Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

Archiv für April, 2006

[Wegmarken] Levitikus 5 – Vom Umgang mit Sünde und Schuld

15. April 2006

Nochmal zu unbewußter oder unabsichtlicher Sünde: Das Vergehen ist zu bekennen und ein Sündopfer darzubringen. Daraufhin erwirkt der Priester mit dem Blut des Opfertiers Sühne. Wer sich aus Versehen am Eigentum anderer (und Gottes) vergreift, muß ein Schuldopfer darbringen, den Schaden ersetzen und ein Fünftel dazugeben. Wieder erwirkt der Priester mit dem Blut des Opfertiers Sühne und Gott vergibt.

Wieder wird deutlich: Sünde ist ernstzunehmen. Eine Dissonanz in der Harmonie. Nicht einfach wegzuwischen. Zuerst bekennen – vor Gott und Menschen. Dann den Schaden ersetzen, um die Harmonie zwischen Mensch und Mensch wiederherzustellen. Vergebung der Schuld gewährt Gott aufgrund des Opfertodes Jesu. „Wiedergutmachen“ läßt sich Sünde nie. Vergebung ist nicht möglich aufgrund meiner Anstrengung; sie bleibt ein teuer bezahltes Geschenk.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Levitikus 4 – Sündopfer

14. April 2006

Verstößt jemand unabsichtlich gegen die Weisung Gottes, schleicht sich ein dissonanter Ton ein. Dann ist ein Opfer darzubringen; ein makelloses Tier wird geholt, die Hände aufgelegt, es wird geschlachtet, sein Blut wird in der Stiftshütte sieben Mal vor den Vorhang des Allerheiligsten gesprengt, die Hörner des Räucheraltars werden bestrichen und der Rest wird vor dem Räucheraltar ausgegossen. Fett, Nieren und Eingeweide läßt man auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen, der Rest wird an einem reinen Ort außerhalb des Lagers, wo sonst die Asche hingebracht wird, auf einem Holzfeuer verbrannt.

Wieder einmal fasziniert mich gerade am Karfreitag, welche Melodien aus diesem Stück in Jesus wieder aufgenommen und vollendet werden.

  • Die unbewußte Sünde erinnert mich an Jesajas „wir gingen alle in die Irre wie Schafe“ – keiner realisiert, daß er auf dem falschen Weg ist
  • Das Auflegen der Hände klingt in Jesajas „der Herr warf unser aller Sünde auf ihn“ nach
  • Dass Blutvergießen Vergebung und Versöhnung schafft, höre ich im Hebräerbrief wieder
  • Das bewußte Erwähnen des Holzfeuers läßt mich an das Kreuz denken
  • Die Asche als Überbleibsel des Feuers weckt Assoziationen an die Schädelstätte, Skelette als Überbleibsel der Menschen
  • Und das Verbrennen außerhalb des Lagers macht bewußt, dass Golgatha außerhalb Jerusalems lag

Immer wieder krass, wieviele Muster zu einer Komposition verwoben werden. Am Ende klingt wieder die Melodie Gottes heraus. Jesus hat als Hoherpriester und Opfer in Personalunion mein Vergehen getragen, so daß ich erfülltes Leben-in-Gemeinschaft genießen kann. Mit Menschen und mit Dir, Jesus. Danke.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Bedenkenswert] Die Melodie Gottes – Erfülltes Leben-in-Gemeinschaft

14. April 2006

Die Kameraden von Kubik sind ja im Moment dabei, sich ein wenig neuzudefinieren. Dabei haben sie ein schönes Bild entwickelt: Der Glaube eines jeden ist eine Mischung aus Gottes Idee und der Kultur des Menschen, so wie ein DJ aus zwei verschiedenen Platten einen neuen Mix generiert. Hier sind wir der Frage nachgegangen, wie eigentlich dieser Gott-Beat zu identifizieren ist, wohl als die große Linie der Bibel. Was zieht sich durch? Und inspiriert von dieser Diskussion bei Mike habe ich meine Gedanken sortiert.
Weil ich weniger auf Beats und mehr auf Musik 8) stehe, möchte ich die große Linie der Bibel nicht als Gottes Beat, sondern als Gottes Melodie bezeichen. Eigentlich das God-Theme, welches sich durchzieht und immer wieder (manchmal in abgewandelter Form) neu erklingt.

