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Archiv für Mai, 2006

[Wegmarken] Numeri 13 – Auf die Perspektive kommt es an

30. Mai 2006

In Paran läßt Gott Mose zwölf Männer auswählen, die er als Kundschafter ins Land Kanaan senden soll. Mose trägt ihnen auf, die Beschaffenheit des Landes zu erkunden, Zahl und Stärke seiner Bewohner, Befestigung der Städte, Vorhandensein von Bäumen etc. und weist sie an, etwas von der Frucht des Landes mitzubringen.
Ich staune: Eine relativ offene Anweisung Gottes, ein sehr detaillierter Befehl Moses, der trotz des Bewußtseins der Führung Gottes eine klare Strategie entwirft und befolgt. Da ist Raum für unsere Initiative und Kreativität bei der Erfüllung unserer Sendung. Gott muß uns nicht jedes Detail sagen.

Nach vierzig Tagen kommen die Spione zurück, bringen eine riesige Rebe sowie weitere Früchte mit sich und berichten dem Volk. Sie schildern das Land als von Milch und Honig fließend. Seine Bewohner jedoch seien stark und mächtig, die Städte groß und festungsmäßig ausgebaut. Einer der Kundschafter, Kaleb, wirft ein: Wir können das Land einnehmen! Die anderen aber fürchten sich, halten die Feinde für viel zu stark, Kanaan verzehre seine Bewohner und im Vergleich zu den Kanaanitern seien die Israeliten wie Grashüpfer anzusehen. (Wer erinnert sich noch an Flip, den Freund der Biene Maja? – lustiger Vergleich…)
Die Masse sieht sich übermäßig klein und die Feinde übermäßig groß. Sie beachten die Stärke des Feindes und lassen sich vom äußeren Anschein irreführen. Kaleb hingegen scheint seinen Gott zu kennen. Und darum hat er auch das rechte Bild von sich selbst und kommt zu dem Schluß: „Wir können sie einnehmen!“ Hatte Gott nicht erst vor kurzem verheißen, das Volk in der Schlacht von seinen Feinden zu retten? Scheinbar waren die Israeliten sehr vergesslich…

Gottesfurcht ist der Weg zur Freiheit von übermäßiger Beinflussung durch Menschen, Gefühle, Ansichten, Umständen etc. Erreicht werden kann sie nur durch Erkenntnis Gottes. Diese wiederum führt auch zur realistischeren Einschätzung der eigenen Person – jenseits von Überheblichkeit und Minderwertigkeit. Dann läßt es sich auch in aller Demut mutig sagen: „Wir können sie einnehmen!“

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[Bedenkenswert] Was tun, wenn’s brennt?

30. Mai 2006

Hab letzte Nacht mit „Was tun, wenn’s brennt?“ einen meiner liebsten deutschen Filme gesehen. Hat mich mal wieder in’s Nachdenken gebracht: Der Film porträtiert eine Gruppe Punks, welche Ende der 80er Jahre in einem besetzten Haus in Berlin leben, sich Straßenschlachten mit der Polizei liefern und eine selbstgebastelte Bombe, welche allerdings nicht explodiert, in einer Nobelvilla deponieren. Im Jahr 2000 geht die Bombe aufgrund unglücklicher Umstände hoch, die Polizei beginnt zu ermitteln. Davon aufgeschreckt treten die Punks wieder auf den Plan, treffen sich nach elf Jahren zum ersten Mal wieder. Tim und Hotte leben immer noch im besetzten Haus, Maik hat ein StartUp-Unternehmen am Neuen Markt, Terror ist Anwalt geworden, Flo Maklerin und Nele alleinerziehende Mutter. Welten prallen aufeinander. Tim wirft den anderen vor, ihre Werte verraten zu haben, sie sehen in ihm einen in der Vergangenheit lebenden Träumer. Nette Komödie, angenehm gezeichnete Charaktere mit Ecken und Kanten, gute Gags, interessante Konflikte, Action, Romantik, Tränen – alles, was das Herz begehrt.
Am Ende frage ich mich: Lebst Du Deine Träume? Hast Du sie begraben und schiebst Dienst nach Vorschrift? Sind Dir Deine Werte und Ideale bewußt? Kannst Du Gottes Stimme und Deine Träume unterscheiden? Lebst Du in der Vergangenheit? Oder mit dem gegenwärtigen Gott in die Zukunft hinein?
Begeisternd die Leidenschaft, welche im Film rüberkommt. Die will ich bewahren.

Ein Zitat vom Meister aus Luk 12,49:
Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte!

