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Wie die Bibel Sinn macht: Ein altes Buch neu kennenlernen

14. September 2013

Wie die Bibel Sinn machtEs war lange still auf diesem Blog, das ist mir schmerzlich bewusst. Heute melde ich mich sozusagen in eigener Sache:

Nachdem ich bereits einige Artikel zu anderen Büchern beisteuern durfte („Bücher mit dem Sämann“ in der rechten Sidebar), erscheint Ende September in der Edition einfach emergent des Francke-Verlages mein erstes „eigenes“ Büchlein.

Wer mich näher kennt, weiß, daß ich schon immer eine besondere Beziehung zur Bibel hatte – ich mag sie einfach! In Wie die Bibel Sinn macht: Ein altes Buch neu kennenlernen habe ich jetzt auf 96 kompakten Seiten meine Gedanken zur Bibel und zu ihrer Botschaft zusammengefasst.

Ein solches Büchlein zu schreiben ist natürlich zunächst einmal ein Wagnis. Wie sollte man denn der Vielfalt und dem Facettenreichtum der Heiligen Schrift auf so wenig Platz gerecht werden? Natürlich müssen viele Fragen außen vor gelassen werden. Natürlich kann nicht jede der Antworten, die ich gefunden habe, ausreichend begründet werden. Und natürlich könnte ich deswegen der Irrlehre bezichtigt werden 😉

Wie die Bibel Sinn macht ist darum für mich zu einem spannenden Experiment geworden. Ich habe mich auf die Kerngedanken und Leitmotive der Bibel beschränkt und versucht, mich so weit wie möglich von der akademisch-wissenschaftlichen Sprache zu lösen. Ich wollte ein Buch schreiben, das man auch ohne Theologiestudium verstehen kann, das aber dennoch gesunde Theologie enthält. Ein Buch, das den Kern meines persönlichen Glaubens bezeugt und gleichzeitig anderen hilft, den roten Faden der Bibel besser zu verstehen. Ein Buch, das gemeinsam gelesen und diskutiert werden kann. Ein Buch, das kompakt genug ist, um es an einem Stück durchzulesen, das aber tief genug ist, um es immer wieder hervorzuholen. Ein Buch, das möglichst vielen Leserinnen und Lesern immer wieder ein Licht aufgehen lässt, nach dem Motto: „Stimmt – so macht das für mich Sinn!“ Wenn das geschieht, habe ich mein Ziel erreicht.

Der Promo-Text zum Buch lautet:

Vielen Menschen ist die Bibel fremd geworden. Sikinger lädt dazu ein, sich wieder neu auf sie einzulassen. Denn die Bibel erzählt die größte Geschichte aller Zeiten. Ein Drama in fünf Akten, das davon handelt, wie alles begann und wie alles enden wird. Eine Geschichte von einem großen Gott, der sich immer wieder klein macht. Eine Geschichte von Schmerzen, Entfremdung und der Hoffnung auf das große Happy End.
Dieses Buch ist eine Hilfe, die Bibel ganz neu zu lesen, zu verstehen und zu leben. Es ermutigt dazu, das heutige Wirken Gottes im Licht dieser alten Geschichte zu erkennen und daran teilzuhaben. Denn die Heilige Schrift macht erst dann Sinn, wenn wir unseren Platz im fünften Akt des Dramas gefunden haben. Zwar können wir das Ziel erahnen, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt…

Erwerben kannst Du das Buch für entspannte 5,95€ bei Francke oder Amazon und sicher auch bald bei ONE. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen!

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Rückblick 2011 – Gedanken zum Lesestoff

6. März 2012

Schaue ich über das 2011 Gelesene fällt zuerst auf: 19 Shakespeare-Stücke habe mir Freude gemacht. Warum habe ich so lange gewartet? Offensichtlich war Macbeth in der Schule zu wenig, um mich für den guten Bill zu begeistern. Wird nun nachgeholt. Darüber hinaus finden sich diverse Romane und die üblichen Verdächtigen: Literatur, die sich mit der Kirche der Gegenwart, mit J.R.R. Tolkien und Johnny Cash auseinandersetzt. Das wird auch 2012 wieder so bleiben.
Weitere Splitter:

  • Christoph Biermanns Fußball-Matrix ist nett, bietet aber nichts, was einen 11Freunde-Leser noch überraschen könnte. Das Magazin für Fussballkultur ist immer diejenige Zeitschrift auf meinem Stapel, die ich als erstes in die Hand nehme.
  • Graphic Novels sind ja immer nett, letztes Jahr haben mich besonders die beiden Jesus-Bücher Manga Messias und Manga Jesus erfreut. Letzteres habe ich fast komplett auf einer Parkbank in Mailand gelesen, das sind natürlich immer nette Assoziationen 😉
  • G. K. Chestertons Man Who Was Thursday war einer der Klassiker, die schlicht Freude machen.
  • Ian Morgan Crons Chasing Francis wurde vor ein paar Jahren von Floyd McClung empfohlen, als ich ihn fragte, auf welche Weise er »Zeit mit Gott« verbringt. Ein wunderbares Buch, das eigentlich perfekt für die Edition Emergent Deutschland gewesen wäre… Wer die Hütte oder den Schrei der Wildgänse mochte, sollte Ich und Franziskus lieben.

Cf

  • Das Gegenstück dazu ist Sheldons In His Steps, ein Klassiker des »christlichen Romans«, der nun auch auf deutsch wieder aufgelegt wurde.
  • Die beiden ersten Bände von Hans Küngs Autobiographie (1|2) waren in vielerlei Hinsicht inspirierend. Besonderes aufmerksam habe ich die Anmerkungen zu seinem Lebens- und Arbeitsrhythmus sowie seinen Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil gelesen.
  • Das Besondere an PunkMonk waren für mich die Lebensregel und die liturgischen Ansätze der Boiler Rooms.
  • Bewegende Gedichte in der Verarbeitung seiner Krebserkrankung bietet Robert Gernhardts Später Spagat, auf das ich durch das ebenfalls sehr intensive Tanner geht aufmerksam wurde, das die innere Reise eines Todkranken bis hin zur Sterbehilfe schildert.
  • Nachdem ich 2011 viel Zeit mit LOST verbracht hatte, war Chris Seays Gospel According to LOST sehr willkommen. So sollen Bücher sein!
  • Don Millers Million Miles in a Thousand Years hat mich mehr beschäftigt als damals Blue Like Jazz. Ein interessanter Ansatz, das Drehbuch des eigenen Lebens zu betrachten und sich zu fragen: Welche Geschichte erzählt eigentlich mein Leben?
  • Der Paraclete Psalter war ein feiner Begleiter für das tägliche Psalmgebet. Wer liturgisches Gebet mag und die Psalmen schätzt, sollte sich dieses Büchlein mal ansehen. Alle Texte sind komplett abgedruckt, der ganze Psalter ist für einen Vier-Wochen-Zyklus aufbereitet, der zu meiner Freude auch Magnificat, Benedictus und Nunc Dimittis enthält.
  • Nachdenklich macht Reborn to Be Wild, in dem Ed Underwood als Beteiligter am JesusMovement die damalige Zeit reflektiert, über Stolperfallen nachdenkt und der heutigen jungen Kirche wohlmeinende Ratschläge zur Nachhaltigkeit gibt. Das ist mal eine ganz andere Stimme im aktuellen Diskurs, die manchen zu vergeistlicht erscheinen mag, aus meiner Sicht aber sehr hilfreich ist. Dieses Buch habe ich hauptsächlich auf dem Freakstock gelesen. Auch ne nette Assoziation.
  • Robert Webers Ancient-Future-Serie ist grundsätzlich wunderbar. Auch Ancient-Future Time enttäuscht nicht. Wer sich etwas stärker in der Tradition der Kirche verorten und den Sinn des Kirchenjahres ergründen will, liegt hier richtig. Für unsere Aktion in der Fastenzeit war dieses Buch eine wertvolle Ressource. Dasselbe gilt für Scot McKnights Fasting in welchem er Fasten nicht als Mittel zur Erreichung eines Zieles, sondern als angemessenen Ausdruck einer inneren Haltung als Reaktion auf äußere Umstände definiert. Sehr gut. Scots King Jesus Gospel war ebenfalls fein. Der Mann schreibt feine kleine Bücher, die es wert sind, gelesen zu werden. Langsam aber sicher würde ich mich freuen, wenn er sowas wie eine NT-Theologie angehen würde… Nebenbei: Lieber N.T. Wright, wann kommt endlich das »große« Paulus-Buch?
  • Mein kleines biblisch-theologisches Buch des Jahres 2011 war Timothy Gombis‘ Drama of Ephesians. Schön, wie er den Brief aufschließt, Hauptmotive und Strukturen herausarbeitet und das gleichzeitig praktisch werden lässt. Wunderbar.

