweils drei Städte als Freistädte deklariert. Die Freistädte + 42 weitere = 48 Städte, die mit ihrer Umgebung den Leviten als Wohnraum zugewiesen werden, da diese ja kein eigenes Erbland besitzen. Jeder Stamm soll, abhängig von seiner Größe, den Leviten Raum zur Verfügung stellen.
Wer absichtlich jemanden ermordet, muß sterben. Der Richtspruch darf nicht auf nur einen Zeugen hin geschehen, auch soll kein Lösegeld genommen werden, um dem Mörder die Strafe zu erlassen. Das Urteil soll der Bluträcher vollstrecken. Wer aber unabsichtlich jemanden totgeschlagen hat, findet Zuflucht in einer Freistadt, wo er bis zum Tod des Hohepriesters bleiben muß, ehe er wieder nach Hause zurückkehren kann. Verläßt er sie früher, darf ihn der Rächer töten, ohne Blutschuld auf sich zu laden. Mord verunreinigt das Land, das nur durch das Blut dessen wieder gereinigt werden kann, der Blut vergossen hat.

Wieder tritt die Ganzheitlichkeit der Wirklichkeit zutage: Das Blutvergießen wirkt sich aus auf den Raum, in dem es geschieht und beeinflußt ihn. Gott durchbricht hier den nicht-enden-wollenden Zyklus der Butrache: Nach dem Vollstrecken des Urteils ist Schluß. Aber hauptsächlich schafft Gott Raum in diesem Kapitel. Raum für Totschläger, die lebenslange Verfolgung fürchten müßten, nun aber in den Freistädten Zuflucht finden und auch die Hoffnung auf eine Heimkehr erhalten. Raum für Leviten, die zwar kein eigenes zusammenhängendes Land für den ganzen Stamm besitzen, aber doch Städte erhalten, in denen sie sich niederlassen und wo sie bleiben können. Keinen hat Gott übersehen. Er schafft Raum für jeden. Auch für Dich und mich. Wie schön!

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[Wegmarken] Numeri 34 – Grenzen

15. Juli 2006

Gott legt die Grenzen des Landes für die Israeliten fest. Klar und eindeutig wird das geographische Territorium bezeichnet. Kein Zweifel: Gott selbst hat das Land Israel zugeteilt. Es kommt alles von ihm. Danach werden die Leiter festgelegt, welche die Zuteilung des Landes unter die verschiedenen Stämme durch das Los vornehmen sollen.

Müßig ist es, darüber zu debattieren, welche Relevanz das von Gott bezeichnete Gebiet für die jüdische Nation heute hat und wie mit diesen Schriftstellen umzugehen ist. Wichtiger erscheint mir das Bewußtsein dafür, daß Freiheit Grenzen braucht, innerhalb deren sie sich entfalten kann. Darum möchte ich den Rahmen meiner Mission für die nächste Zeit erkennen, hineinwachsen und mit Leben füllen.

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[Wegmarken] Numeri 33 – Rückblick & Ausblick