Achja, die Antwort auf die Frage: „Was tun, wenn’s brennt?“ lautet natürlich: „Brennen lassen!“

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[Wegmarken] Numeri 12 – Eine Lektion über Leiterschaft & Autorität

29. Mai 2006

Kurzes Kapitel mit nur 15 Versen, das es aber in sich hat. Aaron & Miriam passt es nicht in den Kram, dass ihr Bruder Mose eine Kuschiterin geheiratet hat. Ob damit jetzt die Ägypterin Zippora oder eine zweite Frau gemeint ist, bleibt unklar. Jedenfalls schieben sich die beiden selbst in den Vordergrund. Gott rede eben nicht nur durch Mose, sondern auch durch sie. Mose wird hier als der sanftmütigste Mann auf Erden bezeichnet. In den vierzig Jahren seit er den Ägypter erschlagen hat, ist einiges geschehen. Erinnert mich daran, dass Gott sich mit unserer Umgestaltung Zeit lässt. Viel Zeit. Zuviel oft für mich, der ich die Dinge gerne deutlich schneller hätte… Der ehemalige Vulkan Mose bleibt cool, reagiert nicht auf die Anmaßungen seiner beiden Geschwister, denen der kleine Bruder wohl zuviel Ruhm abbekommt. Gott aber schweigt nicht. Er ruft alle drei zu sich vor’s Heiligtum, fährt in einer Wolkensäule herab und zitiert dann noch einmal Aaron und Miriam näher herbei. Gott spricht zu ihnen folgende Worte:

Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in Gesichten oder will mit ihm reden in Träumen. Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Mose; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut. Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht Mose zu reden?

Krass… Was lernen wir über Propheten: Gott spricht zu ihnen in Visionen und Träumen. Das ist eigentlich schon der Hammer. Das habe ich schon ein paar mal erlebt, Visionen am Tag und Träume bei Nacht, wobei klar ist: Das Ding war jetzt von Gott, auch wenn es nicht immer einfach und eindeutig auszulegen ist. Und Gott will das ja allen Gläubigen schenken, siehe gestern und Apg 2. Wenn ich das erlebe, dann steigt meine Ehrfurcht sprunghaft an. Aber Mose! Der hat Gottes Gestalt gesehen, Gottes Stimme direkt gehört, von Angesicht zu Angesicht – Wahnsinn!
Gott ist zornig und entfernt sich. Miriam ist da plötzlich aussätzig, „weiß wie Schnee“. Aaron schaltet schnell, er erkennt ihre Dummheit und bittet Mose für Miriam, Mose schreit zu Gott um Heilung für die, die ihn grade noch in Frage gestellt hat. Ein Vorbild auch in dieser Hinsicht… Gott bestimmt, dass Miriam’s Aussatz sieben Tage halten soll. Solange bleibt sie außerhalb des Lagers. Danach zieht das Volk weiter nach Paran.

Ich staune, mit welchem Eifer Gott seinen Diener Mose verteidigt. Erinnert mich an ähnliche Situationen bei Abraham in Ägypten und bei Hiob. Gottes Treue ist groß – er steht zu denen, die ihm ganzherzig dienen, auch wenn sie Fehler machen: siehe Abraham und Hiob. Kritik an Mose nimmt Gott persönlich. Ich lerne daraus: Auch ich neige dazu, wie Aaron und Miriam negative Punkte an anderen hervorzuheben und mich selbst in ein besseres Licht zu stellen. Gleichzeitig kann ich vom Neuen Testament her die Guru-Leiterschaft nicht nachvollziehen. Einer der Chef und die anderen folgen – das passt nicht in mein Gemeindeverständnis. Komme also zu folgendem vorläufigen Fazit: Gott verleiht Autorität. Kein Mensch darf sie einfordern. Wer auf seine Position pocht, hat schon verloren. Andererseits auch derjenige, der die Position anderer in Frage stellt: „Du hast mir nichts zu sagen“. Gegenseitige Unterordnung ist das Stichwort. Und doch hat Gott auch in der Gemeinde Ämter und meinem Empfinden nach Ordnungen und ein verschiedenes Maß an Autorität gesetzt und ein Paulus konnte Loyalität verlangen, sogar seine Sache mit Gottes Sache gleichsetzen. Spannendes Thema, ich bin noch lange nicht durch damit.