Die Melodie Gottes ist für mich erfülltes Leben-in-Gemeinschaft. Das drückt die Dreineinigkeit aus – Gott selbst lebt erfülltes Leben-in-Gemeinschaft. Diese Fülle verschenkt er an uns. Gott schafft eine Menschheit als Ebenbild Gottes. ACHTUNG: Nicht ein Individuum, sondern eine Gemeinschaft ist Ebenbild Gottes! Das erfüllte Leben-in-Gemeinschaft der Menschen ist eine Reflektion der Trinität. Diese Melodie erklingt in der Sehnsucht Adams nach Eva und in der Einsetzung der Ehe. Erste Dissonanz hören wir am Sündenfall – aus dem erfüllten Leben-in-Gemeinschaft des Menschen mit Gott wird ein Drehen des einzelnen Menschen um sich selbst. Gottes Absicht mit Israel war es, ein Volk zu haben, in dessen Mitte er wohnen konnte. Seine Gebote dienten dazu, Beziehungen der Glieder des Volkes zu regeln. Durch diese Orientierungen wird Leben-in-Gemeinschaft möglich. Leider allerdings hat das nicht funktioniert, keiner hat sich dran gehalten und wo die Gemeinschaft der Menschen untereinander zerstört war, war auch keine Gemeinschaft mit Gott möglich, was die Propheten ja so sehr angeprangert haben. Durch Jesu Versöhnungstat ist Leben-in-Gemeinschaft mit Gott wieder möglich. Und aus der Umgestaltung durch den Heiligen Geist in uns folgt eine zunehmende Befähigung zum Leben-in-Gemeinschaft unter Menschen. Und damit ist das Gesetz/die Weisung Gottes, das Doppelgebot, die Bergpredigt und Jesu neues Gebot erfüllt – die sich alle auf einen Satz herunterbrechen lassen: Lebe erfüllte Gemeinschaft mit Gott und Menschen! Das Ziel aller Geschichte ist das neue Jerusalem, voll von Menschen, die erfülltes Leben-in-Gemeinschaft miteinander und mit Gott genießen. Wo diese Melodie heute erklingt, ist für mich Reich Gottes, grüßt uns das schon, was einst kommen wird.

Abgelegt unter Bedenkenswert, Theologie | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Levitikus 3 – Dankopfer

13. April 2006

Dankopfer kann auch als Gemeinschaftsopfer übersetzt werden. Dabei wird vom Opfertier nur Fett, Eingeweide und Nieren verbrannt. Den Rest verzehrt der Darbringende mit seinen Angehörigen. Fleisch war eigentlich ein Luxus zu der Zeit. Wollte man sich das gönnen, dann stand das Darbringen des Dankopfers voran. Interessant: Erst der Dank an Gott, dann die gemeinsame Mahlzeit. Ob die Tradition des Tischgebets hier einen Ursprung hat? Wichtig auch der gemeinschaftliche Charakter: Eine Feier geschieht nicht allein; wenn ich mir etwas gönne, sollen andere auch Segen erfahren. Keine Spur von Egoismus, Leben soll geteilt werden.

Außerdem wieder einmal eine Mahlzeit in der Gegenwart Gottes beim Darbringen eines Opfers. Heute, am Gründonnerstag, ist ein guter Tag, über das Abendmahl nachzusinnen…

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Levitikus 2 – Speisopfer

12. April 2006

Speisopfer bestehen aus Mehl, Öl und Weihrauch. Sie werden dargebracht als Anerkennung der Versorgung Gottes und im Bewußtsein, daß alles sein Eigentum ist. Sie müssen immer mit „Salz des Bundes“ gesalzen werden, ein Ausdruck dafür, daß der Bund zwischen Gott und Israel bewahrt und erhalten bleibt. Eine Handvoll soll in Rauch aufgehen, der Rest gehört den Priestern.