Gombis

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Like Elijah

1. März 2012

[Wie bereits erwähnt, habe ich meine Geschichte mit 1Kö 19. Der Vollständigkeit halber nun einige Zeilen, die ich 2005 geschrieben habe. Ich habe sie unverändert gelassen, auch wenn ich heute vieles anders sagen würde. Enthalten ist ein Auszug von Delirious‘ »Obsession« und Bon Jovis »In these arms«]

Abgemüht
Abgekämpft
Den Triumph eingefahren
Alles gegeben
Das Volk zurückgeholt
Großer Sieg am Tag des Herrn
Wahrlich am Leben

„Töten will ich Dich!“
Projektil aus dem Nichts
Trifft das Zentrum

Flucht
Weg!
Raus!
Allein sein
Allein mit dem Schmerz
Allein mit dem Frust
Einfach nur allein

„So nimm denn nun meine Seele von mir!“

Genug jetzt
Schluß jetzt
Frust total
Der Kanal ist voll
Oberkante Unterlippe

Eingeschlafen
Aufgeweckt
Essen und Trinken
Wieder Schlaf
Alles im Nebel

Nochmals geweckt
Ein Engel ist es
Abermals gegessen
Und auf die Reise gemacht

Vierzig Tage
Vierzig Nächte
Bis zum Gottesberg

Eine Höhle dort
Platz für die Nacht

Plötzlich ist da Gottes Wort
Kommt zu ihm
Spricht ihn an
Stellt eine einfache Frage
Offen
Entwaffnend
Wie so oft
Gottes Wort
„Elia, was machst Du hier?“
Fünf Worte nur
Einfache Frage
Spiegelt Gottes Interesse
Läßt Raum für seinen Diener

Und dann bricht es aus ihm heraus
Eine Eruption
Dämme reißen
Alles kann er sagen
Der ganze Frust kanalisiert sich

„Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erschlagen und ich bin allein übriggeblieben und auch mir trachten sie nach dem Leben.“

Zerfressen vom Eifer um das Haus des Herrn
Letzter Mohikaner unter Abgefallenen
Last Man Standing

Frustriert sagt er das
Zerrissen
Um seinen Lohn wurde er betrogen
Ein wenig Anerkennung wäre nett gewesen
Nun ist er ausgebrannt
Hat schlicht genug
Der Kanal ist randvoll
Oberkante Unterlippe
Es reicht

Gottes Antwort?
„Geh heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN“

Aufstehen
In Bewegung kommen
Vor Gott treten
Ob er sich zeigt?
Wie er sich zeigt?
Gespannte Erwartung

Großer
Starker
Berge zerreißender
Felsen zerbrechender Wind
Geht vor dem HERRN her

Der HERR aber war nicht in dem Wind

Ein Erdbeben

Der HERR aber war nicht im Erdbeben

Ein Feuer

Der Herr aber war nicht im Feuer

Dann aber
Leise
Weich
Kaum vernehmbar
Fast zerbrechlich
Nähert sich Gott
Ist plötzlich ganz da

Stimme eines sanften Säuselns
Ton eines leisen Wehens
Umgibt ihn
Hüllt ihn umfassend ein

Nicht mehr in Jerusalem
Im weit entfernten Tempel

Nein

Hier ist das Heiligtum

„What can I do with my obsession
With the things I cannot see?
Is there madness in my being?
Is it wind that blows the trees?
Sometimes You’re further than the moon
Sometimes You’re closer than my skin
And you surround me like a winter fog
And you surround me like a winter coat“

Hier ist Gottes Nähe

Gehüllt in seinen Mantel tritt Elia hinaus
Und da steht er vor dem Herrn

Und wieder Gottes Stimme
„Was hast Du hier zu tun, Elia?“

And I will come like Elijah came
Cause I have fought like Elijah fought
And I have danced like Elijah danced
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I’ve felt the pain that Elijah felt
And I am tortured like Elijah was
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause Your fire burned me just like he was burnt
And my heart is torn like Elijah’s was
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I feel passion like Elijah did
I have the longing that Elijah had
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I feel hunger like Elijah did
And I am thirsting like Elijah was
And I am striving like Elijah was
I was frustrated like Elijah was
Still I am somehow

But I am longing
I am searching
I am running

And I am coming like Elijah came
Walking hence and forth
Running to and fro
Searching here and there
And I will find that cave

I’m not longing for the fire
I’m not searching for the storm
I’m not running for the eartquake
What I’m needing Lord Is You

„Like the poet needs the pain
Like the desert needs the rain
I need you“

Need you close
Need you here
Need you now
Need you pure
Need you Lord

And I will come like Elijah came
Cause I need what Elijah had
And wanna have what Elijah had
I wanna find what Elijah found

I’m not longing for the fire
l’m not searching for the storm
I’m not running for the earthquake
What I’m needing Lord is you

I am running for your whisper
I am searching for your breath
I am longing for your presence
What I’m needing Lord is you

I have come like Elijah came
And I am standing where Elijah stood
Surround me with your presence
Blow onto me your breath
Let me hear your whisper
Draw me close
And hold me still

Let it be
You and me
Hold me still

Tender in your arms
Singing silently
Over me

Blowing smooth into my face
Touch me gently
Hold me still
Let me find my heart’s true home

And I will go like Elijah did
I will be sent like Elijah was
I’ll speak for you like Elijah did
I’ll take your orders like Elijah did

And finally I’ll fly to you
Rise and soar
Fly like Elijah did
And I will see both him and you

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Die Fastenzeit und die »Stimme verschwebenden Schweigens«

27. Februar 2012

1. Könige 19 ist eines der Kapitel aus der Bibel, die mich in den letzten zehn Jahren am meisten geprägt und begleitet haben. Immer wieder bin ich zurückgekommen zu der Geschichte Elias. In Kapitel 18 hatte dieser Prophet hunderten Baalspriestern die Stirn geboten, das ganze Volk konfrontiert und ein machtvolles, »übernatürliches« Eingreifen Gottes erlebt. Auf dem Berg Karmel war Elia auf dem Gipfel. Das nachfolgende Kapitel führt ihn dann ins Tal, durch die Wüste und wieder auf den nächsten Berg. Euphorisiert vom Erfolgserlebnis auf dem Karmel trifft ihn die Ansage Isebels wie ein Hammerschlag: »Ich werde Dich töten!« Plötzlich bricht alles zusammen:

Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. (1Kö 9,3f)

Ganz unten ist Elia. Er, der gedacht hatte, er könnte Gottes Volk im Alleingang auf den rechten Weg bringen und es besser machen als alle seine Vorgänger, ist mit seinem Latein am Ende. Er will sterben und schläft erst mal ein. Als er wieder aufwacht, rührt ihn ein Engel an und gibt ihm zu essen und zu trinken. Wieder schläft er ein, wieder weckt ihn ein Engel und sagt: »Steh auf und iss, denn Du hast einen weiten Weg vor dir.« Die nächsten Verse lauten:

Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb. Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm: Was machst du hier, Elia? Er sprach: Ich habe geeifert für den Herrn, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen. (1Kö 19,8-10)

Drei Verse nur, die doch so viel aussagen. Interessant, was Schlaf, Nahrung und ein göttlicher Auftrag alles ausrichten können. Für Elia reicht das, um einen 40-Tages-Marsch auf sich zu nehmen. Man sollte meinen, Elia wäre während dieser langen Zeit vielleicht zu sich gekommen, hätte zur Reflexion und wieder in die innere Ruhe hinein gefunden. Vierzig Tage Wüste könnten dabei ja helfen. Elia verbringt die Nacht in einer Höhle im Berg. Wer weiß, mit welchen Erwartungen er zum Horeb gekommen ist. Schließlich war das ja – abgesehen vom Tempel in Jerusalem – der Ort, der am meisten mit der Gegenwart der Herrlichkeit Gottes vor seinem Volk assoziiert wurde. Ob Elia mit einer Privataudienz beim Allmächtigen gerechnet hat – so wie sie einst Mose bekommen hatte? Wahrscheinlich hat er lange darüber nachgedacht, was er Gott sagen würde, falls es dazu käme. Jedenfalls erzählt der Text lapidar: »Das Wort des Herrn kam zu ihm: Was machst Du hier, Elia?« Eine solch einfache Frage, die Gott mir (und vielleicht auch Dir?) durchaus deutlich öfter stellen könnte. Manchmal hilft ja allein schon diese Frage. Elia antwortet, und seine ganze Frustration bricht aus ihm heraus: »Ich habe mir den Arsch aufgerissen für Dich, Gott, denn alle sind sie abgefallen, keiner kümmert sich um Dich, ich bin der einzige, und jetzt wollen sie auch noch mich umbringen!« Ich höre in diesen Sätzen Frust, Enttäuschung, Arroganz, Ablehnung, Verletzung, Stolz, Traurigkeit, Anklage und vieles mehr heraus. Interessant ist die Tatsache, dass Elia im Vergleich zur Nacht unter dem Wacholderbusch zumindest einen Schritt weiter scheint – weder der Todeswunsch noch der Vergleich mit den Vätern wird hier artikuliert. Dennoch: Der Stachel sitzt tief, und Elias Blickfeld ist eingeschränkt auf seine verzerrte Wahrnehmung seiner selbst und des Gottesvolkes. Kurze Zeit später wird ihm Gott einen neuen Auftrag geben und ihm offenbaren, dass noch weitere siebentausend Menschen in Israel ihre Knie nicht vor Baal gebeugt haben. Ob die Zahl wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist, sei dahingestellt, entscheidend ist die Kernbotschaft: Du bist nicht allein und ich kann Dich gebrauchen. Jetzt im Moment jedoch verspürt Elia nur den tiefen Stachel in sich. Die beiden nächsten Verse sind in die Geschichte eingegangen, sind mir die vielleicht beiden wertvollsten Verse im Alten Testament geworden:

Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. (1Kö 19,11f)

Immer und immer wieder habe ich über dieses Kapitel nachgedacht, bin ich den Weg Elias mit ihm mitgegangen, immer wieder habe ich mich in der einen oder anderen Situation mit Elia identifiziert und Gott auch bisweilen meinen Frust über sein Volk entgegengeschleudert. Und immer wieder hatte ich das Gefühl, dass Gott mich raus aus der Höhle ruft, hin zu seiner Gegenwart. (So habe ich 2005 auch mal versucht, diese Geschichte in einem Gedicht/Gebet zu verarbeiten, das ich der Vollständigkeit halber demnächst auch posten werde.) Und immer wieder habe ich über die drei Worte nachgesonnen, die in meiner präferierten Luther ’84 mit „stilles, sanftes Sausen“ übersetzt werden. Und immer wieder hatte ich das Gefühl, dass das der Gott ist, den ich auch kenne. Der sich nicht im Sturm, nicht im Erdbeben, nicht im Feuer manifestiert und offenbart, sondern im „ganz leisen Hauch“ (Gute Nachricht), im „Ton leisen Wehens“ (Elberfelder), im „leisen, sanften Säuseln“ (Einheitsübersetzung, Menge und ähnlich auch Schlachter). Diese drei hebräischen Worte sind die beiden Substantive „Stille“ und „Stimme“ sowie das Adjektiv „dünn“. Eine „Stimme dünner Stille“ also. Ein bleibendes Faszinosum. Aber irgendwie für mich die definitive Gottesoffenbarung. Die „still, small voice“ der King James ist auch im englischen Sprachraum zum Klassiker geworden, der auch in manchen Buchtiteln auftaucht.

