7. April 2006
Jetzt werden die heiligen Geräte hergestellt. Und ich staune wieder einmal über die Vielschichtigkeit. Leitmotive, die sich durch die ganze Bibel hindurchziehen und immer wieder vorkommen.
Zum Beispiel der Tisch mit dem “Bread of the Presence”. Schon Abraham hat mit Melchisedek Brot und Wein genossen, Isaak, als er mit Abimelech einen Vertrag abgeschlossen hat, Joseph und seine Brüder feiern ein Mahl, das Passamahl wird eingeführt, Gott schenkt das Manna vom Himmel, Mose und die Ältesten Israels “schauen den Gott Israels” auf dem Berg Sinai und essen und trinken dabei, Jesus ist das wahre Brot, das vom Himmel kommt und der Welt Leben gibt, mit seinen Jüngern feiert er das Abendmahl und kündigt, wie Jesaja, in der Vollendung ein großes Festessen an.
Zum Beispiel die Bundeslade. Der heiligste Ort – die Weisung Gottes in den 10 Geboten, die Cherubim über dem Sühnedeckel, wo Vergebung geschieht. Hier wird die Beziehung konkret. Die Gebote Gottes, seine Weisung für gelingendes Leben und die Freude darüber pulsiert in der ganzen Bibel, man lese nur die Psalmen 1 und 119 oder die Bergpredigt.
Zum Beispiel der goldene Leuchter. Die Lampen sollen brennen über Nacht. Jesu Geschichte von den 10 Jungfrauen fällt mir ein. Oder die Vision in Sacharja. Oder Johannes, der in der Offenbarung Jesus zwischen den sieben Leuchtern, welche die sieben Gemeinden symbolisieren, umhergehen sieht.
Zum Beispiel der Räucheraltar. Einfach nur gut riechen. Gott ist daran interessiert, einen schönen Duft zu haben. Opfer bereiten ihm einen lieblichen Geruch. Paulus will den Wohlgeruch Christi verbreiten.
Staunend wandere ich in Gedanken durch die Stiftshütte. Bleibe an einer Stelle stehen und schaue genauer hin. Gehe weiter und freue mich – über die Tiefe Gottes, über die Weite seiner Gedanken, über die Freude, mit ihm leben zu dürfen, und über die vielen Aspekte an ihm, die ich noch nicht kenne, die weiter zu entdecken ich aber genießen werde. Und ein Staunender bleibe.