Wir können ohne Sorge sein: Gott versorgt uns mit dem, was wir brauchen. Ein frommer Satz, aber eine biblische Wahrheit. Über das, was er uns anvertraut, sollen wir als treue Haushalter verfügen. Wie kannst Du mit dem, was Dir gegeben ist, Segen schaffen?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus dem Leben] Inside Man

12. April 2006

Hab mir heute zusammen mit netten Menschen im Kino Inside Man angesehen, den ich sehr genossen habe. Schöner Thriller, Geiselnahme, politisch korrekt, überraschende Wendungen und ein cooler Hut – Empfehlung!

Abgelegt unter Aus dem Leben | 2 Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] Käßmann über Spiritualität

11. April 2006

idea bringt ein Interview mit Margot Käßmann, die sich sehr dagegen wehrt, Elemente aus anderen Religionen unreflektiert zu übernehmen. Interessant, ich hatte sie immer für eine gehalten, die die Tür zu weit aufmacht…

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | 2 Kommentare »

[Wegmarken] Levitikus 1 – Brandopfer

11. April 2006

Jetzt steht also Levitikus an. Nicht unbedingt mein Lieblingsbuch in der Bibel, das muß ich gestehen… Aber interessant ist es allemal, was da über die Opfer geschrieben wird.

Ein Brandopfer soll männlich sein und ohne Makel. Auch Arme können sich das leisten, denn statt des Stieres, Schafs oder Ziegenbocks liegt auch eine Taube drin. Dem Opfertier werden die Hände aufgelegt, dann wird es geschlachtet, sein Blut an den Altar gesprengt, das Tier zerteilt und verbrannt, zum Wohlgeruch für Gott. Und dadurch geschieht Versöhnung, die gestörte Beziehung wird wieder heil.

Jesus war ohne Sünde, das vollkommene Opfer, welches mein Verhältnis zu Gott wieder gerade gerückt hat. Wahres Vergehen erfordert echte Versöhnung.

Meine Antwort kann nur sein: Hingabe des ganzen Lebens als Gott wohlgefäliges Opfer (Röm 12,2). Oder: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich“ (Mt 16,24).

Was bedeutet Selbstverleugnung für Deinen Traum vom Leben oder von Gemeinde?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] The Gospel of Brian

10. April 2006

Nein, hat nichts mit Monty Python zu tun. Ein früher koptischer Text wurde entdeckt, das Evangelium nach Brian. Finde selbst heraus, um wen es sich dabei handelt. 😉

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | 1 Kommentar »

[Aus dem Leben] Ein Gruß aus meiner Kindheit

10. April 2006

Habe mich ja schon häufiger mit Kindheitserinnerungen beschäftigt. Jetzt allerdings hat meine Großmutter eine ausgegraben, die mir bislang entgangen war. Durch den Mesnerdienst meiner anderen Oma hatte ich mich häufig im Heimerdinger Kirchengebäude aufgehalten. Eines Tages kam ich dann zu erstgenannter Großmutter gerannt, direkt aus der Kirche, war völlig verstört und meinte [transkribiertes Kleinkinderschwäbisch]: „Oma, etwas Schreckliches ist passiert – das kannst Du Dir gar nicht vorstellen! Sie haben Jesus ans Kreuz genagelt!“

Abgelegt unter Aus dem Leben | Keine Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] One Year Scot McKnight

10. April 2006

Scot McKnight feiert diese Woche einjährigen Blog-Geburtstag. Ich hab beinahe alles von ihm gelesen und wurde sehr bereichert; z.B. mein Stundengebetsbuch habe ich durch ihn entdeckt. Eine Schlüsselsituation war für Scot:

Andrew Jones, TSK, pushing his discussion of Carson’s book to my page and that led me to months of reading to figure out what emerging was all about, and the discovery that I am emerging.

Lustig das. Durch eben diesen Post hab ich zu Scot gefunden. Und irgendwann hab ich alles gelesen, was ich im Web von Andrew gefunden habe. Für mich bleibt er der Coolste im Tribe. Und nicht zuletzt habe ich dieselbe Erfahrung wie Scot gemacht, als ich erkannt habe, daß ich auch EC-konform ticke.

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | Keine Kommentare »

[Das besondere Samenkorn] Exodus 40, 34-38

10. April 2006

Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung. Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte. Und immer, wenn die Wolke sich erhob von der Wohnung, brachen die Israeliten auf, solange ihre Wanderung währte. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so zogen sie nicht weiter bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob. Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte.