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[Wegmarken] Numeri 11 – Krisenmanagement

28. Mai 2006

Kaum vom Sinai weggezogen, sind die Israeliten unzufrieden über ihren Zustand und murren. Gottes Zorn entbrennt, ein Feuer verzehrt die äußeren Teile des Lagers. Die Israeliten schreien zu Mose, Mose bittet zu Gott, und das Feuer hört auf. Nun beginnt das „hergelaufene Gesindel“ (nach Genfer StB), das sich dem Volk angeschlossen hat, sich zu beschweren und bald klagt ganz Israel darüber, dass es nur Manna zum Essen gibt und nicht Fleisch wie in Ägypten. Mose wendet sich an Gott und klagt seinerseits, dass die ganze Last des Volkes auf seinen Schultern ist und er sie nicht tragen könne, lieber soll Gott ihn töten… Darauf trägt Gott Mose auf, 70 Älteste aus dem Volk zu suchen, denen Gott von dem Geist geben wird, der auf Mose ist, damit sie die Last des Volkes gemeinsam mit ihm tragen können. Außerdem kündigt Gott an, für Fleisch zu sorgen, woran Mose wiederum zweifelt, denn woher sollen jetzt Herden oder Fische für so viele Menschen kommen? Gott erinnert Mose daran, dass er der Allmächtige ist und so geht es ans Werk: Mose holt die 70 zusammen aus dem Lager vor’s Heiligtum, Gottes Geist fällt auf sie und sie prophezeien, aber nicht fortlaufend. Plötzlich fangen zwei Männer im Lager auch an zu prophezeien; sie gehören eigentlich zu den 70, waren aber nicht beim Heiligtum. Josua will, dass dem Treiben ein Ende gesetzt werde, Mose aber entgegnet ihm: „Bist Du um meinetwillen eifersüchtig? Wenn doch nur alle im Volk Gottes Propheten wären und der Herr seinen Geist auf sie legen würde!“ Nun kommt auch ein Wind auf und Wachteln bedecken das Lager – mehr als genug Fleisch für das Volk. Während sie sich noch den Bauch vollschlagen, bestraft sie Gott für ihr Murren mit einer Plage. Danach zieht das Volk weiter.

Hier ist mir einiges ins Auge gestochen:

  • Gott ist der beste Krisenmanager. Aber er erwartet unser Vertrauen auf seine Versorgung.
  • Von wem lasse ich mich beeinflussen – vom Murren der Menschen („hergelaufenem Gesindel“) oder der Stimme Gottes?
  • Es ist erstrebenswert, Gottes Wirken und seine Gaben in anderen Menschen anzuerkennen und zu bejahen. Gerade auch außerhalb meines etablierten Systems (Kirche, Gemeinde, Theologie, Paradigma etc.). Christ plays in ten thosand places!
  • Die Ältesten prophezien nicht fortwährend, sondern nur als Zeichen des Geistes Gottes auf ihnen. Ähnlich erscheint mir das bei den bekannten Stellen in der ApG zu sein.
  • Mose’s Wunsch ist eingetroffen: Nun hat jeder Gläubige den Heiligen Geist. Fein.
  • Gott sind unsere Anliegen wichtig. Er kümmert sich um uns.
  • Jeder hat seine eigene Gabe. Neid ist fehl am Platz.

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[Wegmarken] Numeri 10 – Aufbruch

27. Mai 2006

Gott läßt das Volk zwei silberne Trompeten herstellen, auf denen geblasen werden soll bei Aufbruch, Versammlung, Treffen der Ältesten, zum Alarm und bei Festen während des Darbringens von Dank- und Brandopfern. Beim Alarm-Blasen sagt Gott seinem Volk zu, dass er ihrer gedenken und sie aus der Hand ihrer Feinde erretten wird.

Am 20.02. des zweiten Jahres nach dem Exodus erhebt sich die Wolke vom Heiligtum, die Stiftshütte wird abgebaut, das Volk bricht auf und zieht nach der von Gott angegebenen Marschordnung los. Fast zwei Jahre lang lagerte Israel am Sinai. Hier hat es nach der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten eine neue Identität in der Bundesbeziehung mit Gott bekommen sowie eine Volksordnung und Anweisungen zum Umgang miteinander und zum Leben-mit-Gott erhalten, Gottes Majestät und Herrlichkeit gesehen und seine Versorgung durch Manna erlebt. Nun also der Aufbruch. Sinai ist ja nicht das Ende, sondern nur die erste Station auf dem Weg ins verheißene Land. Schnell ist es gegangen, das Volk aus Ägypten herauszuholen, lange dauert es, die Gedanken an Ägypten aus dem Volk zu bekommen, wie die folgenden Kapitel zeigen werden. Mose versucht seinen Schwager Hobab als Führer zu engagieren, der ziert sich aber. Das Volk jedenfalls zieht los, der Wolkensäule hinterher.