Vor zwei Wochen habe ich dann in Stephen Shoemakers sehr empfehlenswerten Buch GodStories: Scriptural Narratives for Today das Kapitel über Elia gelesen und bin auf interessante Gedanken gestoßen. Shoemaker schreibt:

„And after the fire a ’still small voice'“ has been the translation we’ve learned. The „still, small voice“ has become almost a spiritual cliché. But what happened was the opposite of a cliché; it was the annihilation of all spiritual expectation, stated in three Hebrew words, voice, silence, crush. In a translation both literal and poetic, what happened was the „sound of crushed silence.“ A silence that was at the same time empty and full, an utmost silence that was at the same time the opposite of what was expected and more than what was expected, a deafening quiet.

416Rumzn1Hl. Ss500

Shoemaker sinnt ein wenig über den Wind, das Erdbeben und das Feuer nach. Alle drei waren mächtige Erscheinungs- und Offenbarungsformen Gottes. Der Wind, der das Rote Meer geteilt hatte, das Erdbeben, das denselben Berg ins Wanken gebracht hatte, als das Volk vor dem Berg stand und Mose später die Zehn Gebote empfing, und das Feuer, das Elia selbst auf dem Karmel hatte vom Himmel fallen sehen. Aber weder im Wind, noch im Erdbeben, noch im Feuer war Gott. Alle Offenbarungsformen, die Elia kannte, kamen und gingen, und Gott war nicht in ihnen.

Dieser Gedanke hat etwas in mir getriggert, bin ich doch auch jemand, in dessen Leben sich unterschiedliche Zugangswege zu Gott geöffnet und bisweilen auch wieder verschlossen haben. Und ich verbinde vieles mit für mich heiligen Orten, sakralen Räumen, »thin places« eben. Immer wieder bin ich, wenn ich Gottes Gegenwart gesucht habe, an Orte gegangen, an denen ich sie in der Vergangenheit erfahren hatte. Gelegentlich hat es sich gelohnt, oft aber auch nicht. Seit der Kreuzigung Jesu ist der Vorhang im Tempel zerrissen. Zweierlei steckt in diesem Bild: Der Weg in die Gegenwart Gottes ist offen, aber vielleicht ist Gott ja gar nicht im Tempel, weil der ihn nicht halten konnte. Gott ist überall und nirgendwo, immer wieder anders, mir immer wieder vorausgegangen. Immer wieder ist er dort, wo ich ihn nicht erwarte, manchmal muß ich diese »crushed silence« aushalten, manchmal umweht mich ein stilles, sanftes Säuseln, manchmal pulsiert mein Herz, manchmal nicht.

Vierzig Tage und Nächte war Elia unterwegs. Vierzig Tage dauert die Fastenzeit (ohne Sonntage), in der wir uns innerlich auf den Weg zu Kreuz und Auferstehung machen. Ich glaube, dieses Jahr werde ich einige Fragen bewegen, die sich aus 1.Könige 19 immer wieder neu ergeben. Vielleicht können diese Fragen ja auch Dir helfen…

  • Wo trachte ich danach, besser zu sein als meine Väter?
  • Inwiefern glaube ich, ich weiß es besser als das Volk Gottes?
  • Wo bin ich in Gefahr, Gott in den ausgetretenen Pfaden zu suchen?
  • Wo bin ich stehen geblieben, obwohl Gott schon weiter gegangen ist?
  • Aus welcher Höhle sollte ich treten, heraus auf den Berg vor den Herrn?

Gestern saß ich während des Lobpreisteils im Gottesdienst der Stuttgarter Jesus Freaks mit geschlossenen Augen da, als sich plötzlich wieder so ein sanftes Säuseln um mich legte und ich den Impuls hatte, raus in den Park zu gehen und mir nochmals 1.Könige 19 durchzulesen. Gesagt, getan, und in der Accordance-App sprang mir die Übersetzung von Buber und Rosenzweig ins Auge, deren Übertragung der Verse 11 und 12 seitdem in mir schwingen:

Es sprach: Heraus, steh hin auf den Berg vor MEIN Antlitz!
Da vorüberfahrend ER: ein Sturmbraus, groß und heftig, Berge spellend, Felsen malmend, her vor SEINEM Antlitz: ER im Sturme nicht —
und nach dem Sturm ein Beben: ER im Beben nicht —
und nach dem Beben ein Feuer: ER im Feuer nicht — ,
aber nach dem Feuer eine Stimme verschwebenden Schweigens.

Welch eine Sprache! Kein Wort zuviel und auch kein unnötiges Wort. Diese Worte klingen in mir nach. Die »Stimme verschwebenden Schweigens«. Ich bin mit 1.Könige 19 noch lange nicht am Ende…

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Rückblick 2011 – 100 Bücher

25. Februar 2012

Vieles ist geschehen im vergangenen Jahr, das Leben wurde voller und der Blog blieb leer. Ob und wann ich mich dieser Plattform wieder intensiver widmen werde, kann ich im Moment nicht voraussagen. Dennoch: Anbei der Jahresrückblick auf den Lesestoff, meine anderen Listen (Musik und Filme) sind leider verloren gegangen. Folgende Werke habe ich 2011 gelesen:

Friedrich Ani – Hinter blinden Fenstern
Aravind Adiga – Der weiße Tiger
Peter Aschoff – Kaum zu fassen: Eine kleine Reise durch die große Welt des Glaubens
Jonny Baker – Curating Worship
Rob Bell – Jesus Wants to Save Christians: A Manifesto for the Church in Exile
Christoph Biermann – Die Fußball-Matrix: Auf der Suche nach dem perfekten Spiel
Barbara Bongartz – Perlensamt
Jason Boyett – O Me of Little Faith: True Confessions of a Spiritual Weakling
Mike Breen and Walt Kallestad – A Passionate Life
Humphrey Carpenter – The Inklings: C. S. Lewis, J. R. R. Tolkien, Charles Willams and Their Friends
G. K. Chesterton – The Man Who Was Thursday
Rob Chidley – The Third Tribe
Shane Claiborne and Chris How – Jesus for President: Politics for Ordinary Radicals
Ian Morgan Cron – Chasing Francis: A Pilgrim’s Tale
Madeleine Delbrêl – Der kleine Mönch: Ein geistliches Notizbüchlein
Nicolas Dickner – Nikolski
Mahmud Doulatabadi – Der Colonel
Günter Eddelbüttel – Wettsegeln der Sieben
Gerhard Falkner – Bruno
Robert Foster – The Complete Guide to Middle-Earth: Tolkien’s World from A to Z
Andy Freeman and Pete Greig – PunkMonk: New Monasticism and the Ancient Art of Breathing
Jostein Gaarder – Das Orangenmädchen
Robert Gernhardt – Später Spagat
Timothy G. Gombis – The Drama of Ephesians: Participating in the Triumph of God
The Handbook of Style: A Man’s Guide to Looking Good (Esquire Magazine)
Peter Handke – Die morawische Nacht
Mohammed Hanif – Eine Kiste explodierender Mangos
Iris Hanika – Treffen sich zwei
Nathaniel Hawthorne – The Scarlet Letter
Helene Hegemann – Axolotol Roadkill
Nick Hornby – 31 Songs
Tony Jones – The Teaching of the Twelve: Believing and Practicing the Primitive Christianity of the Ancient Didache Community
Jürgen Kaiser – Warum Schwaben alles können – wenn sie wollen: Historische Streifzüge in Schwaben
Walter Kappacher – Der Fliegenpalast
Daniel Kehlmann – Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten
Hape Kerkeling – Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Dan Kimball – They Like Jesus but not the Church: Insights from Emerging Generations
John W. Kiser – Die Mönche von Tibhirine
Michael Köhlmeier – Madalyn
Hidenori Kumai u.a. – Manga Messias
Hans Küng – Erkämpfte Freiheit: Erinnerungen
Hans Küng – Umstrittene Wahrheit: Erinnerungen
Siegfried Lenz – Landesbühne
Gilles Leroy – Alabama Song
Gabe Lyons – The Next Christians: How a New Generation is Restoring the Faith
George MacDonald – Diary of an Old Soul
Brett and Kate McKay – The Art of Manliness: Classic Skills and Manners for the Modern Man
Scot McKnight – Fasting
Scot McKnight – The King Jesus Gospel: The Original Good News Revisited
Dinaw Mengestu – Zum Wiedersehen der Sterne
Donald Miller – A Million Miles in a Thousand Years: What I Learned while Editing My Life
Lesslie Newbigin – A Walk through the Bible
Doug Pagitt – Church in the Inventive Age
The Paraclete Psalter: A Book of Daily Prayer
Kathrin Passig und Sascha Lobo – Dinge geregelt kriegen: ohne einen Funken Selbstdisziplin
Justin Paton – How to Look at a Painting
Christian Pernath – Ein Morgen wie jeder andere
Heinz Pollay – Es starten…
Wolfgang Prosinger – Tanner geht: Sterbehilfe – Ein Mann plant seinen Tod
Tilman Rammstedt – Der Kaiser von China
Peter Rollins – The Orthodox Heretic: And Other Impossible Tales
Meg Rosoff – Just in Case
Joe Sacco – Footnotes in Gaza
Bruce Sanguin – The Emerging Church: A Model for Change and a Map for Renewal
Ingo Schulze – Adam und Evelyn
Chris Seay – The Gospel According to LOST
William Shakespeare – A Midsummer Night’s Dream
William Shakespeare -All’s Well that Ends Well
William Shakespeare – As You Like It
William Shakespeare – The Comedy of Errors
William Shakespeare – King Henry IV. First Part
William Shakespeare – King Henry IV. Second Part
William Shakespeare – King Henry V.
William Shakespeare – King John
William Shakespeare – The Life and Death of King Richard II
William Shakespeare – Love’s Labour Lost
William Shakespeare – Measure for Measure
William Shakespeare – The Merchant of Venice
William Shakespeare – Merry Wives of Windsor
William Shakespeare – Much Ado about Nothing
William Shakespeare – The Taming of the Shrew
William Shakespeare – The Tempest
William Shakespeare – Twelfth Night; Or, What You Will
William Shakespeare – Two Gentlemen of Verona
William Shakespeare – The Winter’s Tale
Charles Sheldon – In His Steps
Tom Shippey – J.R.R. Tolkien: Author of the Century
Siku – The Manga Jesus: The Complete Story
Adam Soboczynski – Die schonende Abwehr verliebter Frauen
Michael Streissguth – Ring of Fire: A Johnny Cash Reader
Benjamin von Stuckrad-Barre – Auch Deutsche unter den Opfern
Ubekannter Autor – Silberpfeile am Start
Unbekannter Autor – Das Spiel ihres Lebens: Deutsche Fußballer erkämpfen die Weltmeisterschaft
Ed Underwood – Reborn to Be Wild: Reviving Our Radical Pursuit of Jesus
Miroslav Volf – Exclusion & Embrace: A Theological Exploration of Identity, Otherness, and Reconciliation
Pete Ward – Participation and Mediation: A Practical Theology for the Liquid Church
Marlin Watling – START: Gemeinden gründen – von der Vision zur Wirklichkeit
Robert Webber – Ancient-Future Time: Forming Spirituality through the Christian Year
Maryellen Weimer – Learner-Centered Teaching: Five Key Changes to Practice
Karen Wynn Fonstad – The Atlas of Tolkien’s Middle-Earth