Abgelegt unter Das besondere Samenkorn | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Exodus – Rückblick

10. April 2006

Am Anfang des Zweiten Mose erlebt Israel Drangsal, Unterdrückung und Gott-Verlassenheit. Am Ende blicken sie auf aufregende Zeiten zurück: Gott hat sich ihnen offenbart, einen versprengten Haufen Sklaven aus der Knechtschaft befreit und zu einer Nation geformt, seine Ordnungen enthüllt, sie versorgt. Manches Mal haben sie ihn erzürnt, ihm nicht vertraut, aber sein Erziehungsprogramm geht weiter. Am Ende steht die Fertigstellung des Heiligtums, und im Bewußtsein der manifesten Gegenwart und besonderen Führung Gottes zieht Israel weiter, Gott und seiner Verheißung hinterher.

Dieses Buch hat mir wieder einmal die Größe Gottes gezeigt. Er ist Jahwe, der Seiende, der schlechthin einfach mal ist. Er handelt. Er hat Pläne. Er verfolgt seine Ziele. Voller Leidenschaft für sein Volk wendet er sich ihm zu und geht seinen Weg mit ihnen. Krasse Dinge, die das Selbstbild Israels bis heute prägen, sind da geschehen. Gott zieht sein Ding aber nicht alleine durch. Mose, Aaron, die Ältesten, Bezalel, Oholiab, die Leviten, weitere Stammesführer sind diejenigen, die er einbindet. Eigentlich sollte ja das ganze Volk zum königlichen Priestertum werden, was aber erst später funktioniert hat (vgl. 1Petr 2).

Am Ende bleibt Gott. Staunen über ihn und Dinge, die ich nicht verstehe. Ein Bild von seiner Herrlichkeit und Majestät, die dennoch dem Menschen immer ein Gegenüber bleibt, das die Beziehung sucht. Ein wichtiger Impuls für eine Zeit, in der Spiritualität oft stark die Innerlichkeit betont.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Exodus 40 – When God comes to town

10. April 2006

Exakt ein Jahr nach dem Auszug wird die Stifsthütte aufgerichtet. Vom äußeren Vorhof, in dem Brandopferaltar und Reinigungsbecken stehen, geht es ins Zelt der Begegnung mit Räucheraltar, goldenem Leuchter und Schaubrottisch. Hinter dem Vorhang wartet dann das Allerheiligste mit den Gebotstafeln in der Bundeslade, darüber der Sühnedeckel mit den Cherubim. Eine populäre Auslegung erkennt darin das Annehmen des Opfers Jesu (1.Altar), Reingung von Sünden und Sünde durch sein Blut (Becken), persönliche Hingabe an Gott (Räucheraltar), Erfüllt-sein mit dem Heiligen Geist (Leuchter), Mahlgemeinschaft (Schaubrottisch) und das Leben gemäß der Weisungen Gottes (Gebotstafeln). Sicherlich viel zu kurz gegriffen und vereinfacht; wahrscheinlich werden wir solche Dinge bis zu Jesu Wiederkunft sowieso nicht erschöpfend erklären können. Trotzdem: Viele Ereignisse und Bilder des Alten Testaments tragen einen Schatten des Zukünftigen, und gerade diese sechs Elemente machen einen Teil der Melodie meines Lebens-mit-Gott aus.

Nach der Einweihung des Zeltes bedeckt die Wolke das Heiligtum und die Herrlichkeit Gottes senkt sich herab, so daß Mose nicht eintreten kann. Ab diesem Zeitpunkt gilt: Wolke bei Tag, Feuer bei Nacht im und ums Heiligtum. Israel wird immer erst dann weiterziehen, wenn die Wolke die Stiftshütte verlassen hat. Mich fasziniert das: Das Zentrum des Volkes ist erfüllt von der manifesten und für jeden sichtbaren Herrlichkeit Gottes, welche den Weg vorgibt. Würden wir uns das nicht manchmal auch wünschen, daß Gott so deutliche Weisung gibt? Wäre ja auch zu einfach… Wie erkennst Du, ob sich die Wolke hebt und Du weiterzuziehen hast?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus dem Netz gezogen] Fragen für Dein Leben-mit-Gott