Interessant ist es, zu sehen, wie Gott sein Volk führt, leitet und formt. Analog zu Paulus in 1Kor 10 frage ich nach der Bedeutung für uns heute und stelle fest: Nach Jahren der beständigen Gotteserfahrung, dem Hören auf seine Stimme und dem Folgen seiner Weisung, nach Zeiten, in welchen er unser Leben ordnet und regelt, folgen oft ganz andere Erlebnisse. Wenn wir es uns schon gemütlich machen wollen, uns häuslich einrichten wollen (vgl. Petrus, der auf dem Berg der Verklärung die Hütten bauen will), kommt der neue Aufbruch. Gottes Hand liegt auf uns und drängt uns weiter, hinein in das Ungewisse. Dann stehen Zeiten der Wüste bevor, Zeiten, in welchen man wie Israel gerne murren will, in denen man sich an frühere, angenehmere Tage erinnert und vielleicht wehmütig zurückblickt. Aber früher war nicht alles besser, Christen leben nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart und folgen Gott in die Zukunft. Auch krasse Zeiten sind Teil seiner Geschichte mit uns und dienen seinem Zweck. Hebr 11 erinnert an Menschen, die Gott immer wieder vorwärts geführt hat, an seiner Hand in ein neues Land. Also: „Further up and further in!“

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[Das besondere Samenkorn] Numeri 9, 8b

26. Mai 2006

Wartet, ich will hören, was euch der HERR gebietet.

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[Wegmarken] Numeri 9 – Unter Gottes Führung

26. Mai 2006

Am 14.01. des zweiten Jahres nach dem Auszug aus Ägypten halten die Israeliten am Sinai das Passafest. Einige aus dem Volk sind durch Berührung eines Toten unrein geworden. Sie wollen von Mose wissen, ob es auch für sie eine Lösung gibt. Mose verweist sie darauf, dass er erst von Gott eine Antwort erbitten müsse. Die kommt dann auch: Wer unrein oder auf Reisen ist, soll das Passa am 14.02 halten, wer dies aber nicht tut, versündigt sich und muß sterben. Das gilt auch für Fremdlinge, die sich dem Volk angeschlossen haben.

Nachdem das Heiligtum aufgestellt wurde, läßt sich die Wolke der Gegenwart Gottes auf die Stiftshütte herab. Nachts wechselt sie die Erscheinung und wird zur Feuersäule. Immer dann, wenn sich die Wolke erhebt, bricht das Volk auf und zieht weiter. Sobald die Wolke sich an einem Ort niederläßt, halten die Israeliten an, lagern sich und bleiben dort, ob es sich nun um Tage, Wochen oder Monate handelt.

Dieses Kapitel zeigt die Notwendigkeit der Führung Gottes. Ob in einer speziellen Situation (Können unrein Gewordene das Passa feiern?) oder im alltäglichen Lauf – Israel war ganz auf die Richtungsweisung durch Gott ausgerichtet. Eine Herausforderung für uns, Gott durch die Bibel, Literatur, Gemeinschaft, Gebet etc. zu suchen und auf seine Stimme zu hören. Dass er uns leiten wird, hat er verheißen, und der Heilige Geist ist uns als Beistand gegeben.

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[Aus dem Leben] Himmelfahrtfestival

26. Mai 2006

War gestern auf dem Himmelfahrtfestival in Wüstenrot-Neuhütten. Zum dritten Mal in Folge habe ich die besondere Atmosphäre dort genossen. Wieder einmal keine Aufreihung von Konzerten, sondern eine große „Celebration“. Und einmal mehr war es einfach schön, gemeinsam mit Delirious? und Rebecca St.James unseren großen Gott zu feiern und anzubeten. Bis nächstes Jahr!

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[Wegmarken] Numeri 8 – Lampen und Leviten

26. Mai 2006

Aaron entzündet die Lampen am Leuchter im Heiligtum, die ab sofort beständig brenen werden. Der Dienst kann beginnen. Ich möchte davon inspiriert sein, beständig mein Licht leuchten zu lassen und offen zu sein für Gottes Gegenwart und sein Reden.