15. Juli 2006

Mose hat die Stationen Israels auf der Wüstenwanderung aufgeschrieben. Und so folgt an dieser Stelle eine lange Reihe von Ortsnamen und Erinnnerungen an Rebellion, Kampf, Sieg, Niederlage, Freude und Enttäuschung. Zwei Stätten werden speziell erwähnt: Elim (wo es zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume gab) und der Berg Hor (wo Aaron starb). Dazu noch eine Randnotiz: Der König der Kanaaniter hörte von Israels Kommen.
Zeiten für Rückblick und Ausblick sind wichtig für mich, um den nötigen Durchblick zu gewinnen. Dabei stelle ich fest: Oft erlebe ich Elims – Orte, wie eine Oase in der Wüste, die mich völlig unverhofft erfrischen und erfreuen – und doch bald wieder in Vergessenheit geraten. Darum birgt ein Rückblick immer die Chance, verpassten Dank nachzuholen und zu feiern. Und ich erlebe Hors – Momente des Leids und der Schmerzen, des Verlustes – und nehme mir meist keine Zeit, richtig zu trauern. Darum birgt ein Rückblick immer die Chance, das Erlebte ins Gedächtnis zu rufen, die Trauer nachzuholen und über das, was an in der Vergangenheit Geschehenem zu in der Gegenwart Fortwirkendem geworden ist, nachzudenken und zu beten. Wichtig auch die Randnotiz: Der Feind hört mit. Die Opposition ist informiert. Mit Widerstand ist immer zu rechnen.
Nach der Ankunft Israels in der Jordanebene gegenüber Jericho kommt der Auftrag Gottes an sein Volk: Die Einwohner Kanaans vertreiben; Steinmale, Götzenbilder und Höhenheiligtümer zerstören; das Land einnehmen und darin siedeln; nach dem Los das Land unter den Stämmen verteilen. Werden sie die Kanaaniter nicht vertreiben, werden diese zu Dornen und Stacheln, die Israel Ärger machen.
Der Ausblick nach dem Rückblick sucht den Auftrag Gottes für die Folgezeit. Spannend für mich, da ich ebenfalls vor einer Umbruchsphase stehe – Umzug und einige Monate Pause mit dem Studium. Zeit, die Vergangenheit zu reflektieren und die Weisung Gottes für die Zukunft zu empfangen. Entscheidend: Das neue Land ganz einnehmen, keinen Raum für Altlasten lassen, die zu Dornen und Stacheln werden könnten.

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[Wegmarken] Numeri 32 – Eigene Ambitionen

14. Juli 2006

Die Stämme Ruben und Gad wollen östlich des Jordans bleiben, da es dort gutes Weideland gibt. Mose wirft ihnen vor, sich der Weisung Gottes zu widersetzen und erinnert sie an die Situation vor 40 Jahren, als das Volk den falschen Kundschaftern Glauben schenkte und sich nicht ins Land traute. Die beiden Stämme bieten an, Häuser für ihre Familien und Befestigungen für ihre Herden zu bauen und anschließend bewaffnet vor dem Rest Israels her in die Schlacht zu ziehen und das Land für ihre Brüder einzunehmen. Mose willigt ein und teilt ihnen das ehemalige Gebiet der Könige Sihon und Og zu. Der halbe Stamm Masnasse erobert Gilead, benennt seine Städte um und bleibt auch jenseits des Jordans.

Das Umbenennen der Städte erinnert daran, Dinge der „Welt“ unter den Gehorsam Christi zu bringen, anstat sie einfach abzulehnen. Die zweieinhalb Stämme erleben, daß bei der Erfüllung des Auftrages Gottes auch eigene Träume wahr werden. Ziel ist aber nicht Selbstverwirklichung, sondern Treue den Absichten des Höchsten gegenüber. Außerdem gilt die Verpflichtung zum gegenseitigen Dienst im Leib Christi und am Nächsten.

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[Wegmarken] Numeri 31 – Kampf dem Feind

14. Juli 2006

Auf das Geheiß Gottes hin schickt Mose 12.000 Mann unter der Führung von Pinhas in den Kampf gegen Midian, um die Rache Gottes für die Vorkommnisse von Baal-Peaor zu vollziehen. Sie töten alle männlichen Midianiter, dazu Bileam. Frauen, Kinder und Güter werden als Beute mitgenommen. Das erregt Moses Zorn, weil unter diesen Frauen auch solche sind, die Israeliten verführt hatten. So werden alle männlichen Kinder sowie diejenigen Midianiterinnen, die bereits Geschlechtsverkehr hatten, zusätzlich getötet. Die siegreichen Kämpfer unterziehen sich einem siebentätigen Reinigungsritual, bevor sie wieder das Lager des Volkes betreten dürfen. Auch das Beutegut wird rituell gereinigt. Danach wird das Geraubte unter dem Volk aufgeteilt; eine Hälfte geht an das Kriegsleute (davon geht der 500. Teil an die Stiftshütte – also wohl an die Priester), die andere Hälfte an die übrigen Israeliten (abzüglich des 50. Teils, den die Leviten enthalten). Später kommen die Heerführer zu Mose, melden ihm, dass sie in der Schlacht keinen einzigen Mann verloren haben, weshalb sie den erbeuteten Schmuck als Dankopfer darbringen, um für sich Versöhnung zu erwirken. Letzteres deutet darauf hin, daß das Führen von Kriegen und Töten von Menschen auch wenn es auf die Anweisung Gottes hin geschieht, dennoch gegen seine Ordnung verstößt. Das Töten der Midianiter macht die Schwere ihres Vergehens deutlich und zeigt auch für heute auf: Mit gewissen Dingen darf es im Leben-mit-Gott keine Kompromisse geben.