Bevor ich demnächst noch einige Gedanken zu ausgewählt Büchern posten werde, würde mich interessieren, welche Bücher im letzten Jahr bei Dir hängen geblieben sind.

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Countdown: Das Emergent Forum 2011 steht vor der Tür

19. November 2011

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben, keine Ahnung, ob das in Zukunft mal wieder besser wird, die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
Das ungewollte Schweigen sei dennoch kurz unterbrochen, um auf eines meiner jährlichen Highlights hinzuweisen.
In einer knappen Woche beginnt das Emergent Forum 2011, darum ist jetzt die Zeit, sich dafür anzumelden.

Ef11Card
Ich zitiere mal eben von unserer Website www.emergent-deutschland.de:

Vom 25. bis 27. November 2011 wird das diesjährige Emergent Forum in Berlin stattfinden. Das Emergent Forum ermöglicht kreative und mutmachende Gespräche jenseits von Denkverboten und Fraktionszwängen:
über Christsein in einer unvorhersehbaren
Welt, Interaktion mit einer vielschichtigen Kultur und eine frische Interpretation unseres Erbes.
In Berlin wollen wir über folgende Fragen ins Gespräch kommen:
Ist die
Welt noch zu retten? Was hat die Occupy-Bewegung mit dem Christsein zu tun?
Kulturschock – Ist der Bruch zwischen Evangelium und
Kultur notwendig? Ist Wahrheit immer kontextuell?
Was ist unser christliches
Erbe? Verpflichtung zur Tradition oder Auftrag zur Innovation? Brauche ich heute noch eine Gemeinde um Christ zu sein?

Sollten Dich diese oder ähnliche Fragen ansprechen, dann freue ich mich darauf, Dich nächstes Wochenende in Berlin zu treffen!
Mehr Infos und die Anmeldemöglichkeit gibt’s hier.

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Auf den Kopf getroffen – Spaltung im evangelikalen Haus

8. April 2011

Roger Olson macht sich zur Zeit so seine Gedanken über die Zukunft der evangelikalen Bewegung in den Vereinigten Staaten. Dabei sieht er eine Spaltung zwischen Neo-Fundamentalisten und post-konservativen Evangelikalen. Interessant ist, woran er diese Spaltung festmacht:

I do NOT consider all “traditionalists” neo-fundamentalists.  Neo-fundamentalism is NOT defined by beliefs held; it is defined by HOW beliefs are held and HOW disagreement is handled. … REPEAT–I AM NOT saying that all conservative evangelicals are neo-fundamentalists.  Some are and some are not.  The neo-fundamentalists are recognizable among the conservatives by their aggressive behavior toward fellow evangelicals, their willingness sometimes to use underhanded means to “win,” their inclusion of non-essentials of doctrine among the essentials of Christian orthodoxy and their obsession with “evangelical boundaries” with the clear intention of excluding people from evangelicalism who grew up in it, have always been part of it, are influential within it, but whom they consider doctrinally unsound using extremely narrow definitions of doctrinal soundness.

Meiner Ansicht nach trifft Olson hier den Nagel auf den Kopf. Ich würde mich selbst als theologischen Traditionalisten oder Konservativen bezeichnen. Allerdings irritiert es mich immer wieder und immer häufiger, wie Menschen, mit denen ich zentrale theologische Aussagen teile, mit anderen umgehen, deren theologische Überzeugungen ich nicht teile, die mir aber dennoch Brüder und Schwestern sind, weil sie mit mir demselben Herrn und Meister folgen. Das ist schmerzhaft. Um so erfreulicher hingegen die Tatsache, daß wir es bei Emergent Deutschland einigermaßen geschafft haben, einen Raum zu eröffnen, in dem sich Christen unterschiedlicher theologischer Prägung und verschiedenartiger Frömmigkeit respektvoll begegnen und einander stehen lassen können – ohne gleich immer Recht haben oder bekommen zu müssen. Das ist selten einfach aber immer lohnenswert. Mehr hier und hier.

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Rückblick 2010 – 100 DVDs

6. April 2011

Der Vollständigkeit halber noch die 100 DVDs die ich letztes Jahr gesehen habe. Damit wäre nun Anfang April der Jahresrückblick abgeschlossen 😉

16 Blocks
Alice im Wunderland
America’s Sweethearts
Apocalypse Now
Auftrag Rache
Australia
Black Hawk Down
Die besten Frauen der Welt
The Boat that Rocked
The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe
The Chronicles of Narnia: Prince Caspian
City of Angels
Cleaner
Der Club der toten Dichter
Collateral
Control
Corellis Mandoline
Dead Man Walking
Delicatessen
Donnie Darko
Ein Freund von mir
Ein Quantum Trost
Der Einsatz
Enigma
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Es begab sich aber zu der Zeit…
Face/Off
Fight Club
Full Metal Jacket
Gangster No. 1
Das Gesetz der Rache
Gilbert Grape
Gomorrha: Reise in das Reich der Camorra
Gone in 60 Seconds
Harold and Maude
Inglourious Basterds
Iron Man
It’s a Wonderful Life
Jenseits aller Grenzen
Kampf der Titanen
Kill Bill Volume 1
Kill Bill Volume 2
Kiss Kiss Bang Bang
Knowing
Lammbock
Layover
Lock, Stock, and Two Smoking Barrels
The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring
The Lord of the Rings: The Two Towers
The Lord of the Rings: The Return of the King
LOST: Season 1
LOST: Season 2
Love Actually
Der Manchurian Kandidat
Männerherzen
Maria, ihm schmeckt’s nicht
Moulin Rouge
Ocean’s Eleven
Ocean’s Twelve
Ocean’s Thirteen
Operation Walküre: Das Stauffenberg Attentat
The Others
Pan’s Labyrinth
Die Passion Christi
Payback
Phantomschmerz
Planet Terror
Public Enemies
Pulp Fiction
Regarding Henry
Reservoir Dogs
Rock’n’Rolla
Seven
Shooter
Shutter Island
Snatch
The Spirit
Star Trek
Street Kings
Taken
To End All Wars
Tödliche Diamanten
Traffic
True Romance
Tsotsi
Twisted
Underworld
V wie Vendetta
Verdammnis
Vicky Cristina Barcelona
WALL·E
Wanted
War of the Worlds
Was tun, wenn’s brennt?
Watchmen
The Wrestler
Wo die wilden Kerle wohnen
X-Men
X-Men 2
X-Men: The Last Stand

Ein Muster schält sich heraus – manche Filme gehören mittlerweile zu meinem Jahreszyklus:

Lotr
In der ersten Januarwoche wird ein Tag für den Genuß von Lord of the Rings Special Extended reserviert.

Passion
Karfreitag läuft die Passion Christi.

Ctd
Mit den Studenten des Einführungskurses der Akademie für Leiterschaft gönne ich mir den Club der toten Dichter.

WonderfullifeLoveactually
In der Adventszeit müssen It’s a Wonderful Life und Love Actually sein.

Thenativitystory-1Knowing
An einem der Weihnachtsfeiertage gibt es The Nativity Story und zwischen den Jahren Knowing.