Im Anschluß werden die Leviten in ihren Dienst eingeführt. Reinigendes Wasser wird über sie gesprengt, der ganze Körper rasiert und ihre Kleider gewaschen. Mit Speis- und Sündopfern treten sie vor die Volksgemeinde. Die Israeliten legen ihnen die Hände auf und Aaron weiht sie für Gott. Danach legen die Leviten zwei Stieren die Hände auf. Einer dient als Sünd- und einer als Brandopfer. So wird Versöhnung erwirkt. Die Leviten sind ausgesondert aus dem Volk zum Dienst für Gott am Heiligtum. Sie stehen für die Erstgeburt Israels und machen dadurch Gottes Anspruch auf das ganze Volk deutlich. Im Alter von 25-50 unterstützen sie die Priester in ihrem Dienst und erwirken Sühne für das Volk.

Heute ist niemand mehr speziell ausgesondert. Alle Nachfolger Jesu haben ihr Leben zum Dienst für Gott geweiht. Damit gibt es keinen geistlichen Mittlerstand mehr, jeder Christ gehört zur königlichen Priesterschaft. Der Initiationsritus mit Rasur, Reinigung, Versöhnung und Einsetzung in ein neues Amt bzw. Leben erinnert an die Aussagen über die Taufe in Römer 6.

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[Aus dem Leben] The DaVinci Code – Sakrileg

25. Mai 2006

Nein, kein theologisches Statement von mir. Davon gibt’s genug. ScotMcKnight z.B. hat gut gearbeit. Ich wollte einfach nur einen guten Film sehen. War aber eine Enttäuschung: Dilettantische schauspielerische Leistungen, hanebüchene Wendungen, keine Spannung. Hat nicht gehalten, was Namen wie Tom Hanks, Audrey Tautou, Paul Bettany, Jean Reno und Ian McKellan versprachen. Bäh. Hätte doch „Das Leben der Anderen“ sehen sollen…

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[Wegmarken] Numeri 7 – Gütergemeinschaft und die Stimme Gottes

25. Mai 2006

Nachdem das Heiligtum mit allen Geräten aufgerichtet, gesalbt und geweiht wurde, bringen die Stammesfürsten ihre Opfer, je zwei Stämme einen Wagen mit zwei Ochsen, welche die Arbeit der Leviten beim Transport des Heiligtums erleichtern. Danach bringt zwölf Tage lang jeweils ein Stammesfürst die Gaben seines Stammes zum Heiligtum; jeder bringt dasselbe: Silberteller und Silberschale mit Mehl und Öl zum Speisopfer, goldener Teller mit Räucherwerk, Stier, Widder, Lamm zum Brandopfer, Ziegenbock zum Sündopfer und zum Dankopfer zwei Ochsen, fünf Widder, fünf Ziegenböcke und fünf Lämmer.

Befremdlich diese Opferriten, immer noch und immer wieder. Ehrfurcht empfinde ich, wenn ich mir vorstelle, wie jeden Tag dieser Zug zum Heiligtum stattfindet und die Opfer dargebracht werden. Denke an das Opfer Jesu, stelle mir die Gegenwart Gottes vor und werde mir außerdem bewußt, dass das ganze Volk für die Ressourcen, welche die Leviten benötigen, aufkommt. Auch in der Gemeinde ist uns Gütergemeinschaft aufgetragen, welche Form auch immer diese annehmen mag.

Am Ende des Kapitels, nach über 80 Versen über die Aufzählung und Wiederholung der Gaben der einzelne Stämme erfolgt eine schlichte Feststellung: Von da an vernahm Mose die Stimme Gottes im Heiligtum von dem Ort über dem Sühnedeckel zwischen den Cherubim.

Nachdem das Volk eine Ordnung bekommen hat, der levitische Dienst strukturiert und das Heiligtum in „Betrieb“ genommen wurde, erlebt Mose beständig eine Begegnung mit Gott. Ordnung und Struktur können das Leben-mit-Gott befruchten und ersticken. Ich mag beides: Den regelmäßigen „Termin“ mit Gott und die ständige Offenheit auf ihn hin, rhythmisch unterbrochen von den Tagzeitgebeten, welche meinem Tag Form und Struktur geben. Stille ist notwendig, um schrittweise zu lernen, meine Gedanken und Gottes Stimme zu unterscheiden. Letztendes gilt es aber, Gottes Stimme nicht nur zu hören, sondern auch nach ihr zu handeln. Eine beständige Herausforderung…

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[Theologie] Die Symphonie der Bibel

22. Mai 2006

Immer mehr wird mir bewußt, wie tief und vielfältig die biblischen Schriften sind. Als Kind habe ich mich an den Geschichten erfreut. Später wollte ich einen Endzeit-Fahrplan entwickeln und Antworten auf bestimmte Fragen erhalten. Beständig war ich mit Lehrmeinungen konfrontiert, mit denen ich mich auseinanderzusetzen hatte und habe mich immer mehr gewundert, wie Menschen mit der Schrift umgehen und zu welchen Erkenntnissen sie kommen.