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[Wegmarken] Numeri 30 – Gelübde

14. Juli 2006

Dieses Kapitel birgt Anweisungen zum Umgang mit Gelübden, also bewußte Verpflichtungen, die Gott gegenüber eingegangen werden. Gelübde von Männern sind immer bindend, dagegen kann ein Vater oder Ehemann den Eid seiner Tochter bzw. Ehefrau wieder rückgängig machen. Offensichtlich hat hier der Haushaltsvorstand das letzte Wort.

Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang zweierlei. Zum einen fühle ich mich ermuntert, zu meinem Wort zu stehen und Dinge erst nach vorgegangener Erwägung zu versprechen. Zum anderen frage ich mich, wie das mit unserer Verpflichtung Gott gegenüber aussieht. „Mein ganzes Leben gehört Gott, warum sollte ich dann noch ein Gelübde ablegen?“ könnte man fragen. Richtig, aber woran wird das konkret? Wie sieht das aus mit dem lieben Geld, der Zeit usw.? Von bewußten Fastenzeiten etc. ganz zu schweigen, die sich schön in den Rhythmus des Lebens-mit-Gott einfügen ließen… Wohlgemerkt: Ein Gelübde läßt meine dankbare Antwort auf die Gnade Gottes in aller Freiheit Fleisch werden. Das hat nichts mit Gesetzlichkeit zu tun. Keiner muß. Aber jeder darf.

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[Wegmarken] Numeri 29 – Der Rhythmus des Lebens-mit-Gott II

12. Juli 2006

Nun werden die Opfer für den Tag des Posaunenblasens, den großen Versöhnungstag und das Laubhüttenfest wiederholt.
Regelmäßige Zeiten des Innehaltens und der Neuorientierung auf Gott hin waren Teil des Alltags des Volkes Israel und gehören darum auf zum Rhythmus des Lebens-mit-Gott. Rückblick und Ausblick habe ich immer als heilsam empfunden.

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[Wortakrobatik] Gib mir eine Geschichte

12. Juli 2006

[Seit etwas mehr als einem Jahr bewegt mich Andrew Jones‘ Gedicht „Give me a story„. Nachstehend eine deutsche Übersetzung von mir.]

_
Gib mir eine Geschichte
_
Du willst ein Statement, eine Aussage, die die Mission Gottes zusammenfasst
Dann los
Finde Dein Statement
Schaffe eines, das Dir helfen kann
Dich sicher zu fühlen in einem Käfig aus Worten
Eingeschnürt von einem Strick aus Klischees
Umschlossen von Logos, die der Erinnerung an die Sonntagsschule entstammen

Aber gib mir eine Geschichte
Gib meinen Freunden eine Geschichte
Damit sie nicht dazu verurteilt sind, ein Leben ohne Bedeutung zu leben

Gib mir keine Geschichte, die ich so einfach glauben kann
Gib mir ein Skript, um dessen Verständnis ich ringen muß
Das meinen Glauben ausdehnt
Das eine Lebensversicherung erfordert
Gib mir eine Geschichte, die mich von meiner Karierre wegreißt
Und mich auf eine Expedition schickt, die meine Fähigkeiten übersteigt
Ich brauche etwas, das es wert ist, dafür zu sterben
Ich habe noch den größten Teil meines Lebens zu geben
Aber ich brauche eine Geschichte, die meines Engagements würdig ist