60SecondsTrueromance
Darüber hinaus gibt es gewisse Filme wie Gone in 60 Seconds und True Romance oder die Werke von Regisseuren wie Tarantino und Ritchie, die sich dann doch immer wieder dazwischen schleichen und jedes Jahr auftauchen. In ein paar Jahren gehören wohl auch Watchmen und The Wrestler zu den Regulars.
WatchmenWrestler-1

Gibt es in Deinem Leben Filme, denen Du regelmäßig Zeit einräumst?

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Die Fastenzeit 2011 bewußt(er)leben

7. März 2011

[Ein gemeinsames Projekt von Daniel und mir, läuft eigentlich lokal in Heimerdingen, könnte aber auch andere interessieren, daher poste ich hier mal die Beschreibung, die wir den Teilnehmenden gemailt haben. Solltest Du auch Interesse an den täglichen Mails haben, laß einen Kommentar da, und ich nehme Dich in den Verteiler.]

Wie es zum Projekt kam
Als wir uns überlegten, die traditionelle Ostermorgenandacht des CVJM Heimerdingen in diesem Jahr zu gestalten, da dachten wir uns, es wäre schön, wenn wir die Weite von Ostern erfassen könnten – die Auferstehung Jesu hat ja nicht nur damit zu tun, daß wir alle dermaleinst auch vom Tod auferstehen werden. Ostern ist der entscheidende Wendepunkt der Weltgeschichte mit Auswirkungen bis tief in unser tägliches Leben hinein. Damit Ostern nicht einfach so wirkungslos an uns vorbeizieht, haben wir uns mehrere Bausteine überlegt, zu denen wir Dich herzlich einladen.

Die Fastenzeit – aus Tradition gut
Für manche ist »Tradition« ein negativ besetztes Wort – für uns nicht, denn wir haben erkannt: Menschen, die in der Vergangenheit ihr Leben mit Gott gelebt haben, haben gewisse Praktiken entwickelt, die sie so gut fanden, dass sie sie immer wieder getan haben – daraus wurde dann eine Tradition. Wir sind dankbar für die vielen guten Dinge, die wir von ihnen lernen und übernehmen können. Es ist gut, das Rad nicht neu erfinden zu müssen, sondern in den Fußstapfen weiser Männer und Frauen gehen zu können.
Etwas, das sich in der Kirchengeschichte bewährt hat, ist das bewußte Leben und Erleben der sieben Wochen vor Ostern – als eine Zeit der inneren Umkehr und Vorbereitung auf die Ereignisse der Karwoche. Traditionell dachte man dabei an den Vergleich mit der Taufe (Röm 6): Das Sterben das alten Menschen und die Neugeburt / Auferstehung des neuen Menschen in Christus. Immer wieder spricht Paulus in seinen Briefen davon, daß wir den alten Menschen aus- und den neuen Menschen anziehen sollen. Die Fastenzeit eignet sich besonders dafür, das eigene Leben im Angesicht Gottes zu prüfen und dann an Ostern einen Neustart zu wagen. Gut charismatisch und positiver formuliert könnte man sich auch fragen: Wo will Gott in meinem Leben durchbrechen?

Der Sinn des Fastens
Biblisches Fasten ist immer zuerst eine Antwort auf etwas Heiliges und Ernsthaftes, das uns widerfährt. Es geht dabei nicht darum, daß wir auf einen besonderen geheimen geistlichen Knopf drücken, der uns mehr Vollmacht verleiht. Nein, Fasten ist Teil unserer Beziehung zu Gott – wir fasten als Reaktion auf die Umstände, unser ganzer Körper betet mit und macht deutlich, wie sehr uns eine Sache bewegt. Manchmal reagiert Gott auf unsere Hingabe und erhört unser Gebet – aber das ist nicht die Hauptsache beim Fasten. Wer mehr darüber wissen will, schaue sich Scot McKnights brillantes Buch Fasting an, leider nur auf Englisch, aber dennoch recht einfach zu lesen.
Warum wir fasten – das kann viele Gründe haben. Vielleicht, weil ein lieber Mensch krank oder verstorben ist. Vielleicht, weil wir Gottes Wirken und/oder Gegenwart in unserem Leben vermissen. Vielleicht, weil wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben. Eben weil uns eine Sache so sehr auf dem Herzen liegt, daß wir unseren Körper das sagen lassen wollen, was wir nicht in Worte fassen können.

Die Einladung
Wir laden Dich dazu ein, die Fastenzeit 2011 gemeinsam mit uns bewußt(er) zu (er)leben. Dazu gehört, sich in diesen Wochen bewußt(er) Raum und Zeit für das Hören auf Gott zu nehmen. Vielleicht möchtest Du das Ganze mit Fasten (Verzicht auf Essen, in seltenen Fällen auch auf Trinken) oder Abstinenz (Verzicht auf gewisse Nahrungsmittel oder sämtliche anderen Dinge, auf die zu verzichten Dir sinnvoll erscheint) begleiten. Wir ermutigen Dich dazu. Darüber hinaus laden wir Dich erstens zum gemeinsamen Gebet und Bibellesen sowie zweitens zu drei besonderen Veranstaltungen ein.

Gemeinsam beten
Wir laden Dich dazu ein, ein von uns vorformuliertes Gebet, das sich jede Woche in Nuancen verändern wird, täglich zu beten. Wir haben beide den Wert vorformulierter Gebete schätzen gelernt und sind auch ein wenig traurig darüber, daß solche Gebete heute nicht mehr einen solchen Stellenwert zu haben scheinen, wie das zu anderen Zeiten der Kirchengeschichte der Fall war. Wer vorformulierte Gebete seltsam findet, frage sich einmal, was denn beim Singen von Chorälen und Lobpreisliedern geschieht… Unser Gebet besteht hauptsächlich aus Bibelversen (davon die meisten natürlich aus den Psalmen) und soll uns dabei helfen, die Fastenzeit bewußt(er) zu (er)leben, indem es uns hilft, auf Jesus zu sehen und uns vor Gott selbst zu prüfen. Dieses Gebet kann persönlich zu Hause gebetet werden oder aber auch gemeinsam mit anderen. Daniel bietet das wieder montags bis freitags um 6:45 Uhr in der Heimerdinger Kirche an. In der Karwoche wird es allerdings aufgrund des Frühabendmahls, das um 6:30 Uhr stattfindet, ausfallen.

Gemeinsam Bibel lesen
Wir laden Dich außerdem zum gemeinsamen Bibel lesen ein. Dazu haben wir Texte aus der traditionellen Wochenlesung ausgewählt. Diese Texte haben sich in der Kirchengeschichte bewährt, weil auch sie uns dabei helfen, die Fastenzeit bewußt(er) zu (er)leben. Wir laden dazu ein, denselben Text eine Woche lang jeden Tag zu lesen, weil wir glauben, daß wir dadurch in die Tiefe gelangen und der Text stärker an uns wirken kann, wenn er uns eine ganze Woche lang begleitet. Darüber hinaus bieten wir täglich neue Inspiration an – 35 Menschen aus dem CVJM Heimerdingen und dem p-shuttle haben sich bereit erklärt, einen kurzen Impuls zu schreiben. Diesen bekommst Du, wenn Du möchtest, täglich von uns per E-Mail in Deinen Posteingang geliefert. Darüber hinaus wirst Du in dieser E-Mail neben dem Gebet der Woche auch einen Downloadlink zu einer MP3 finden, die den Text der Woche enthält, falls Du diesen gerne auch anhören würdest.

Der Start: Aschermittwoch, 9. März
Traditionell beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch. Darum wollen wir uns am 9. März um 19 Uhr in der Heimerdinger Kirche treffen, um gemeinsam bewußt in diese heilige Zeit zu starten, nochmals über ihren Sinn nachzudenken und herauszufinden, warum dieser Tag Aschermittwoch heißt.

Tief in das Leiden Jesu schauen – »Die Passion«
Am Karfreitag Nachmittag werden wir gemeinsam im CVJM-Heim in Heimerdingen den Film »Die Passion« anschauen. Die genaue Uhrzeit geben wir noch durch.

Ostermorgenandacht Teil 1 – Die abendliche Besinnung am Karsamstag
Das Licht des Ostermorgens leuchtet hell, sehr hell sogar. Am hellsten leuchtet es aber, wenn wir uns der Dunkelheit bewußt sind, die uns umgibt. Daher werden wir dieses Jahr die Ostermorgenandacht halbieren. Am Karsamstag war Jesus tot und lag im Grab. Für die Jünger war alles aus, ihre Hoffnung war am Ende, sie schlossen sich ein und weg. Wir wollen das nachvollziehen. Darum treffen wir uns am Karsamstag Abend wieder in der Heimerdinger Kirche, um gemeinsam der Dunkelheit dieser Welt ins Angesicht zu schauen. So vieles in und um uns ist zerbrochen, so vieles schmerzt uns, so viel Leid und Unheil ist in der Welt. Diesem Schmerz wollen wir Raum geben in der Gegenwart Gottes, denn dort ist er am Besten aufgehoben. Wir wollen diesen Schmerz nicht verdrängen, ignorieren oder zur Seite schieben, sondern wir wollen ihm in die Augen sehen und ihn bewußt aushalten. Wir wollen über alles nachdenken, was gott-los ist in der Welt und uns dabei fragen, was wohl wäre, wenn Jesus nicht auferstanden wäre. Wir glauben, daß uns dadurch der Sinn des Osterfestes noch einmal ganz neu aufgehen kann und wird.