Durch ein Gespräch während eines nächtlichen Spazierganges bin ich zum Bild der Symphonie gekommen: Unterschiedlichste Instrumente eines großen Orchesters tragen ein Gesamtwerk vor. Manchmal war mein Bild von den Streichern geprägt, und als dann plötzlich Paukenschläge ertönten, wußte ich nichts mit ihnen anzufangen. Höre ich aber aufs ganze Orchester, wird etwas Majestätisches erkennbar. Und die einzelnen Stimmen treten zurück.

Die ein oder andere Bewegung der Kirchengeschichte hat immer wieder nur eine Wahrheit betont, ein Instrument herausgegriffen, das zu dieser Zeit überhört wurde. Wenn aber dieses den Rest des Ensembles übertönt, wird es einseitig:

  • Vergebung geschieht sola gratia, wir können uns das Heil nicht verdienen. Aber: Der Glaube bringt Werke hervor, sonst ist er tot.
  • Wir benötigen die Kraft des Heiligen Geistes. Und Gaben wie die Zungenrede. Aber: Nicht jeder Gläubige wurde mit der Glossolalie beschenkt. Darum kann sie auch nicht der Maßtstab für den geistlichen Stand eines Menschen sein.

Zur Zeit freue ich mich an der Vielfalt der Heiligen Schrift, lausche der Symphonie und werde mir immer mehr bewußt, dass meine Erkenntnis Stückwerk ist und bleibt.

Frage zum Weiterdenken: Welches Instrument wurde überhört, dass es zu Lehren wie bei „Wort + Geist“ kommen konnte? Sie sind sicher nicht neu, aber warum erleben sie jetzt solchen Zulauf? Was ist die Botschaft Gottes dahinter? Was kann der gesamte Leib Jesu daraus lernen?

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[Das besondere Samenkorn] Numeri 6, 24-26

22. Mai 2006

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

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[Wegmarken] Numeri 6 – Gottgeweihte & Aaronitischer Segen

22. Mai 2006

Ein spezielles Gelübde wird hier vorgestellt: Der Nazoräer-Eid, eine Weihe an Gott auf bestimmte Zeit. Es beinhaltet die Abstinenz von Alkohol und allem, was vom Weinstock kommt, das Verbot des Haare-Schneidens und des Berührens einer Leiche – die beiden letzteren würden mir leicht fallen 😉 Falls doch ein Kontakt mit einem Toten geschieht, ist am 7. Tag danach der Kopf zu rasieren sowie Sünd-, Brand- und Schuldopfer darzubringen. Am Ende der Weihe werden Sünd-, Dank-, Brand-, Speis- und Trankopfer dargebracht, das Haupt rasiert und die Haare mit dem Dankopfer verbrannt. Danach darf auch wieder Wein getrunken werden.

Ist solch ein Gelübde heute noch notwendig? Einerseits nein, denn wer Christus nachfolgt, dessen Leben ist Gott ganz geweiht. Andererseits kann es durchaus hilfreich sein, eine Zeitlang auf etwas zu verzichten, um sich grundsätzlicher Dinge klarzuwerden. Ich habe von Fastenzeiten immer sehr profitiert. Ein wunderbares Büchlein dazu stammt von Anselm Grün. Es ist das beste, was ich bislang hierüber gelesen habe.
Am Ende des Kapitels trägt Gott, den Priestern auf, seinen Namen auf die Israeliten zu legen, indem sie sie segnen. Für mich ist der Segen immer noch ein großes Geheimnis. Vor allem aber ein Geschenk.

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[Wegmarken] Numeri 5 – Gerüchte & Gottesurteil

20. Mai 2006

Das Kapitel beginnt mit der Wiederholung zweier Anweisungen: Aussätzige und Unreine müssen das Lager verlassen; wer einem anderen einen Schaden zufügt, hat diesen zu ersetzen und ein Fünftel hinzuzufügen, sowie ein Sühnopfer darzubringen.

