31. März 2006
Gott hat enorm viel Arbeit in Auftrag gegeben, um die Stiftshütte zu errichten. Aber er läßt Mose nicht allein damit, sondern beruft Bezalel mit Namen, erfüllt ihn mit dem Heiligen Geist (der erste, von dem das gesagt wird!), befähigt ihn zu jeder Art Kunsthandwerk und stellt ihm Oholiab zur Seite.
–> Beruhigend: Gott sorgt selbst für die Erfüllung seines Auftrages. Macht mich relaxt, denn wenn eine Berufung von ihm kommt, wird er mich dabei nicht alleine lassen.
–> Kunsthandwerk: Gabe Gottes, nicht anders als Prophetie o.ä. Schön, dass das mittlerweile anerkannt wird. Muß ich mir als Kopf-Mensch trotzdem immer wieder neu sagen lassen.
–> Veni creator Spiritus! Eine alte Bitte um den Schöpfergeist – Gott erfreut sich an der Vielfalt und Faszination menschlicher Ausdrucksmöglichkeiten. Wäre fein, wenn uns das auch gelänge, was Gestaltung der Beziehung zu Gott, Gemeinde- und Gottesdienstformen etc. anbelangt.
Nochmals wird der Sabbat betont. Ein Erkennungszeichen des Volkes Gottes.
–> Gelingt es mir, den Wechsel zwischen Arbeit und Ruhe zu leben?
Mose erhält die Gebotstafeln “written with the finger of God”.
–> Die Zehn Gebote sind Gott so wichtig, dass er selbst Hand anlegt. Haben sie in meinem Leben denselben Stellenwert? Luther hat sie als Beichspiegel genutzt, als Möglichkeit, das eigene Verhalten immer wieder vor Gott zu reflektieren. Eine gute Idee…
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31. März 2006
Begleite mich auf meiner Reise durch die Bibel. In meiner (höchst traditionell gestalteten) täglichen Lese fällt täglich ein Kapitel an. Was mir daran nachdenkenswert scheint, werde ich in dieser Rubrik festhalten, um später darauf zurückgreifen zu können und Dir die Möglichkeit zu geben, daran mit- und weiterzudenken. Kurze Gedanken, höchst subjektiv, nicht systematisch ausgewogen und zu Ende gedacht, allein aus dem Moment geboren. Eben Wegmarken, Stationen auf der Pilgerreise.
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30. März 2006
Das will dieser Blog sein. Das heißt im Einzelnen:
- Saatgut: Gedanken teilen, die wohl klein sind wie ein Senfkorn, aber im gemeinsamen Bedenken begossen werden, aufwachsen dürfen, vielleicht beschnitten werden und neu-gedacht, so daß am Ende neues Leben steht.
- Leben-mit-Gott: Anders kann ich mir mein Leben nicht vorstellen. Warum aber mit Bindestrich? Die Anregung verdanke ich Richard Foster, der vom With-God-Life spricht. Jesus ist der Immanuel, der Gott-mit-uns, der uns beständig nahe ist. Und darum will ich jeden Augenblick vor ihm, von ihm, durch ihn, mit ihm und für ihn leben. Nicht zwischen Weltlichem und Geistlichem unterscheiden, sondern jeden Aspekt meines Lebens von der Beziehung zu Gott durchdrungen sein lassen. In einer ganzheitlichen Spiritualität das Leben-mit-Gott entwickeln. Orthodoxe Theologen sprechen vom eng umschlungenen, perichoretischen Tanz der Trinität. Gott ist in sich liebevolle Gemeinschaft, die er mit mir teilen möchte.
- Fülle: Gott ist der Schöpfer des Lebens. Und Leben gibt es nur in Fülle. Die Fülle der Schöpfung. Die Fülle der Kulturen. Die Fülle der Konfessionen. Die Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten. “Der Wind weht, wo er will” sagt Jesus. “Christ Plays In Ten Thousand Places” sagt Eugene Peterson. Dem möchte ich nachspüren. Über sämtliche Tellerrände hinausschauen und zu neuen Horizonten weiterpilgern.
“Gott versteckt sich nur, damit wir ihn finden können” sagt Tommy Tenney. Na dann mal los…
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