Ostermorgenandacht Teil 2 – Das neue Leben feiern
Am Ostersonntag werden wir um 6 Uhr morgens die traditionelle Ostermorgenandacht des CVJM in der Heimerdinger Kirche feiern. Währenddessen wird die Sonne aufgehen und wir werden gemeinsam die Auferstehung Jesu und den Beginn der neuen Schöpfung feiern und uns dabei fragen, wie wir selbst Teil dieser neuen Schöpfung sein und werden können. Im Anschluß findet wieder das gemeinsame Frühstück im Gemeindehaus statt.

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Rückblick 2010 – Neu im Plattenschrank

25. Februar 2011

[Diesen Post habe ich vor 5 Wochen geschrieben, bin aber erst jetzt dazu gekommen, die Bilder und Links einzufügen…]

Folgende Alben haben im vergangenen Jahr den Weg in meinen Plattenschrank gefunden:

As I Lay Dying – An Ocean Between Us
The Avett Brothers – Emotionalism
Bay City Rollers – Rock’n’Rollers: The Best of
Believer – Gabriel
Johnny Cash – America: A 200-Year Salute in Story and Song
Johnny Cash – American VI: Ain’t No Grave
Johnny Cash – At Madison Square Garden
Johnny Cash – Ragged Old Flag
Johnny Cash & Waylon Jennings – Heroes
Rosanne Cash – The Wheel
Glashaus – NEU (Deluxe Edition)
Emmylou Harris – Roses in the Snow
The Highwaymen – Highwayman
The Highwaymen – Highwayman 2
The Highwaymen – The Road Goes On Forever
Mark Knopfler – Get Lucky
Mark Knopfler – Kill To Get Crimson
Mark Knopfler – Sailing to Philadelphia
Mark Knopfler – Shangri-La
Dania König – Auf dem Grund
Udo Lindenberg – Stark wie Zwei
The National – Boxer
Philipp Poisel – Bis nach Toulouse
Shad – The Old Prince
Shad – Tsol
STS – STS
Stuck Mojo – Snappin‘ Necks
Take That – Progress
Jason Upton – Beautiful People
Jason Upton – Faith

Lose Gedanken dazu:
Dominiert wird die Liste wieder mal von Johnny Cash inklusive den Highwaymen sowie von Mark Knopflers Solowerk. Mag ich beides sehr. Insbesondere Knopfler bringt mich beim Arbeiten in den gewissen Flow, der auch unangenehme Tätigkeiten in erträgliche verwandelt. Was den Man in Black anbelangt stehe ich jetzt bei ca. 50 Silberscheiben. Wird aber immer noch nicht langweilig 😉

Mojo
Stuck Mojo’s Snappin‘ Necks habe ich vor mehr als einem Jahrzehnt schon mal besessen, jetzt wieder neu gekauft. Knallt immer noch genau so fein. Besser geht HipHop+Metal nicht.

Believers Comeback hätte nicht sein müssen, Gabriel gefällt mir nicht so wirklich. Ist eben nicht Extraction from Mortality. Huch war das noch fein! Wenn Trash, dann bitte voll auf die Zwölf.

Poisel
Local Hero Philipp Poisel hat einen netten Zweitling vorgelegt. Funktioniert, reißt mich aber nicht vom Hocker.

ShadShad1
Shad ist der einzige HipHop-Artist, den ich mir immer wieder anhören kann. Danke an Cameron Strang und den famosen Relevant Podcast. Ohne diesen hätte ich auch nicht die Avett Brothers entdeckt. Dort habe ich übrigens auch die Musik von Mumford & Sons sowie Gungor zum ersten Mal gehört, auch wenn ich nicht zum Fanboy geworden bin, was ja grade trendy ist. Vielleicht kommt das ja noch… Aktuell loben sie Civil Wars‘ Barton Hollow über den grünen Klee. Hab ich mir vor Wochen bestellt, ist aber immer noch nicht angekommen. MP3 wäre einfacher gewesen – aber wo ist das physikalische Objekt, das ich in die Hand nehmen, in den Player legen und dessen Booklet ich durchblättern kann?

Jason Uptons Trusting the Angels hatte mir sehr gut gefallen, Beautiful People geht so, Faith eher nicht. Klassische Anbetungsmusik ist so gar nicht mehr mein Fall.

Takethat
Zum Abschluß noch TakeThat. So viel Spaß muß sein. War schon in den frühen 90ern irgendwie Kult. Daher mußte die Reunion-Platte von mir gekauft werden. Hat zwar lange nicht die Klasse von Robbie Williams‘ Solozeug, macht aber trotzdem Spaß.

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Rückblick 2010 – Gedanken zum Kino

8. Februar 2011

Lose Gedanken zu den Filmen, die ich letztes Jahr gesehen habe:

  • Stieg Larssons Vergebung hat die Millennium-Trilogie sauber zum Abschluß gebracht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie David Fincher das besser machen will, bei allem, was man über das Projekt hört. Und wie bitte soll die Performance von Noomi Rapace getoppt werden?
  • Avatar hat Spaß gemacht, war aber lange nicht der Überhammer. Trotzdem: James Cameron hat da eine wunderbare Welt mit tollen Farben und Wesen kreiert.
  • Harry Potter 7.1: Enttäuschung für mich, fand 6 besser. Hoffe auf ein feines Finale.
  • Salt: So soll ein Agententhriller sein. Angelina Jolie zeigt, dass auch Film dieses Genres mit schauspielerischen Fähigkeiten aufgewertet werden können – mit freundlichen Grüßen an Clive Owen, Jason Statham, Megan Fox und Co.
  • Knight and Day: Herrlich selbstironisch. Schlägt Kiss & Kill um Längen und zeigt den überraschend großen qualitativen Unterschied zwischen den Paaren Tom Cruise / Cameron Diaz (Top) und Ashton Kutcher / Katherine Heigl (Flop).
  • Das A-Team: Wunderbarer Gute-Laune-Film. Hier ne Explosion, da ein cooler Spruch, dort ne Schießerei.
  • Die Reise auf der Morgenröte: Hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Bin mal gespannt auf die englischsprachige Version, da haben für mich die ersten beiden Narnia-Filme sehr viel besser funktioniert.
  • Toy Story 3: Pixar, weiß wie’s geht, und berührt mich immer wieder neu.

Sonstiges:
Der Film, bei dem ich am meisten gelacht habe: Vincent will Meer.
Schauspieler, von dem ich die meisten Filme gesehen habe: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes, Iron Man 2 – beide ganz ok; Stichtag: dröge)
Größter »kleiner Film«: Der kleine Nick

Enttäuschung des Jahres
:
Robin Hood – Ein schlechter Witz. Trauriger Höhepunkt: Die Landung der Truppen aus Frankreich. Innerhalb von zwei Minuten Film wird auf billigste Weise an Troja, 300 und Saving Private Ryan erinnert, so dass der ach so ernste Film wie eine Parodie wirkt. Das waren noch Zeiten, als Errol Flynn den Robin Hood geben durfte

Sonderpreis für den Dialog, der mich spontan zum Lachen brachte (was mir im Kino eher selten passiert):
Briefe an Julia (nette Schnulze, mag ich auch deswegen, weil sie in Italien spielt):
Ältere Italienerin zum jungen Engländer: »Du hast keine Romantik in Dir. Das ist, weil Du Engländer bist.«
Junger Engländer zur älteren Italienerin: »Wie hieß nochmal der Autor von „Romeo und Julia“?«
Ältere Italienerin (im Brustton der Überzeugung): »Williamo Shakespearelli!«

Sonderpreis für schauspielerische Leistungen:
Splice – Wahnsinnig intensives Kammerspiel mit brillantem Darstellerpaar Adrian Brody und Sarah Polley. Nichts für schwache Nerven.

Filme des Jahres (in my humble by accurate opinion 😉

Thetown
The Town – Gangsterballade ersten Ranges. Bestes Werk in diesem Genre seit Heat. So muß das sein und nicht anders.

Daskonzert
Das Konzert – Wunderbare französische Melange aus Komödie und Drama mit viel klassischer Musik und Mélanie Laurent, der zweiten Entdeckung aus Inglourious Basterds neben Christoph Waltz. Plötzlich hatte ich feuchte Augen.

Inception
Inception – Christopher Nolan, Hollywoods momentan heißester Regisseur, setzt auf The Dark Knight noch einen drauf, schreibt ein brillantes Drehbuch und läßt auch noch drei meiner absoluten Faves – Leo DiCaprio, Ellen Page und Marion Cotillard – zentrale Rollen spielen. Hab ich mir im Kino dreimal gegönnt.

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Rückblick 2010 – Kino

1. Februar 2011

Freunde haben mich dieses Jahr mit einer Halbjahres-Kinoflat beschenkt. Wunderbare Sache, das. Dummerweise hat mir die Fußball-WM einiges davon geklaut. Trotzdem hat es noch zu mehr Filmen als letztes Jahr gereicht, darunter einige, die ich mit Sicherheit nicht angesehen hätte, wenn ich dafür hätte bezahlen müssen. Folgende Filme habe ich 2010 im Kino gesehen:

Das A-Team
The American
Avatar
Briefe an Julia
Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte
The Crazies
Eclipse
The Expendables
Für immer Shrek
Harry Potter 7.1
Inception (3x)
Iron Man 2
Karate Kid
Kindsköpfe
Kiss & Kill
Der kleine Nick
Knight and Day
Das Konzert
Die Legende von Aang
Predators
Prince of Persia
R.E.D.
Robin Hood
Salt
Sex and the City 2
Sherlock Holmes
Splice
Stichtag
The Town
Toy Story 3
Vergebung
Vincent will Meer

Ein paar Gedanken zu diesen Filmen dann im nächsten Post.