10. April 2006

Die von Richard Foster geleitete Renovaré-Bewegung setzt sich mit sechs Strömen christlicher Frömmigkeit auseinander, die Foster in diesem schönen Buch herausgearbeitet hat, und die uns auch im Tutorium/Intensivtraining bei der AfL beschäftigen. Hier findest Fragen, die sich auf diese sechs Ströme beziehen und die Dir im Nachdenken über Dein Leben-mit-Gott eine Hilfe sein können. (Gefunden in diesem Post von Jonny Baker)

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | Keine Kommentare »

[Bedenkenswert] Emerging Church – ein klassisch modernes Phänomen?

10. April 2006

Hab heute das Philosophische Quartett im ZDF genossen. War sehr interessant, kurzweilig, voll bissiger Ironie und inspirierenden Gedanken. Hängen geblieben bin ich bei einem Satz von Peter Sloterdijk, der sinngemäß lautete: „Charakteristisch für die Moderne ist das Brechen mit dem Althergebrachten und der ständige Neuanfang“. Dann sind wir ja mehr modern als nachmodern, oder? 8)

Update: Einen ersten Aufriß meiner Gedanken zu EC findest Du unter: „Tagträume von einer neuen Art Gemeinde

Abgelegt unter Bedenkenswert | 4 Kommentare »

[Wegmarken] Exodus 39 – Priester

9. April 2006

Jetzt werden die Priesterkleider gefertigt. Golddurchwirkte, vielfarbige Stoffe. Die Namen der Stämme Israels eingraviert auf den Edelsteinen der Schulterstücke des Hohenpriesters. Und zwölf Edelsteine auf dem Brustschild, ebenfalls mit den zwölf Namen. Dazu goldene Ketten, Ringe, Glöckchen und auf der Stirn ein Diadem mit der Aufschrift „Heilig dem Herrn“.

Welche Pracht – wie wird das erst sein, wenn wir mal die Dinge zu sehen bekommen, die in Offb 4 beschrieben sind! (Es sei denn, Du legst dieses Kapitel allegorisch aus…). Genial auch unsere neuen Kleider: Weiß weil blutgewaschen.
Der Hoheprieser trägt immer die zwölf Stämme in die Gegenwart Gottes. Wie cool, daß Jesus die ganze Welt zum Vater gebracht hat. Wie schade, daß nicht alle das greifen können.

Wir sind das königliche Priestertum, tragen auch eine Herrlichkeit in uns, die wir vielleicht gar nicht warhnehmen – steckt vielleicht in dem Sehnen der Kreatur nach dem Offenbarwerden der Söhne Gottes (Röm 8,19) ein Hinweis darauf? Jedenfalls beansprucht Gott unser Leben, es soll heilig sein, ihm zur Verfügung stehen, um die Welt zu ihm und ihn zur Welt zu bringen.

Wer fällt Dir ein, der durch Dich Gott erfahren sollte?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Exodus 38 – Opfer als Antwort auf erfahrene Gnade

8. April 2006

Brandopferaltar und Vorhof zum Heiligtum werden errichtet und die benötigten Materialien aufgelistet.

Der Brandopferaltar erinnert mich an Hingabe. Tiere sterben, der Rauch steigt auf. Irgendwie ist da eine Tiefe im Opfer, die Gott schätzt. Wünscht sich unsere Hingabe. Gut allerdings, daß Jesus als vollkommenes Opfer schon dargebracht wurde. Aus Gnade lebt sich’s besser als aus Gesetzerfüllungszwang.

Bei der Gestaltung des Vorhofes fällt mir auf, wie prachtvoll eingerichtet und wunderbar gestaltet alles ist.  Gott scheint ein Verschwender zu sein. Er hält nichts zurück. Die Schöpfung zeugt von seiner Kreativität, und das Maß, nach dem er uns mit Liebe und Gnade überschüttet, ist unendlich. Wenn Gott so ein Verschwender ist, warum hänge ich dann oft so krampfhaft an meiner Zeit und meinem Geld?