Gib mir eine Geschichte, die ich berühren kann
Und riechen
Eine Geschichte mit echten Menschen
Eine Geschichte, die ein Gesicht hat
Eine Geschichte, die mein Gesicht hat
Meine Rolle
Meinen Ort
Mein Drehbuch
Denn ich wurde
Zuvor schon ausgewählt, ein Akteur zu sein
In dieser Geschichte, deren Handlung sich vor mir entfaltet
WieeinroterTeppichsichschnellerentwirrendalsichrennenkann
In mehr Richtungen, als ich vorhersehen kann
In mehr Farben, als ich verstehen kann
Eine Geschichte, die mir mein Potential entlockt
Und mich ruft
Heraus aus mir selbst
Der zu sein, der ich wirklich bin

Gib mir EINE Geschichte
Gib mir DIE Geschichte
Gib mir MEINE Geschichte

Sag mir, daß Gott größer ist als Du
GRÖSSER als Deine mit Tinte verfassten Statements
GRÖSSER als Deine Powerpoint-Präsentationen
Als Deine Zahlenprojektionen
Die Dich beeindrucken
Aber Gott erniedrigen

Gib mir eine Geschichte
Die mich auf herrliche Weise
L e b e n d i g
Werden läßt
Für die Absicht Gottes
Die mich atemlos rennen läßt, um mit Seinem Geist Schritt zu halten
Und mich gleichzeitig
Dazu einlädt
Langsam Erotisch
Mit
Gott
Zu Tanzen
In Einem
End
los
en

M
o
m
e
n
t

Warmer Leidenschaft
Mich in Frieden
Und Sicherheit birgt

Erzähle mir die Geschichte in neuen Worten
Damit ich nicht über hohle, impotente Phrasen stolpere
Damit mein Verstand sich nicht verabschiedet
Aufgrund trivialer Formulierungen
Die von Millionen achtlos verwendet werden
Die Worte verwenden, um das Geheimnis zu stehlen
Eines transzendenten Gottes
Der jeden Morgen frisch spricht
Mit neuer Gnade
!Überraschungen!
Die mich aus dem Ruhezustand wecken
Neue Gedanken in mir zum Glühen bringen
Träume von unmöglichen Kunststücken
Von atemberaubenden Abenteuern
Von Wundern des Allmächtigen
Vollbracht von den Händen
Und Gebeten
Von Menschen
Aus Hinterhöfen
Die hinter der Bühne stehen
Und einfache Kleidung tragen

Du willst ein Statement?

Dann los
Ich warne Dich
Warne Dich ein zweites Mal
Den Omnipotenten einzusperren
Den Geist Gottes einzufangen
Den Sohn auf ein Kreuz-Wort-Rätsel zu nageln

Dann los und versuch’s
Aber ich werde meinen Atem nicht anhalten
Und Du wirst die Mission Gottes nicht auf einen Autoaufkleber bannen können

Andrew Jones
Colorado Springs
December 2001

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[Wegmarken] Numeri 28 – Der Rhythmus des Lebens-mit-Gott

11. Juli 2006

Das Leben-mit-Gott hat nicht nur eine Melodie, sondern auch einen Rhythmus: Gott bekräftigt in diesem Kapitel, dass alle Opfer, die er zu einem früheren Zeitpunkt geboten hat, auch dargebracht werden sollen. Und so werden die Opfervorschriften wiederholt – für jeden Tag, für den Sabbat, monatliche Opfer, Opfer beim Passa und Opfer beim Wochenfest. Durch die beständige Wiederholung der Opfer wird das Leben-mit-Gott ritualisiert und erhält einen Rhythmus. Tag, Woche, Monat und Jahr erhalten von Gott her Ausrichtung und Inhalt. Sie ergeben ein Korsett, innerhalb dessen sich das alltägliche Leben und der spontane Kontakt mit Gott abspielen können. Anregung für mich und Dich, dem eigenen Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresablauf einen Rhythmus zur speziellen Ausrichtung auf Gott hin zu geben.

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