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Rückblick 2010 – Gedanken zum Lesestoff

23. Januar 2011

Das ist das dritte Jahr, in dem ich mir die 100 Bücher als Ziel gesetzt und erreicht habe. Das ist fein. Was bleibt hierzu zu sagen?

Zunächst einmal ist die Lyrik wieder etwas zu kurz gekommen. Aber ich arbeite dran. Immerhin hat es für die Droste und den Morgenstern gereicht.

Dafür hat sich der Wunsch nach mehr Romanen problemlos umsetzen lassen. Sonn- und Feiertage bieten dazu den optimalen Raum. Sabbat eben – Gang raus, Buch rein, einwandfrei. Besonders geeignet an Sonntagen ohne Formel 1 😉 Mit den Dämonen und dem Jüngling habe ich endlich meine Lücke geschlossen und die fünf »großen Romane« Dostojewskis voll. Nun ist nur die Frage offen, wann ich sie das nächste mal lesen werde… Ansonsten viel Nettes und nichts Besonderes. Von Kehlmanns Vermessung der Welt war ich nicht so aus dem Häuschen wie die gesammelte Kritikerschar. Über Die Zweifel des Salaí habe ich mich bereits geäußert, ebenso über Frank Schaeffers Calvin und Portofino. Der Krimi des Jahres war für mich Christine Lehmanns Allmachtsdackel, was auch mit dem schwäbischen Schauplatz der Handlung zu tun hat. Aber auch Deon Meyers Weißer Schatten hatte seine Momente. Die Erinnerung an dieses Buch ist auch deswegen süß, weil ich es im viertägigen Kurzurlaub in Alicante gelesen habe.

Charleswilliams
Charles Williams ist natürlich zu erwähnen, der Inkling von dem ich bislang gar nichts kannte. Sehr feine sieben Romane, kurz, aber intensiv. Anders als bei z.B. Lewis finden sich hier keine klaren Allegorien; anders als bei Tolkien spielt sich das Geschehen nicht komplett in einer kohärenten Fantasiewelt ab. Statt dessen bricht immer wieder die unsichtbare, mythische, übernatürliche Welt in das normale Geschehen herein. So ganz speziell, erinnert an George MacDonald.

Fromtheheart
Nachdem ich letztes Jahr etwas zu Vivian Cashs Biographie geschrieben hatte, war es nun an der Zeit, June Carter Cashs Sicht kennenzulernen. Naja. Schmalz pur.

Roadtomiddleearth
Das Werk J. R. R. Tolkiens habe ich nun bald erschlossen, dieses Jahr kam wieder einiges dazu, auch an Sekundärliteratur. Besonders empfehlenswert für alle, die von Mittelerde nicht genug bekommen können, ist Tom Shippeys The Road to Middle-Earth: How J.R.R. Tolkien Created a New Mythology. Wunderbares Buch mit sehr vielen Einsichten. Tolkien wird mich weiterhin bezaubern.

Bone
Nachdem mir 2009 Watchmen den Einstieg ins Reich der Graphic Novel bescherte, war ein neues Hobby geboren 😉 2010 kamen Kick-Ass, From Hell, Bone, Maus und Jimmy Corrigan hinzu. Besonders beindruckend waren Maus (über das Schicksal polnischer Juden während des Dritten Reiches) und From Hell (über die Jack-the-Ripper-Morde); Bone hat mir von allem, was ich im vergangenen Jahr gelesen habe, den meisten Spaß bereitet.

Sonstige Splitter:

  • Was war nochmal so toll an Seth Godins Tribes und Clay Shirkys Here Comes Everybody? Allgemeinplätze, wohin das Auge schaut. Oder bin ich einfach 20 Jahre zu jung, um die Genialität an Autoren zu erkennen, die das in Worte fassen, was im Web offensichtlich ist?
  • Florovskijs Sobornost bringt einen feinen Einstieg ins Denken der orthodoxen Theologie, die mir sehr sympathisch ist.
  • Von Christian Schwarz‘ 3 Farben Deiner Spiritualität bin ich so begeistert, dass ich es für die allermeisten AfL-Studenten zur Pflichtlektüre gemacht habe
  • Zwei Bücher von Erwin McManus gelesen und den Hype nicht ganz verstanden. Aber nett sind sie allemal.
  • Brian McLarens New Kind of Christianity hat mir bei aller Sympathie für sein integratives Wirken (wieder mal) gezeigt, dass unser Verständnis von »Christianity« nicht dasselbe ist.
  • Richard Fosters Longing For God ist empfehlenswert wie immer bei Foster.
  • Ein Jammer, dass Internet Monk Michael Spencer verstorben ist. Sein Buch Mere Churchianity ist da nur ein ganz schwacher Trost. Seine Stimme fehlt.
  • So You Don’t Want to Go to Church Anymore (deutsch: Der Schrei der Wildgänse) ist nicht ganz so gut wie The Shack (deutsch: Die Hütte), hat aber in derselben Weise sehr hübsch in mein Leben gepasst bzw. mich an meine eigene Geschichte erinnert.

Besonders erwähnenswert:

DeepchurchOtherOrganiccommunity
Jim Belchers Deep Church: A Third Way Beyond Emerging and Traditional, Kester Brewins Other: Loving Self, God and Neighbour in a World of Fractures und Joseph Myers Organic Community: Creating a Place where People Naturally Connect sind aus meiner Sicht die drei wertvollsten Bücher des Jahres aus der EmergingChurch-Conversation. Zu ihnen werde ich zu gegebener Zeit noch mehr schreiben, zumindest höchstwahrscheinlich 😉

Cruciformgod
Michael J. Gormans Inhabiting the Cruciform God: Kenosis, Justification and Theosis in Paul’s Narrative Soteriology war mein theologisches Buch des Jahres. Was, wenn der Christushymnus in Philippper 2 nicht mit den Worten beginnt: Obwohl er Gott gleich war, … sondern statt dessen: Gerade weil er Gott gleich war, … Gorman argumentiert mit guten Gründen für diese Übersetzung und zeigt Jesu Selbsterniedrigung als direkten Ausdruck seiner Göttlichkeit. Er erniedrigte sich nicht trotz seiner Göttlichkeit, sondern eben gerade weil es Gottes Wesen ist, sich zu erniedrigen, sich klein zu machen, sich zu verschenken – God is cruciform. Die Folgen für Soteriologie und praktische Nachfolge des Messias Jesus sind Hauptgegenstand des Buches. Rechtfertigung ist für Gorman ein beständiger Prozess des Umgestaltet-werdens in die Christusähnlichkeit hinein – eben »inhabiting the cruciform God« – in einem Wort: Theosis.

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Rückblick 2010 – 100 Bücher

21. Januar 2011

Nachfolgende Bücher habe ich 2010 gelesen. Ein paar lose Gedanken dazu im nächsten Post.