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Wegmarken] Exodus 37 – Die Fülle des Lebens-mit-Gott

7. April 2006

Jetzt werden die heiligen Geräte hergestellt. Und ich staune wieder einmal über die Vielschichtigkeit. Leitmotive, die sich durch die ganze Bibel hindurchziehen und immer wieder vorkommen.

Zum Beispiel der Tisch mit dem „Bread of the Presence“. Schon Abraham hat mit Melchisedek Brot und Wein genossen, Isaak, als er mit Abimelech einen Vertrag abgeschlossen hat, Joseph und seine Brüder feiern ein Mahl, das Passamahl wird eingeführt, Gott schenkt das Manna vom Himmel, Mose und die Ältesten Israels „schauen den Gott Israels“ auf dem Berg Sinai und essen und trinken dabei, Jesus ist das wahre Brot, das vom Himmel kommt und der Welt Leben gibt, mit seinen Jüngern feiert er das Abendmahl und kündigt, wie Jesaja, in der Vollendung ein großes Festessen an.

Zum Beispiel die Bundeslade. Der heiligste Ort – die Weisung Gottes in den 10 Geboten, die Cherubim über dem Sühnedeckel, wo Vergebung geschieht. Hier wird die Beziehung konkret. Die Gebote Gottes, seine Weisung für gelingendes Leben und die Freude darüber pulsiert in der ganzen Bibel, man lese nur die Psalmen 1 und 119 oder die Bergpredigt.

Zum Beispiel der goldene Leuchter. Die Lampen sollen brennen über Nacht. Jesu Geschichte von den 10 Jungfrauen fällt mir ein. Oder die Vision in Sacharja. Oder Johannes, der in der Offenbarung Jesus zwischen den sieben Leuchtern, welche die sieben Gemeinden symbolisieren, umhergehen sieht.

Zum Beispiel der Räucheraltar. Einfach nur gut riechen. Gott ist daran interessiert, einen schönen Duft zu haben. Opfer bereiten ihm einen lieblichen Geruch. Paulus will den Wohlgeruch Christi verbreiten.

Staunend wandere ich in Gedanken durch die Stiftshütte. Bleibe an einer Stelle stehen und schaue genauer hin. Gehe weiter und freue mich – über die Tiefe Gottes, über die Weite seiner Gedanken, über die Freude, mit ihm leben zu dürfen, und über die vielen Aspekte an ihm, die ich noch nicht kenne, die weiter zu entdecken ich aber genießen werde. Und ein Staunender bleibe.

Abgelegt unter Wegmarken | Keine Kommentare »

[Aus meinem Kopf] Der Asket in mir

7. April 2006

Habe gestern das schöne Buch „Neun Wege, Gott zu lieben“ von Gary L. Thomas beendet. Darin stellt er neun verschiedene geistliche Temperamente vor. Werde ich irgendwann mal ausführlich drüber posten. Was mich wiedermal gefreut hat, war, dass Gott uns so unglaublich facettenreich erschaffen hat. So viele Wege gibt es, ihm zu begegnen und ihn zu erleben. Dabei ist mir wieder mal bewußt geworden, wie stark bei mir vor allem zwei Temperamente ausgeprägt sind: Der intellektuelle Typ (nimm mir meine Bücher und ich fange an, auszutrocknen) und der asketische Typ. Was letzteren anbelangt, kann mich voll mit diesem Zitat von Thomas identifizieren:

Ich brauche Zeit für mich, Zeit, in der ich nicht nett und höflich sein muss – ich will sie nicht nur, ich brauche sie wirklich. … Manche Christen tanken auf, wenn sie zusammenkommen und über das reden können, was sie erlebt haben, oder indem sie einfach nur genießen, in der Gesellschaft anderer zu sein. Ich bin lieber allein, um nachzudenken, zu beten und mich langsam zu entspannen.

Könnte echt von mir sein. Ich genieße Gemeinschaft mit anderen, aber wenn ich nicht ausreichend Zeit habe, mich aus dem Trubel zurückzuziehen, wird es gefährlich, dann werde ich unruhig, mein Herz rebelliert und meine Seele verdorrt. Wie begegnest Du Gott?

Abgelegt unter Aus meinem Kopf | 7 Kommentare »