Dann das neue Gebot: Hat ein Mann den Verdacht, seine Frau habe Ehebruch begangen, bringt er sie zum Priester. Dieser stellt sie vor Gott in die Stiftshütte und nimmt heiliges Wasser, das er mit Staub vom Boden des Heiligstums vermischt. Das Haar der Frau wird geöffnet, sie nimmt ein Speisofer, das als Gedächtnis- und Eiferopfer dient, in die Hand. Der Priester macht ihr klar, dass sie das Wasser zu trinken hat. Ist sie unschuldig, wird es ihr nichts anhaben. Hat sie aber Ehebruch begangen, so wird ihr Bauch anschwellen und ihre Hüfte schwinden. Die Frau antwortet mit einem doppelten „Amen“, der Priester schreibt den Fluch auf Papier, das mit dem Wasser abgewaschen wird, welches sie daraufhin trinkt. Der Priester bringt das erwähnte Speisopfer dar, worauf die entsprechende Folge eintritt.

Eine schwer zu verdauende Passage ist das, die düster und magisch erscheint, ganz fremd wirkt. Warum wird der Mann nicht bestraft? Diese Frage bleibt offen…

Klar ist aber: Eine offene, im Raum stehende Frage wird abschließend geklärt. Die Verdächtige wird in die Hand Gottes übergeben, der über ihr Schicksal entscheidet. Bleibt das Trinken des Wassers folgenlos, sind alle Gerüchte bzw. Verdächtigungen beendet und Gemeinschaft wiederhergestellt; dann steht der Mann, der sie verdächtigt hat, ziemlich dumm da. Somit dient dieses Gebot letztlich dem Schutz der Frau…

Es bleibt festzuhalten, dass das Verbreiten von Gerüchten, Mutmaßungen und Verdächtigungen keine coole Sache ist. Leider neige ich dazu, mich bei solchem Gerede zu schnell zu beteiligen. Daher eine wichtige Ermahnung für mich.

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[Aus dem Netz gezogen] Holey Bible

18. Mai 2006

Wieder mal ein hübsches Fundstück bei purgatorio. Wo der das Zeux immer findet…

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[Wegmarken] Numeri 4 – Tabernacle-to-go

18. Mai 2006

Den eigentlichen Dienst an der Stiftshütte tun Männer zwischen 30 und 50. Dieses Kapitel besteht aus detaillierten Anweisungen zu Abbau und Transport des Heiligtums. Die Priester decken die heligen Geräte mit verschiedenen Stoffen ab, bevor die Kohatiten das Zelt betreten und das ihnen Zugewiesene abtransportieren. Berühren sie etwas Heiliges, müssen sie sterben. Harte Zeiten waren das… Genaue Bestimmungen für die Merariten und Gerschoniten schließen sich an, sie führen das aus Kapitel 3 Bekannte aus. Diese beiden Clans stehen unter der Aufsicht Ithamars, des Sohnes Aarons. Danach werden die dienstfähigen Leviten gezählt und jeder bekommt seine spezielle Aufgabe zugewiesen.

Diener- und Hilfsdienste erhalten hier ihre besondere Ehre. Die Arbeit im Hintergrund wird hervorgehoben. Würde uns heute auch gut tun. Erkennbar wird: Jeder Einzelne hat seine eigenen Platz, eine eigene Aufgabe. Paulinisch gesprochen: Jeder ist Glied am Leib, hat Gaben und Aufgaben bekommen.

Das tragbare Heiligtum drückt aus: Gottes Gegenwart ist nicht an einen Ort begrenzt, er läßt sich nicht dauerhaft nieder, bindet sich nicht an einen Ort. Das hat Stephanus in seiner Rede in der ApG schön gezeigt. Gott geht mit seinem Volk. In Joh 1, 14 heißt es von Jesus „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ – genauer übersetzt: „und zeltete unter uns“. Seit Pfingsten ist klar: Gottes Gegenwart ist in besonderer Weise auf den Nachfolgern Jesu. „Wo zwei oder drei zusammen sind…“

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[Wegmarken] Numeri 3 – Leviten