Kate Atkinson – Lebenslügen
Paul Auster – Mann im Dunkel
Jim Belcher – Deep Church: A Third Way Beyond Emerging and Traditional
Jan Böttcher – Nachglühen
Jens Böttcher – Der Tag des Schmetterlings: Short Stories
Kester Brewin – Other: Loving Self, God and Neighbour in a World of Fractures
Bill Bryson – Eine kurze Geschichte von fast allem
Michail Bulgakow – Der Meister und Margarita
John Bunyan – Die Pilgerreise
Peter Carey – Liebe: Eine Diebesgeschichte
Humphrey Carpenter – J.R.R. Tolkien: A Biography
Humphrey Carpenter (Hg.) – The Letters of J.R.R. Tolkien
June Carter Cash – From the Heart
Fjodor M. Dostojewskij – Die Dämonen
Fjodor M. Dostojewskij – Der Jüngling
Fjodor M. Dostojewskij – Der Spieler
Annette von Droste-Hülshoff – Werke
Zoran Drvenkar – Sorry
Alexandre Dumas – Der Graf von Monte Christo
Claude Duvernoy – Der Fürst und sein Prophet: Theodor Herzl und William Hechler. Die Wegbereiter der zionistischen Bewegung
Faix, Tobias u.a. (Hg.) – Die Welt verändern: Grundfragen einer Theologie der Transformation
Georgij V. Florovskij – Sobornost: Kirche, Bibel, Tradition
Richard Foster und Gayle D. Beebe – Longing for God: Seven Paths of Christian Devotion
Julia Franck – Die Mittagsfrau
Dwight J. Friesen – Thy Kingdom Connected: What the Church Can Learn from Facebook, the Internet, and Other Networks
Malcolm Gladwell – Outliers: Stories of Success
Malcolm Gladwell – The Tipping Point: How Little Things Can Make a Big Difference
Seth Godin – Tribes: We Need You to Lead Us
Michael J. Gorman – Inhabiting the Cruciform God: Kenosis, Justification and Theosis in Paul’s Narrative Soteriology
Graham Greene – The Honorary Consul
Allan Guthrie – Post Mortem
Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen
Joseph Heath and Andrew Potter – The Rebel Sell: Why the Culture Can’t Be Jammed
Ute Horn – Meine Krise – Gottes Chance
Nick Hornby – Slam
Wayne Jacobsen und Dave Coleman – So You Don’t Want to Go to Church anymore: An Unexpected Journey
Karin Johne – Wortgebet und Schweigegebet
Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt
Stephen King – Das Leben und das Schreiben
Dieter Kühn – Geheimagent Marlowe: Roman eines Mordes
Sarah Kuttner – Mängelexemplar
Christine Lehmann – Allmachtsdackel
George Lindbeck – The Nature of Doctrine: Religion and Theology in a Postliberal Age
Armin Mauerhofer – Gemeindebau nach biblischem Vorbild
Gordon MacDonald – Ordne Dein Leben: Perspektiven für den Umgang mit dem Leben und der Zeit
Rob McAlpine – Post-Charismatic: Where Are We Now? Where Have We Come From? Where Are We Going?
Brian McLaren – A New Kind of Christianity: Ten Questions that Are Transforming the Faith
Erwin Raphael McManus – An Unstoppable Force: Daring to Become the Church God Had in Mind
Erwin Raphael McManus – Wide Awake: The Future Is Waiting Within You
Deon Meyer – Weißer Schatten
Mark Millar and John Romita Jr. – Kick-Ass: The Graphic Novel
Ira Milligan – Understanding the Dreams You Dream: Biblical Keys for Hearing God’s Voice in the Night
Rita Monaldi und Francesco Sorti – Die Zweifel des Salaí
Alan Moore und Eddie Campbell – From Hell
Christian Morgenstern – Gedichte
Joseph R. Myers – Organic Community: Creating a Place where People Naturally Connect
Neues Testament: Neue Genfer Übersetzung
Roger von Oech – A Whack on the Side of the Head: How You Can Be More Creative
Pabst, Walter (Hg.) – Kirche für andere: Vorträge und Ansprachen im Bonhoeffer-Gedenkjahr 1970
Richard T. Pascale u.a. – Surfing the Edge of Chaos: The Laws of Nature and the New Laws of Business
Carl Raschke – GloboChrist: The Great Commission Takes a Postmodern Turn
Meg Rosoff – How I Live Now
Alan J. Roxburgh und Fred Romanuk – The Missional Leader: Equipping Your Church to Reach a Changing World
Göran Sahlberg – Sieben wunderbare Jahre
Dorothy L. Sayers – Clouds of Witness
Dorothy L. Sayers – Lord Peter Views the Body
Mark Scandrette – Soul Graffiti: Making a Life in the Way of Jesus
Frank Schaeffer – Calvin oder wie ich versuchte, meine Großmutter zu bekehren
Frank Schaeffer – Portofino
Julia Schoch – Mit der Geschwindigkeit des Sommers
Christian A. Schwarz – Die 3 Farben Deiner Spiritualität
Erich Segal – Love Story
Lothar J. Seiwert – Wenn Du es eilig hast, gehe langsam: Das neue Zeitmanagement in einer beschleunigten Welt
Tom Shippey – The Road to Middle-Earth: How J.R.R. Tolkien Created a New Mythology
Clay Shirky – Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations
Jeff Smith – Bone (One Volume Edition)
Michael Spencer – Mere Churchianity: Finding Your Way Back to Jesus-Shaped Spirituality
Art Spiegelman – The Complete Maus
Jens Stangenberg – Tanz auf der Fontäne: Christliche Spiritualität in der Postmoderne und der Zukunft
Barbara Strachey – Journeys of Frodo: An Atlas of J.R.R. Tolkien’s Lord of the Rings
J. R. R. Tolkien – Letters from Father Christmas
J. R. R. Tolkien – Mr. Bliss
J. R. R. Tolkien – Roverandom
J. R. R. Tolkien – Sir Gawain and the Green Knight, Pearl and Sir Orfeo
J. R. R. Tolkien – Tree and Leaf. Smith of Wotton Major. The Homecoming of Beorhtnoth Beorhthelm’s Son
J. R. R. Tolkien und Donald Swann – The Road Goes Ever On
Tolkien’s World: Paintings of Middle-Earth
Oliver Uschmann – Voll beschäftigt
Andrew Walker and Luke Bretherton (Hg.) – Remembering Our Future: Explorations in Deep Church
Chris Ware – Jimmy Corrigan: The Smartest Kid on Earth
Rob Warner – Kirche im 21. Jahrhundert
Michael Welker – Gottes Geist: Theologie des Heiligen Geistes
Charles Williams – All Hallow’s Eve
Charles Williams – Descent into Hell
Charles Williams – Many Dimensions
Charles Williams – Shadows of Ecstasy
Charles Williams – Die Stätte des Löwen
Charles Williams – Die Trumpfkarten des Himmels
Charles Williams – War in Heaven
Feridun Zaimoglu – Liebesbrand

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Crazy for God IX – Dreimal O-Ton VI

19. Januar 2011

[Das ist der neunte und letzte Post in einer Serie zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Alle Posts finden sich auf der Übersichtsseite zum Buch. Nun zum Abschluß der Serie noch die Anmerkung, dass die jeweils zitierten O-Töne Schaeffers nicht zwingend meiner persönlichen Ansicht entsprechen müssen. Das ist ja bei den auf diesem Blog zitierten Werken immer so, wird aber doch leider zu oft vergessen…]

Crazy For God-8

But what if absolute consistency on any issue from the left or the right, religious or secular, is an indication of mediocre intelligence and a lack of intellectual honesty? What if the world is a complex place? What if leadership requires flexibility? What if ideology is a bad substitute for common sense? What if ideological consistency, let alone „purity,“ is a sign of small-mindedness, maybe even stupidity? (347)

I think my problem with remaining an evangelical centered on what the evangelical community became. It was the merging of the entertainment business with faith, the flippant lightweight kitsch ugliness of American Christianity, the sheer stupidity, the paranoia of the American right-wing enterprise, the platitudes married to pop culture, all of it . . . that made me crazy. It was just too stupid for words. (389)

Faith is certainly not theology to me. Church is just one of the places I look for answers to the only real question I have: Why do we long for meaning? (403)

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Crazy for God VIII – Dreimal O-Ton V

12. Januar 2011

[Das ist der achte Post in einer Serie zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Zu den anderen: 1|2|3|4|5|6|7]

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To one extent or another, my parents‘ children have had serious problems that relate to Mom and Dad and their work. And even though everyone can say the same, perhaps there is a little added pressure on the children of venerated saints that in private were far from saintly. (323)

There were three kinds of evangelical leaders. The dumb or idealistic ones who really believed. The out-and-out charlatans. And the smart ones who still believed – sort of – but knew that the evangelical world was shit, but who couldn’t figure out any way to earn as good a living anywhere else. (328)

The problem with the evangelical homeschool movement was not their desire to educate their children at home, or in private religious schools, but the evangelical impulse to „protect“ children from ideas that might lead them to „question“ and to keep them cloistered in what amounted to a series of one-family gated communities. (331)

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Crazy for God VII: Dreimal O-Ton IV

10. Januar 2011

[Dies ist der siebte Post zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Zu den anderen: 1|2|3|4|5|6]

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Unlike Billy Graham, who made sure everyone knew he was the „chaplain to presidents,“ Dad made sure his conversations were private. He used to often say „You can be seen to do something, or actually do it.“ (296)

Falwell, Robertson, Dobson and others would later use their power in ways that would have made my father throw up. (299)

Once fundamentalists start to sniff out impurities, they don’t stop. (311)

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Crazy for God VI: Dreimal O-Ton III

7. Januar 2011

[Nach einem Todesfall im Freundeskreis erschien es mir angebracht, den vorherigen Post Nachruf eine angemessene Zeit oben auf der Startseite dieses Blogs stehen zu lassen. Mit Beginn des neuen Jahres ist es nun aber an der Zeit, das „reguläre“ Bloggen wieder aufzunehmen. Hier nun also der sechste Post in einer Serie zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Zu den anderen: 1|2|3|4|5]

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The most ridiculous thing in the world is a PhD in theology, an oxymoron, if one ever existed. (102)

Prayer was a way to remind God not to let his attention wander or forget that we, and we only, really understood what he was supposed to be doing. … Theologically speaking, we believed in an absolutely powerful, omnipotent and sovereign Lord. But in practice, our God had to be begged and encouraged to carry out the simplest tasks (151).

My father taught that if the idea of biblical God-given absolutes was abandoned, there would be a real question as to where a new morality would come from. Since humankind did not like chaos, Dad warned, either would we turn to authoritarian systems (some sort of technocratic elite), or we would be ruled by the „tyranny of the majority, with no way to challenge the popular will, nothing higher to appeal to.“ (255)

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Nachruf

3. Oktober 2010

(für L.K.)

Während der Sportschau ein Anruf
Wenige Worte übermitteln kompakt die Sachinformation:
Autounfall
Tot

Unsichere Reaktion bis zum Auflegen des Hörers
Fußball läuft weiter, dringt aber nicht durch
Die Nachricht diffundiert
Sickert ein
Durchdringt mich

Autounfall im Land jenseits des Ozeans
Bilder entstehen in meinem Kopf
Wer saß am Steuer?
Wie ist es passiert?
Die Bilder lösen sich auf, verdrängt von der Nachricht:
Tot

Ich hatte immer gedacht, daß aus Dir mal eine ganz große werden würde

Deine Leidenschaft kommt mir in den Sinn
Die Suche nach dem Echten
Die Rastlosigkeit
Der Zug nach vorn

In meinem Kopf sehe ich Dich lachen
Erinnere mich an diesen Klang
Unverkennbar
Aus jeder Menschentraube herauszuhören

Deine Lebenslust und Freude haben mein Leben reicher gemacht

Offensichtlich habe ich übersehen
Daß Du schon längst eine ganz große warst

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Crazy for God V: Dreimal O-Ton II

25. September 2010

[Dies ist der fünfte Post zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Zu den anderen: 1|2|3|4]

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The more successful in the world you were before you got saved, the greater the triumph when you „returned from these worldly things to serve the Lord“. (71)

Mom drove me crazy with her pietistic spin on just about anything. She also drove my sisters and myself crazy by folding the most personal moments of our lives into her talks as further illustrations of God’s hand on us, or to make points on how to raise a family. (91)

Über Billy Graham: Did the followers of Billy know that he’d plucked his seventeen-year-old daughter out of her first semester at Wheaton College to marry a man almost twenty years older than her whom she had never met until Billy introduced her? Would they have cared? (100)

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