17. Mai 2006

Nun richtet sich der Fokus auf den Stamm Levi. Aaron und seine Nachkommen sollen als Priester dienen, die anderen Leviten unterstützen sie in der Durchführung der Riten. Sie unterteilen sich in drei Clans – die Nachkommen der Söhne Levi’s: Gerschon, Kohat und Merari. Jeder Clan erhält einen von Gott benannten Fürsten, seine jeweilige Aufgabe und einen Lagerplatz zugewiesen. So kümmern sich die Gerschoniter um das Zelt der Stiftshütte und lagern westlich hinter ihr, die Kohatiter sorgen für die heiligen Geräte und lagern südlich der Stiftshütte, Meraris Nachkommen obliegt die Sorge für Säulen, Pflöcke und andere Verbindungselemente. Sie lagern nördlich der Stiftshütte. Aarons Sohn Eleazar erhält die Aufsicht über den Stamm Levi. Östlich vor dem Heiligtum befinden sich Mose und die Nachkommen Aarons. So wird die Arbeit geordnet und strukturiert, jeder bekommt seine Aufgabe und seinen Platz, Führungsstrukturen sind hierarchisch aufgebaut. Erinnert doch irgendwie an eine Megachurch 😉 Aber sicherlich war eine solche Ordnung die beste Lösung für die spezielle Situation damals. Für mich bleibt die Erinnerung, meinem Leben und meinen Tätigkeiten im Laufe dieses Jahres auch wieder eine feinere Struktur zu verpassen.

Gott nimmt die Leviten für sich an, sie sind ausgesondert für den Dienst am Heiligtum. Sie stehen für alle Erstgeborenen Israels, die Gott sich geweiht hat, als er die Erstgeborenen Ägyptens tötete. Die Zahl der männlichen israelitischen Erstgeboren übersteigt die Zahl der Leviten um 273. Diese werden durch einen an die Priester gezahlten Betrag ausgelöst. Wieder einmal erklingt eine Melodie, die später noch zu hören sein wird: Gott wird durch die Preisgabe seines Erstgeborenen Menschen erkaufen und sie zu seinen Priestern machen.

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[Wegmarken] Numeri 2 – Lager- und Marschordnung

16. Mai 2006

Nach der Volkszählung setzt Gott eine Grundordnung fest. Die Israeliten werden nach Stämmen gegliedert, jeder Stamm erhält einen von Gott benannten Leader. Drei Stämme bilden jeweils ein Regiment, welche von den Stämmen Juda, Ruben, Ephraim und Dan angeführt werden. In der Mitte des Lagers befinden sich die Leviten und die Stiftshütte. Ihr gegenüber lagern die Regimenter. Die Marschordnung wird von den Regimentern Judas und Rubens angeführt, danach folgen die Leviten mit dem Heiligtum und den dazugehörenden Geräten, den Abschluß bilden die Regimenter Ephraims und Dans.

Nach dem chaotischen Auszug schafft Gott nun Struktur. Erinnert an Gen 1. Die Freiheit erhält einen ordnungsvollen Rahmen (vgl. 1Kor 14, 40 8-)). Gottes Zelt steht in der Mitte, wie früher Dörfer um die Kirche herum gebaut wurden. Gott will in unserer Mitte wohnen, will sein Volk in seiner Nähe und Gegenwart haben. Ob die Stammes- und Leiterschaftsstrukturen uns auch heute noch etwas zu sagen haben, magst Du entscheiden. Für mich ist heute wichtig: Nach sechs Jahren Studiums, massenhaft Büchern, Input und Gedanken, sehne ich mich danach, eine neue Struktur zu gewinnen. Erst die Standortbestimmung, dann die Ordnung. Klingt verlockend für mich 😉

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[Wegmarken] Numeri 1 – Standortbestimmung

15. Mai 2006

Die Zeit Moses auf dem Berg ist vorbei. Gott hat ihm seine Weisung mitgeteilt, nun geht das praktische Leben weiter. Exodus brachte das Volk aus Ägypten an den Sinai, Levitikus bringt die Weisung Gottes vom Sinai und das Buch Numeri erzählt die Geschichte Israels in der Wüste. 40 Jahre werden es sein, in denen Gott aus einer Horde Sklaven sein Volk formt. Menschen, die 400 Jahre lang in Gefangenschaft gelebt hatten, werden nun umgestaltet. Ein Buch, das auch Hinweise für unseren Wachstumsprozeß liefern kann.

Gott beginnt mit einer Volkszählung. Alle wehrfähigen Männer ab 20 werden erfaßt, insgesamt sind das 603550 aus den zwölf Stämmen (Joseph = Ephraim & Manasse, Levi wird nicht gezählt, da die Leviten am Heiligtum dienen). Entwicklung beginnt mit einer Standortbestimmung. Mindestens einmal jährlich ziehe ich mich zurück, um über meine momentane Situation nachzudenken, die Vergangenheit zu reflektieren und um von Gott zu hören, wie es weitergehen soll. Es tut gut, nicht einfach vorwärtszustolpern, sondern genaue Schritte zu kennen. In gleicher Weise spüre ich, wie ich eine solche Zeit jetzt wieder einmal dringend brauche…

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